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News Text: Katharina Widholm

Neue Fassade für das Haus des Meeres

Alles neu macht der Mai: dies gilt auch für das Haus des Meeres, denn kürzlich starteten die Bauarbeiten für die neue Glasfassade am historischen Flakturm, die bis 2020 fertiggestellt werden soll. Die Umbauarbeiten erfolgen, um dem hohen Besucherandrang gerecht zu werden.

Haus des Meeres Rendering von Entwurf mit Glasfassade
© www.oln.at | An der Außenfassade des Haus des Meeres wird sich so einiges ändern

Erst kürzlich erfolgte der Startschuss für das Ende des Haus des Meeres so wie wir es kennen: die Umbauarbeiten am Flakturm, dem historischen Gebäude aus dem zweiten Weltkrieg, in dem der Tiergarten untergebracht ist, haben begonnen.

Fertigstellung von neuer Fassade 2020

Schon jetzt kann man kleine aber sichtbare Veränderungen an der Außenfassade des Flakturms erkennen: So wurden bereits Schlitze in die Mauern gezogen, an denen später die Decke des Zubaus angebracht werden soll. Auch in der unmittelbaren Umgebung des Gebäudes hat sich etwas getan: Bäume aus dem Esterházy-Park wurden umgepflanzt. Als nächstes sollen die Arbeit am Fundament erfolgen und so wird schon im Juni die erste große Baugrube sichtbar sein. Die endgültige Fertigstellung soll dann 2020 erfolgen.

Der Flakturm befindet sich im Besitz des Haus des Meeres und steht seit 2005 nicht mehr unter Denkmalschutz. Die Umbauarbeiten finden während laufendem Betrieb statt. Da die Außenwände eine Dicke von zweieinhalb Metern aufweisen, werden die Tiere nichts vom Lärm der Bauarbeiten mitbekommen und sind vor Erschütterungen geschützt. 

Hoher Besucherandrang erfordert größere Kapazitäten

Der Umbau des Gebäudes erfolgt in erster Linie aus pragmatischen Gründen: das Haus des Meeres ist sehr beliebt und so sahen sich die Betreiber mit einem immer größer werdenden Besucherandrang konfrontiert. So wurden im Vorjahr 630.000 Besucher gezählt. Durch die neue Außenfassade sollen rund 3000m² Nutzfläche hinzukommen, die einerseits mehr Platz für die Tiere ermöglicht, andererseits ist eine Vergrößerung des Dach-Cafés im elften Stock geplant. Eine weitere Maßnahme wird die Einhausung der Aussichtsterrasse sein, die damit bei jedem Wind und Wetter zugänglich sein wird. Die Kosten des Umbaus belaufen sich auf insgesamt 10 Millionen Euro.

Berühmter Schriftzug wird übermalt

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: der berühmte Ausspruch an der Fassade des Flakturms "Zerschmettert in Stücke im Frieden der Nacht", wird im Zuge der Umbauarbeiten übermalt werden. Der Schriftzug entstand 1991 im Zuge der Wiener Festwochen durch den Künstler Lawrence Weiner.

Diese Maßnahme stieß durchaus auf Protest, so gab es Kundgebungen, um das Verschwinden des Schriftzuges zu verhindern und auch eine Online-Petition wurde dazu ins Leben gerufen. Obwohl diese Aktion auf keinen Erfolg stieß, wird in Zukunft im Inneren des Flakturms eine Dauerstellung über die Geschichte des Gebäudes errichtet werden. Dass der Schriftzug verschwindet geht übrigens nicht allein auf das Konto des Haus des Meeres. Lawrence Weiner selbst hatte den Wunsch geäußert, den Schriftzug von der Fassade entfernen zu lassen.

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