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News Text: Katharina Widholm

Liste Pilz fordert Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken

Die Wirkung von Cannabis zur Linderung von Schmerz ist wissenschaftlich erwiesen. Dennoch ist Cannabis in Österreich verboten. Eine veraltete Regelung findet die Liste Pilz und fordert deshalb, die Verwendung von Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken zu legalisieren.

Cannabispflanze
© Pixabay | Die Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken wird von vielen gefordert

Die Forderung nach der Legalisierung von Cannabis gibt es schon lange. Sowohl Konsumenten als auch viele Experten sin der Auffassung, dass die Kriminalisierung der Substanz kontraproduktiv ist. Nun fordert auch die Liste Pilz die Legalisierung. Allerdings zu medizinischen Zwecken.

Cannabis für die Schmerztherapie

Konkret fordert Peter Kolba, seines Zeichens Clubchef der Liste Pilz, die Legalisierung von Cannabis in der Schmerztherapie. Dass das grüne Kraut eine hilfreiche Unterstützung bei der Schmerzlinderung in verschiedenen Krankheiten ist, wurde in medizinischen Studien bereits festgestellt. Das betrifft vor allem bei Fällen wie Multipler Sklerose, Übelkeit, Appetitverlust oder Chemotherapien, aber auch bei neuropathischen Schmerzen. Die Schmerzreduktion ist wissenschaftlich erwiesen, was etwaige andere Heilwirkungen der Pflanze betrifft, gibt es jedoch noch keine hinreichenden Studien. Mehr zur Legalisierung von Cannabis.

Zugang zu Cannabis: Situation in Österreich

 Für Patienten die sich nun erhoffen, ihre Leiden mit Cannabis lindern zu können, kommen in Österreich bei der Beschaffung erhebliche Hürden zu. Denn hierzulande steht der Besitz, Handel oder Konsum mit Cannabis noch immer unter Strafe. Lesen Sie mehr zur Situation der Hanfshops.

Zwar kann man legal in der Apotheke Tropfen mit dem Wirkstoff  THC erstehen, allerdings nur unter Vorlage eines Suchtgiftrezeptes. Das Problem ist dabei jedoch, dass man diese Substanzen in den meisten Fällen selbst bezahlen muss, was sehr teuer werden kann: Eine Monatsration kostet bereits um die 800 Euro. Einen Schritt voraus ist uns indes unser deutscher Nachbar, denn in der BRD besteht seit 2017 die Regelung , dass man unter ärztlicher Aufsicht Cannabis legal beziehen kann.

Medizinisches Cannabis: Konsumformen

Cannabiskonsum, so wie sich der kleine Maxi ihn vorstellt, dass man das grüne Kraut durch den Joint oder den Bong inhaliert, ist nur eine von vielen Konsummöglichkeiten. Tatsächlich gibt es viel gesundheitsschonendere Methoden, die gesundheitsfördernden Wirkstoffe der Pflanze für sich zu Nutzen. Andere Darreichungsformen sind etwa:

  • Konsum durch Vaporizer (Verdampfer)
  • als Tee
  • im Essen
  • frisches Cannabis als Bestandteil von Salaten oder Smoothies

Liste Pilz für vereinfachten Zugang zu Cannabis

Kolba, der auch Gesundheitssprecher der Liste Pilz ist, pocht auf eine Legalisierung von Cannabisblüten für medizinische Zwecke. Diese Blüten sind jene getrocknete Form der Pflanze, die auch die bekannteste Darreichungsform von Cannabis ist. Die Legalisierung des Krautes würde vielen Menschen, die mit chronischen Schmerzen zu kämpfen haben zugute kommen, so argumentiert Kolba damit, dass Cannabiskonsum im Vergleich mit konventionellen Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen mit relativ wenigen Nebenwirkungen verbunden ist.

Die Suchtgefahr, die mit der Einnahme der Substanz verbunden ist, hält er im Vergleich mit den Vorteilen, die sie für die Schmezutherapie hat hingegen für ein marginales Problem, da viele Patienten bereits älter sind und in erster Regel den Wunsch verspüren würden, ihren letzten Lebensabschnitt schmerzfrei verbringen zu können. 

Die Forderung der Liste Pilz besteht in zwei wesentlichen Punkten:

  1. Die Beseitigung der finanziellen Hürden, die mit der Beschaffung von THC verbunden sind.
  2.  Die Legalisierung von Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken
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