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News Text: Katharina Widholm

Straßenschlacht bei Demonstration: Polizist mit Steinen beworfen

Die Kurden-Demo "Freiheit für Abdulah Öcalan" am Montag den 12.2. eskalierte gewaltig. Demonstrationsteilnehmer und türkische Passanten gingen im Bereich der Linzer Straße aufeinander los, sogar die WEGA musste einrücken. Ein Beamter in zivil wurde von einer Demonstrationsteilnehmerin mit Steinen beworfen.

Demo mit Transparenten mit Bildern von Abdulah Öcalan
© Juan Pablo Arancibia Medina | Bei der Demo wurde die Freilassung von Abdulah Öcalan gefordert

Das zwischen Kurden und Türken alles andere als eitel Sonnenschein ist längst bekannt. Auch in Wien kam es bereits zu mehren öffentlichen Konflikten. Der jüngste kam am 12.2.2018 zustande, als im Zuge der durch Kurden initiierten Kundgebung "Freiheit für Abdulah Öcalan" zu gewaltsamen Ausschreitungen kam

Kurden-Demo in Wien: Die Hintergründe

Die Demo startete um 14:30 Uhr im Bereich der Linzer Straße und führte von der Schlossalle, über die Mariahilfer Straße bis zum Platz der Menschenrechte. An der Kundgebung nahmen ca. 550 Menschen teil. Grund des Protest war die Gefangenschaft von Abdulah Öcalan, seines Zeichens einer der Frontfiguren der Kurdenpartei PKK. Öcalan ist bereits seit 1999 inhaftiert und war zwischenzeitlich zum Tode verurteilt. Die PKK selbst hat in der Türkei, der EU und in den USA den Status einer Terrororganisation und ist verboten. 

Eskalation: Ausschreitungen zwischen Demoteilnehmern, Passanten und Polizei

Der Demonstrationszug hatte noch nicht einmal richtig angefangen, als sich Ärger ankündigte: bereits auf der Linzer Straße kam es zu Auseinandersetzungen der Demonstranten mit einer Gruppe türkischer Jugendlicher. Die Provokationen hatten zur Folge, dass einige der Demonstrationteilnehmer versuchten, sich ihren Weg zu der Gruppe zu bahnen. Um Handgreiflichkeiten zu verhindern, schritten Polizisten ein, die die Demo begleiteten und geritten dabei selbst in die Schusslinie: einige der Demonstranten reagierten aggressiv und attackierten die Einsatzkräfte mit Schlägen und Fußtritten. Da die Situation sehr schnell eskalierte musste die WEGA, sowie Hundediensteinheiten anrücken. 

Polizist mit Steinen beworfen

Diese zusätzlichen Einsatzkräfte erwiesen sich auch als dringend benötigte Helfer: die Ausschreitungen wurden immer gefährlicher, da die Stimmung durch provozierende Zurufe, die von Zuschauern aus Wohnungsfenstern getätigt wurden zusätzlich angeheizt wurde. Schließlich wurde einer der Polizisten, der bei der Veranstaltung in ziviler Kleidung zugegen war, von einer Demonstrationsteilnehmerin mit Steinen beworfen und verletzt. Bei der Täterin handelte es sich um eine 48-jährigen mit österreichischer Staatabürgerschaft Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und versuchter schwerer Körperverletzung wurde die Frau daraufhin in Gewahrsam genommen. Als der Demonstrationszug in die Wiener Innenstadt vordrang, beruhigte sich die Situation und es kam zu keinen weiteren Vorfällen.

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