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News Text: Katharina Widholm

Die Generalsanierung des Stephansplatz ist geschafft!

Die Oberfläche des Stephansplatzes wurde zwischen 13. März 2017 und 10. November 2017 von der MA 28 – Straßenverwaltung und Straßenbau generalsaniert. Der Baubereich umfasste den kompletten Stephansplatz inklusive der angrenzenden Einmündungen der Rotenturmstraße, der Brandstätte und der Schulerstraße sowie die komplette Churhausgasse.

Reges Treiben am Wiener Stephansplatz
© PID/Christian Fürthner | Der Stephansplatz erstrahlt im neuen Glanz.

Die Neuerungen am Stephansplatz

Die Straßenoberfläche des Stephansplatzes wurde dem Siegerkonzept von Architekt Clemens Kirsch entsprechend ausgeführt und fügt sich nun nahtlos in das Gesamtbild der im Jahr 2009 errichteten Fußgänger-Zone im Bereich Kärntner Straße, Stock-im-Eisen-Platz und Graben ein. Am heutigen Freitag, den 10. November 2017, wurde von Vertretern der Stadt Wien, des Bezirks und der Erzdiözese Wien symbolisch der Schlussstein gelegt. Ab 12 Uhr wird mit musikalischen Darbietungen im Stephansdom und am Stephansplatz die Fertigstellung der Generalsanierung gefeiert. Das sind die Änderungen am Stephansplatz:

  • Neuer Bodenbelag: Granitplatten in verschiedenen Grautönen
  • Erneuerung der Gas- Wasser- und Stromnetze
  • Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang
  • Neue Straßenbeleuchtung

ÖVP-Stadtrat Markus Figel forderte zudem die Installation eines zweiten U-Bahn-Liftes. Ob dieser Vorschlag umgesetzt wird, ist noch unklar, denn obwohl die Wiener Linien nicht grundsätzlich abgeneigt sind, sind ihnen die Kosten in Millionenhöhe ein Dorn im Auge. Um mehr Platz zum Flanieren zu schaffen, wird zudem die Anzahl der Standplätze für Fiaker halbiert.

Zahlen, Daten, Fakten zur Generalsanierung am Stephansplatz

36.400 Granitplatten und -steine wurde für die Pflasterung der Oberfläche verwendet. Der Granit, der bei der Pflasterung des Stephansplatzes zum Einsatz kam, stammte großteils aus dem Waldviertel – wie auch schon bei den Projekten auf der Ottakringer bzw. Mariahilfer Straße. Lediglich zwei Spezialsorten wurden aus Schweden und Italien angeliefert. 5.500 Tonnen Pflasterdrainbeton ermöglichen das Wasser leichter in den Boden einsickern kann, was die Eisbildung direkt unter der Pflasterung verhindert und somit Schäden an der Oberfläche verhindert. In Summe wurden 200 Meter Erdgasleitungen und 4.500 Meter Stromkabel verlegt. Die Wiener Netze nutzten die Umbauarbeiten, um die Erdgas- und Stromleitungen in der Umgebung zu erneuern. Der Tausch der Erdgasleitungen erfolgte mittels „Relining“ – ein Verfahren, bei dem der Boden nur punktuell aufgegraben und die neuen Rohre in das bestehende System eingezogen werden mussten.

Die Gestaltung des Platzes

Insgesamt waren ungefähr 10.500 m² von der Generalsanierung betroffen. Neben dem Stephansplatz wurden auch jene Teile der Rothenturmstraße, der Brandstätte und der Schulergasse miteinbezogen, die in den Stephansplatz münden. Verantwortlich für das neue Erscheinungsbild ist Architekt Clemens Kirsch, der auch schon die Fußgängerzone der Inneren Stadt neu gestaltet hat. Die Pläne für die Neugestaltung des Stephansplatzes lehnen sich am neuen Erscheinungsbild der Kärntnerstraße an, die zwischen 2008 und 2009 saniert wurde. Damals lag ein Konzept zugrunde, das 2007 im Rahmen eines EU-weiten Wettbewerbs für die Gestaltung von Fußgängerzonen ausgewählt wurde. Der künftige Bodenbelag von den ca. 10.500 m² besteht aus robusten, großflächigen Granitplatten in verschiedenen Grautönen und schließt so nahtlos in die Kärntnerstraße an.

Der Bauplan

Ursprünglich sollte die Sanierung bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, jedoch verzögerten sich die Bauarbeiten, aufgrund der geplanten Verlegung der Domhütte, die dann jedoch doch nicht durchgeführt würde. Die Bauarbeiten sollen im Idealfall 1,5 Jahre dauern.
Der vorläufige  Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

  • Offizieller Beginn der Bauarbeiten: 16. Juni 2016
  • Erneuerung der Gasrohre: Seit 16.6.2016
  • Sanierung der Wasserohre: Ab Anfang 2017
  • Erneuerung der Oberfläche: Ab Frühjahr 2017

Möglicherweise kann es durch die Sanierung zu einer Beeinflussung des öffentlichen Verkehrs (z.B. durch Umleitungen) kommen.
Für die jeweiligen Teilbereiche sind folgende Instanzen der Stadt Wien verantwortlich:

Verantwortungsträger Verantwortungsbereich
MA 19 Gestaltungskonzept
MA 28 Projektentwicklung, Straßenbau, Fahrbahnmarkierung, Verkehrszeichen
MA 31 Rohrauswechslungsarbeiten
MA 33 Erneuerung von Lichtsignalanlagen und der Fahrbahnbeleuchtung
MA 46 Ampelanlagen, Fahrbahnmarkierungen und Verkehrszeichen
Wiener Netze Leitungsnetz

Kosten und Finanzierung

Schätzungsweise werden sich die Kosten für dieses Projekt zwischen 10 und 13 Millionen Euro bewegen. Die Finanzierung teilen sich die Stadt Wien und der erste Bezirk; 90% werden aus dem Zentralbudget des Rathauses entnommen, die innere Stadt übernimmt die restlichen 10%. Weitere Details finden Sie auf der Homepage von Clemens Kirsch.

Schlußstein und Lücke am Boden nach Generalsanierung
© PID/Christian Fürthner | Schlußsteinlegung für den Stephansplatz
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