1. Stadt Wien
  2. Wien
Mehr Wien
Artikel teilen
Kommentieren
News

Twin City Liner startet mit Schnellgeschwindigkeit nach Bratislava

Informationen über den Twin City Liner, der per Schiffsweg über die Donau die beiden Hauptstädte Wien und Bratislava verbindet. Mit 60km/h, das heißt in 75 Minuten, von einer Innenstadt in die nächste - das sind ideale Bedingungen für Reisende aus beiden Städten. Während der Fahrt im klimatisierten Schnellkatamaran wird außerdem ein Buffet geboten.

Twin City Liner-Schiff an der Anlegestelle
© ddsg Donau | Twin City Liner legt an

Gesellschafter: Wien Holding, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien        

Plan: Bau/Ausbau von Stationsgebäuden in beiden Städten bis 2007          

Investitionsvolumen: 3,3  Mio. Euro

Ins Leben gerufen wurde die Idee des TWIN CITY LINERs bei einer Veranstaltung der Städte Bratislava und Wien im Jahr 2003: Wiens Bürgermeister Michael Häupl präsentierte die erfolgreiche Zusammenarbeit der Wirtschaft beider Städte und die Initiative „Centrope“. Bratislavas Bürgermeister Andrej Durkovsky erinnerte an die frühere sympathische Verkehrsverbindung zwischen Wien und Bratislava, die „gute, alte“ Straßenbahn. Die gemeinsame Entwicklungsgesellschaft von Raiffeisen und der Stadt Wien, Central Danube nahm den Ball auf und entwarf ein Public-Private-Partnership-Modell zur Realisierung eines gleichzeitig sympathischen wie effizienten Verkehrsträgers: die Innenstadtbereiche der beiden Metropolen sollen am Wasserweg durch eine Schnellschiff-Linie miteinander verbunden werden. "Unser Interesse liegt in einer engeren Zusammenarbeit zwischen Bratislava und Wien. Nur gemeinsam, das heißt als erfolgreiche Region, können wir im globalen Wettbewerb bestehen", betont Wiens Vizebürgermeister Sepp Rieder.

>> Zum Fahrplan des Twin City Liners

Tatiana Mikusova, Vizebürgermeisterin von Bratislava: „Die beiden Städte Wien und Bratislava – übrigens die an nähesten beieinander liegenden EU-Hauptstädte – kommen sich durch diese Initiative noch einen Schritt näher. Dies ist ein Meilenstein für Folgeprojekte in unserer Städtepartnerschaft.“ Um eine echte City-to-City-Verbindung zu bieten, wird das Schiff in Wien nicht vom Personenhafen an der Donau bei der Reichsbrücke abfahren: Als Ein- und Ausstiegsstelle in Wien wurde der Schwedenplatz, Abgang Marienbrücke gewählt. Damit wird auch die zeitintensive Benützung der Schleuse Freudenau vermieden. Das Schnellboot fährt vom Zentrum Wiens über den Donaukanal und die Donau und erreicht in 75 Minuten die unmittelbar an der Altstadt  gelegene Anlegestelle in Bratislava. Durch den Einsatz eines innovativen Schnellschiffes wird eine Trendwende im Image der Schifffahrt in Österreich eingeleitet werden. Seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat es keine Initiativen zum Angebot neuer Schiffstechnik gegeben.  

Schließlich bietet der TWIN CITY LINER eine wichtige Möglichkeit zur Verwirklichung des Centrope-Gedankens: die beiden Stationen am Schwedenplatz in Wien bzw. an der Donaulände in Bratislava fungieren als Tore zu Bratislava bzw. zu Wien in der jeweils anderen Stadt. In den Stationen wird neben Einkaufsmöglichkeiten und Kulinarik das aktuelle Angebot der anderen Stadt vorgestellt werden, sodass eine Reise nach Bratislava bzw. nach Wien bereits vor der Abfahrt gut vorbereitet werden kann. In Wien wie in Bratislava wird ein Stationsgebäude bzw. ein Abgang für die Linienverbindung gebaut und zur Verfügung gestellt: In Bratislava wird zu diesem Zweck das denkmalgeschützte „Propellerhaus“ von der Stadt adaptiert und eingebracht, in Wien wird ein attraktiver Zugang zum Donaukanal in Form einer „Schiffsstation Wien City“ von der Wien Holding-Tochter Donauraum Wien bis 2007 realisiert.  

Technische Informationen zum Schiff

Die Befahrung des Donaukanals ist aufgrund des niedrigen Wasserstandes, vor allem in den Sommermonaten, mit herkömmlichen Schiffen nur unzuverlässig möglich. Daher entschied sich Central Danube für eine innovative Schiffstechnologie, einen Schnellkatamaran in Leichtbauweise (Aluminium) mit Jetantrieb. Er wurde vom norwegischen Schiffbauspezialisten Båtservice Mandal als Prototyp eigens für den Linienverkehr zwischen Wien und Bratislava entwickelt und wird nun von Herbst 2005 bis Frühjahr 2006 in Südnorwegen gefertigt. Das Boot wird im Frühjahr über das Skagarak, die Nordsee und das Europäische Binnenwasserstraßensystem nach Wien überstellt. Das Schiff bietet mit einer Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h nicht nur ein High- Speed-Erlebnis sondern auch High-Comfort: Der Katamaran ist vollklimatisiert, verfügt über bequeme First-Class-Bestuhlung, Panoramafenster und ein Panoramadeck. Die Fahrgäste können sich an einem Bord-Buffet mit Snacks und Drinks versorgen.

Die sensiblen Fragen des Tiefgangs und des Wellenschlages wurden in einem aufwendigen Modellversuch in der Österreichischen Schiffbautechnischen Versuchsanstalt untersucht. Das Schiff ist mit einem getesteten und vertraglich garantierten Tiefgang von 0,8 Metern tauglich für Donau und Donaukanal, der Wellenschlag ist geringer als der von den derzeit auf dem Donaukanal fahrenden Ausflugsschiffen.  

Zielgruppe und Preise

Die Kunden, die Marktsituation Zielgruppe sind nicht nur ausländische Wien-Touristen, denen mit dem Schiff ein mehrstündiger Bratislava-Aufenthalt angeboten werden kann, sondern auch die Bürger der Städte und aus den Einzugsgebieten um Bratislava und Wien, die die Schifffahrt bislang nicht oder mit einer anderen Erwartungshaltung wahrnehmen. Auch für Geschäftsreisende dürfte die Schiffsverbindung ein interessantes Angebot darstellen, weil sämtliche Unwegbarkeiten einer Autofahrt (Parkplatzsuche, Wartezeiten an der Grenze) bzw. einer Bahnfahrt (keine Ankunft in den Stadtzentren) wegfallen.   Der Fahrplan + die Preise Der Fahrplan des TWIN CITYLINERs bietet in der Normalsaison von Beginn Mai bis Ende Oktober (Saison 06: 1.Juni bis 29. Oktober) täglich verlässlich und pünktlich drei Abfahrten von Wien bzw. drei Abfahrten von Bratislava an. Es handelt sich also um den ersten täglichen Linienverkehr zwischen den beiden Städten auf der Donau. Außerhalb der Liniensaison steht das Schiff für Sonderfahrten (Charter) auf der Donau bzw. dem Donaukanal zur Verfügung.  

Die Preise sind abhängig von Fahrzeit und Wochentag. Ziel der Preisgestaltung ist es, einerseits keine Zweiklassentarife für Österreicher und Slowaken zuzulassen, andererseits für Pensionisten oder Familien durchaus attraktive Angebote zu ermöglichen.

Die günstigste Fahrt tour – retour kostet rund 30,- Euro.
Kinder bis 2 Jahre fahren gratis, bis 12 Jahre gilt Halbpreis.

>> Twin City Liner Ticket: Preise im Detail

Das Schiff ist behindertengerecht ausgestattet, die Mitnahme von Hunden und Fahrrädern ist möglich.             

Das Unternehmen

Die Eigner und ihre Partner Central Danube Region Marketing und Developement GmbH ist der Initiator, Projektentwickler und Schiffseigner. Die DDSG Blue Danube Schifffahrts GmbH, ein Unternehmen der Wien Holding ist als Betreiber des TWIN CITY LINERS „mit an Bord“.  Die Wiener Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft ist Partner bei allen Ländenthemen. Central Danube erfüllt durch das Projekt den Auftrag ihrer beiden Gesellschafter Wien Holding und Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien: Etablierung von PPP-Modellen in der Central Danube Region. Die Stadt Wien und Raiffeisen haben in der Stadt Bratislava einen kongenialen Partner gefunden.

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Wien