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Schifffahrtszentrum Wien wird neu gestaltet

7 Mio. Euro werden bis 2015 in die Neugestaltung des Schifffahrtszentrums bei der Reichsbrücke investiert. Mit diesem Geld werden nicht nur die Vorkaiflächen modernisiert, sondern auch Versorgungsleitungen auf dem 45.000 m2 großen Areal saniert sowie Strom- und Wasserleitungen verstärkt und neu dimensioniert. Die Neugestaltung des Schifffahrtszentrums und die Modernisierung der Infrastruktur sind eine Notwendigkeit, denn seit 2004 hat sich die Anzahl der an Land gehenden Passagiere von 130.000 auf 260.000 verdoppelt. Auch die Schiffe, die im Personenhafen Wien anlegen, werden immer größer – nun wird dieser Entwicklung und dem Wachstum der River Cruises Rechnung getragen. Der Personenhafen Wien wird modernisiert, um einen der schönsten und effizientesten Passagierhäfen an der Donau in Europa zu schaffen. Am 8. Mai 2014 begannen im Beisein von Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Peter Hanke, Geschäftsführer der Wien Holding, und Ronald Schrems, Geschäftsführer der Wiener Donauraum GmbH, die Bauarbeiten. Bis 2015 soll die Neugestaltung des Areals abgeschlossen sein.

Schifffahrtszentrum Spatenstich
Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Peter Hanke (Geschäftsführer Wien Holding) und Ronald Schrems (Geschäftsführer Wiener Donauraum GmbH) beim Spatenstich zur Neugestaltung des Schifffahrtszentrums.

Donau als Wirtschaftsfaktor

Von einer modernen technischen Infrastruktur und einer effizienteren Schiffsversorgung profitieren nicht nur die Passagiere auf den Donau-Kreuzfahrtschiffen, denn die Donau ist ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor für Wien: „Mit der Neugestaltung und dem technischen Ausbau der Kai- und Vorkaianlagen im Personenhafen Wien schaffen wir nicht nur optimale Voraussetzungen für die Reedereien und die Passagiere, sondern werden damit noch stärker vom Wachstum im Segment der River Cruises profitieren“, so Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

Die Neugestaltung des Schifffahrtszentrums bei der Reichsbrücke ist nur eine von vielen Initiativen in den letzten Jahren, um Wien als Donaustadt attraktiver zu machen – man denke etwa an den Twin City Liner, die Schiffsstation City am Schwedenplatz oder die Übernahme des Yachthafens Marina Wien durch den Hafen Wien. Bereits im letzten Jahr wurden erste Schritte gesetzt, um den „Entree“ für Donaukreuzer und Passagiere attraktiver und serviceorientierter zu gestalten. So wurde etwa das Schifffahrtsgebäude, bekannt als Schauplatz der erfolgreichen ORF Krimiserie SOKO Donau, saniert. Heuer wurde das neue Restaurant „The View“ eröffnet. Nun soll der nächste Schritt getan werden.

Schifffahrtszentrum wird neugestaltet

In den kommenden Jahren werden die Vorkaiflächen im Bereich des Schifffahrtszentrums und flussab- und flussaufwärts der Reichsbrücke neugestaltet. 8 Anlegestellen und 4 Anleger mit Pontons, die Platz für 36 große Kabinenschiffe bieten, werden modernisiert. Insgesamt wird eine Fläche von 45.000 m2 in Angriff genommen; 20.000 davon entfallen allein auf die Vorkaiflächen.

Um auch in Zukunft 3.600 Flusskreuzer und über 260.000 Passagiere pro Jahr abfertigen zu können, werden Versorgungsleitungen saniert sowie Strom- und Wasserleitungen verstärkt und neu dimensioniert. Ein neues Verkehrsleitsystem mit Einbahnregelung soll die Zufahrt zum Personenhafen Wien einfacher machen. Das geplante Leitsystem und die geplanten neuen Verweil- und Wartezonen wiederum sollen das Schifffahrtszentrum an der Reichsbrücke für Passagiere attraktiver machen. Neue Bodenbeläge und neue Frei- und Grünflächen am Vorkai geben dem Personenhafen Wien den letzten Schliff.

Auf der Donau nach Wien

Dass die Neugestaltung und der technische Ausbau der Kai- und Vorkaianlagen im Personenhafen Wien längerfristig unumgänglich ist, belegt das Jahreswachstum der River Cruises, die jedes Jahr 10% dazugewonnen haben. Dadurch wiederum erfreut sich Wien immer größerer Beliebtheit: Waren es 2004 noch 130.000 Passagiere, die in der Donaustadt an Land gingen, hatte sich die Zahl bis 2013 bereits verdoppelt: 260.000 Touristen besuchten Wien im letzten Jahr als Passagiere auf einem Donau-Kreuzfahrtschiff. Auch die Zahl der anlegenden Schiffe ist gestiegen: von etwa 3.300 vor zehn Jahren auf 3.600 im letzten Jahr.
    
Im Schifffahrtszentrum bei der Reichsbrücke gehen nicht nur mehr Schiffe als noch vor zehn Jahren vor Anker; auch ihre Dimensionen sind größer geworden: Während sie früher auf eine durchschnittliche Länge von 89-90 m kamen, weisen sie heute Längen bis zu 124-135 m auf. Das größte Schiff im Personenhafen Wien ist die MS Mozart. Sie ist 135 m lang und 24 m breit. In Zukunft ist mit Längen von bis zu 150 m zu rechnen.

Führende Anbieter wie Viking River Cruises, A-Rosa, Alsace Croisières, KD Premicon und AMA Waterways vertäuen ihre Schiffe im Schifffahrtszentrum bei der Reichsbrücke. Eines davon ist die 124,5 m lange und 14,4 m breite A-Rosa-Donna, ein schwimmendes First-Class-Hotel mit 100 Kabinen, auf denen sich eine 50 Mann starke Crew um das Wohl von 242 Passagieren kümmert. Die Durchschnittsaufenthaltsdauer der Schiffe beträgt 32 Stunden; in dieser Zeit wird Wasser gebunkert, das Lager aufgefüllt und Müll entsorgt – und all das möglichst unbemerkt von den Gästen.

Besonderer Service im Schifffahrtszentrum

Das Schifffahrtszentrum bei der Reichsbrücke punktet mit einem besonderen Service: Es ist der einzige Personenhafen an der Donau, auf dessen Areal ein modernes technisches Schiffs-Versorgungsunternehmen liegt. Die dort tätigen Spezialisten im Bereich der Schiffstechnik machen jedes Schiff wieder flott – damit der Kreuzfahrt auf der Donau vorbei an malerischen Landschaften von Passau über Wien bis zum Schwarzen Meer nichts im Wege steht.

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