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Sonderprüfung Skylink beschlossen

Am 20.08.2009 wurde die Sonderprüfung skylink beschlossen. Bei einer sehr hitzigen und emotionalen Hauptversammlung wurden allerdings weitere Anträge sowie Fragen zum aktuellen Bau des Skylink Terminal vermieden...

Es vergeht kaum ein Tag ohne neue Informationen, Zweifel und Gläubiger im Zusammenhang mit und um den Skylink-Terminal. Das Millionen-Euro-Projekt, dass seinen anfänglichen Zweck - nämlich einen weiteren Terminal am Flughafen Wien-Schwechat zu schaffen, noch immer nicht erfüllt hat, wurde laut letzten Informationsstand schon im Jänner 2004 von einer internen Revision der Flughafen sowohl als "hohes Terminrisiko", sowie als "sehr hohes Kostenrisiko" eingestuft. Ob man allerdings auch bei einem sehr hohen Risiko eine derartige Kostenexplosion (von 410 Millionen € prognostizierter Projektkosten, wurden es bis Ende 2009 mehr als doppelt so viel, der Skylink-Terminal ist allerdings noch lange nicht fertig) vorhersehen hätte können wird nun in einer Sonderprüfung skylink untersucht.

Massiver Druck seitens der Öffentlichkeit

Die Aktionäre der Flughafen Wien AG haben, nicht zuletzt nach massivem Druck aus der medialen Öffentlichkeit, eine aktienrechtliche Sonderprüfung - die Sonderprüfung skylink - beschlossen. Die Entscheidung über die Sonderprüfung skylink fiel dabei ohne das Land Niederösterreich, welches sich aufgrund der Wahl des zu beauftragten Wirtschaftsprüfers der Stimme enthielt. Man kann sich allerdings nicht der Meinung verwehren, dass es sich bei dieser Sonderprüfung skylink um gekaufte Zeit für einige wenige handelt. Konkrete Fragen zum "Skylink-Desaster" wurden nun während der Hauptversammlung vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates nicht mehr beantwortet - fortan ist die Sonderprüfung skylink dafür verantwortlich.

Dass diese Sonderprüfung skylink allerdings nur der Vergangenheitsbewältigung dient, scheint fast vergessen worden zu sein. Die Frage nach dem AKTUELLEN Bau und einer Rechnungshof-Prüfung diesbezüglich wurde vom Anlegervertreter Willhelm Rasinger in Form eines Antrags eingebracht - Aufsichtsrat-Vorsitzender Johannes Coreth lehne dies aber ab. Die ohnehin schon hitzige Hauptversammlung wurde dann noch emotionaler - Pfui-Rufe waren die Folge. Die Frage um die Sonderprüfung skylink hält sich dabei schon genauso lange wie die Frage ob der Verfassungsgerichtshof (VfGH) oder der Rechnungshof nun die Entscheidungsgewalt über eine Rechnungsprüfung haben. Vom Verfassungsrechtsexperten Bernd-Christian Funk sowie Andreas Theiss ist eine frewillige Rechnungshofprüfung rechtlich nicht zulässig - auch hier streiten die Experten!

Sonderprüfung kostet eine Million €

Die Sonderprüfung skylink soll die 1-Million€-Grenze nicht überschreiten und in spätestens drei Monaten abgeschlossen sein. Es wird aber bezweifelt ob sich die letzten Details in dieser Spanne überhaupt klären lassen können, da eventuell Befragungen im Sinne eines Gerichtsverfahrens durchgeführt werden müssen. In diesem Falle sind die drei Monate für die Sonderprüfung skylink wohl genauso wie die 410 Millionen€ für das Skylink-Terminal, reine Schaumschlägerei.
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