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News Text: Katharina Widholm

Der Stephansplatz wir um 13 Mio. aufgeputzt

In einem guten Jahr soll der Stephansplatz in neuem Glanz erstrahlen. Nach dem Siegerkonzept von Architekt Clemens Kirsch wird die Fußgängerzone neu gepflastert. Alle Infos über die Baupläne, Gestaltung, Erneuerungen und finanziellen Aspekte des Projektes finden Sie hier.

Reges Treiben am Wiener Stephansplatz
© Gugerell | Im Idealfall wird der Stephansplatz im Herbst 2017 in neuem Glanz erstrahlen

Die Neuerungen am Stephansplatz

Zum ersten Mal seit 30 Jahren wird das Zentrum der Inneren Stadt, der Stephansplatz, einer Erneuerung unterzogen. Grund dafür ist der desolate Zustand der Asphaltierung, die durch die hohe Beanspruchung durch den jahrzehntelangen Fußgänger- und Fahrzeugverkehr erheblich gelitten hat.
Das sind die Änderungen am Stephansplatz:

  • Neuer Bodenbelag: Granitplatten in verschiedenen Grautönen
  • Erneuerung der Gas- Wasser- und Stromnetze
  • Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang
  • Neue Straßenbeleuchtung

ÖVP-Stadtrat Markus Figel fordert zudem die Installation eines zweiten U-Bahn-Liftes. Ob dieser Vorschlag umgesetzt wird, ist noch unklar, denn obwohl die Wiener Linien nicht grundsätzlich abgeneigt sind, sind ihnen die Kosten in Millionenhöhe ein Dorn im Auge. Um mehr Platz zum Flanieren zu schaffen, wird zudem die Anzahl der Standplätze für Fiaker halbiert.

Größe der Baustelle

Insgesamt sind ungefähr 10.500 m² von der Generalsanierung betroffen. Neben dem Stephansplatz werden auch jene Teile der Rothenturmstraße, der Brandstätte und der Schulergasse miteinbezogen, die in den Stephansplatz münden. Außerdem wird auch die gesamte Churhausgasse erneuert.

Die Gestaltung des Platzes

Verantwortlich für das neue Erscheinungsbild ist Architekt Clemens Kirsch, der auch schon die Fußgängerzone der Inneren Stadt neu gestaltet hat. Die Pläne für die Neugestaltung des Stephansplatzes lehnen sich am neuen Erscheinungsbild der Kärntnerstraße an, die zwischen 2008 und 2009 saniert wurde. Damals lag ein Konzept zugrunde, das 2007 im Rahmen eines EU-weiten Wettbewerbs für die Gestaltung von Fußgängerzonen ausgewählt wurde. Der künftige Bodenbelag von den ca. 10.500 m² besteht aus robusten, großflächigen Granitplatten in verschiedenen Grautönen und schließt so nahtlos in die Kärntnerstraße an.

Der Bauplan

Ursprünglich sollte die Sanierung bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, jedoch verzögerten sich die Bauarbeiten, aufgrund der geplanten Verlegung der Domhütte, die dann jedoch doch nicht durchgeführt würde. Die Bauarbeiten sollen im Idealfall 1,5 Jahre dauern.
Der vorläufige  Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

  • Offizieller Beginn der Bauarbeiten: 16. Juni 2016
  • Erneuerung der Gasrohre: Seit 16.6.2016
  • Sanierung der Wasserohre: Ab Anfang 2017
  • Erneuerung der Oberfläche: Ab Frühjahr 2017

Möglicherweise kann es durch die Sanierung zu einer Beeinflussung des öffentlichen Verkehrs (z.B. durch Umleitungen) kommen.
Für die jeweiligen Teilbereiche sind folgende Instanzen der Stadt Wien verantwortlich:

Verantwortungsträger

Verantwortungsbereich

MA 19

Gestaltungskonzept

MA 28

Projektentwicklung, Straßenbau, Fahrbahnmarkierung, Verkehrszeichen

MA 31

Rohrauswechslungsarbeiten

MA 33

Erneuerung von Lichtsignalanlagen und der Fahrbahnbeleuchtung

MA 46

Ampelanlagen, Fahrbahnmarkierungen und Verkehrszeichen

Wiener Netze

Leitungsnetz

Kosten und Finanzierung

Schätzungsweise werden sich die Kosten für dieses Projekt zwischen 10 und 13 Millionen Euro bewegen. Die Finanzierung teilen sich die Stadt Wien und der erste Bezirk; 90% werden aus dem Zentralbudget des Rathauses entnommen, die innere Stadt übernimmt die restlichen 10%.

Homepage von Clemens Kirsch

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