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Eröffnung Stadlauer Strasse

Informationen über die Eröffnung der Stadlauer Strasse.

Bezirksvorsteher Scheed: Neue Stadlauer Straße stärkt die Wirtschaft

Die Stadlauer Straße verbindet Stadlau mit Hirschstetten und ist für die Erschließung der lokalen Gewerbebetriebe und Einkaufsmärkte von entscheidender Bedeutung. Vor dem Straßenumbau hatte die Stadlauer Straße eher den Charakter einer Landstraße denn einer modernen Stadtstraße. Bei zahlreichen Unebenheiten im Fahrbahnbelag, einer unzureichenden Straßenentwässerung, unbefestigten Parkspuren und Banketten und teilweise fehlenden Gehsteigen war eine Sanierung der Hauptstraße unerlässlich.

Zusätzlich kam es an der niveaugleichen Eisenbahnkreuzung vor allem zur Hauptverkehrszeit immer wieder zu längeren Wartezeiten. Die schienengleiche Kreuzung stellte eine Unfallgefahr dar, war sicherungstechnisch aufwändig und behinderte nicht nur den Straßen- sondern auch den Schienenverkehr. Auch für die Fahrgäste der S80 ist die Situation unbefriedigend: die auf einer eingleisigen Strecke möglichen Zugfolgen sind nicht ausreichend. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben die ÖBB im Zuge des Ausbaus der S80 und der Verbindung Wien Bratislava eine Bahnunterführung errichtet.

Eine Neugestaltung der Stadlauer Straße mit Niveaufreimachung des Bahnüberganges war in Hinblick auf die Erschließungsfunktion sowohl für die Wohnbevölkerung als auch die Gewerbebetriebe notwendig. "Insgesamt 17 Mio. Euro haben hierfür die ÖBB (13,5 Mio. EUR) und die Stadt Wien (3,5 Mio. EUR) investiert und damit einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivierung des Betriebsstandortes Stadlau und Hirschstetten geleistet", unterstreicht der Bezirksvorsteher der Donaustadt, Norbert Scheed. "Mit dem Straßenausbau werden die Betriebsstandorte im Einzugsbereich der Stadlauer Straße aufgewertet und damit die Unternehmen im Bezirk gehalten" so Scheed und ergänzt: "Auch die Wohnbevölkerung und Kleingärtner im östlichen Teil der Stadlauer Straße profitieren vom Straßenausbau. Über die neuen Radwege sind sie sicher und bequem unterwegs".

Niveaufreimachung Stadlauer Straße

Der Marchegger Ast der Ostbahn stellt die optimale Trasse zur Verbindung der Städte Wien - Bratislava dar. Nach Vollausbau der Strecke wird man künftig in 45 Minuten vom Zentrum Wiens bis ins Zentrum Bratislavas reisen können. Mit dem Ausbau der S 80 zwischen Wien Süd und Hausfeldstraße wird auch dem Bedarf nach einer leistungsfähigen Pendlerverbindung entsprochen.

Die mittels Bahnschranken geregelte Eisenbahnkreuzung in der Stadlauer Straße wurde aufgelöst, indem die Gleistrasse um ca. 4,5 m angehoben und die Straße um etwa 2,5 m abgesenkt wurde. Die Stadlauer Straße unterfährt nun ein modernes Brückentragwerk für drei Gleise.

Um durch die Anhebung der Gleistrasse nicht unnötig Grund zu vergeuden, der in urbanen Räumen ein kostbares Gut darstellt, wurden anstelle eines Bahndammes weitgehend Stützmauern und Steinschlichtungen errichtet.

Eine Lärmschutzwand schützt die anschließenden Wohnbereiche vor Schienenlärm. Das Brückentragwerk wurde mit dämmenden Einlagen ausgerüstet, die verhindern, dass Erschütterungen oder Körperschall aus dem Tragwerk emittiert werden.

Die umfangreichen bautechnischen Maßnahmen ließen eine provisorische Eisenbahnkreuzung nicht zu und so mussten sich Autofahrer- und auch Fußgänger/innen auf weitläufige Umleitungen während der Bauzeit einrichten.

Neugestaltung Stadlauer Straße

Der öffentliche Straßenraum ist die "Visitenkarte" der Anrainer/innen im Einzugsbereich einer Straße. Neben der Funktionalität ist deshalb ein attraktives Erscheinungsbild nicht nur für die Wohnbevölkerung sondern auch für die Betriebe und Unternehmen an der Stadlauer Straße von Bedeutung.

Die neue Straße erhielt eine Fahrspur je Fahrtrichtung für den Autoverkehr. Vor der Kreuzung Hirschstettner Straße wurde eine Rechts- und eine Linksabbiegespur zur Vermeidung früherer Stauprobleme angeordnet. Auch vor der Erzherzog-Karl-Straße sowie zu den großen Betrieben und Einkaufsmärkten gibt es die erforderlichen Abbiegespuren. "Damit sind die Betriebe in der Stadlauer Straße sowohl von Osten als auch von Westen direkt erreichbar", freut sich Bezirksvorsteher Scheed.

Im Abschnitt zwischen Erzherzog-Karl-Straße und Bahnunterführung gewährleistet eine eigene Busspur ein flottes Vorwärtskommen für die Öffis. Ausreichend breite Gehsteige und Radfahranlagen ermöglichen auch Fußgänger/innen und Radfahrer/innen eine sichere und bequeme Nutzung der Straße. "Zwischen Erzherzog-Karl-Straße und Bahnunterführung können die Radfahrer/innen die Bustrasse mitbenützen. Von der ÖBB-Trasse bis zur Hirschstettner Straße gibt es auf beiden Straßenseiten richtungsgebundene Radfahranlagen", erläutert Dipl.-Ing. Elisabeth Alexander, Abteilungsleiter-Stellvertreterin der MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau und ergänzt: "Um in den Bestand des Auparkes mit zusätzlichen Böschungsflächen so wenig wie möglich einzugreifen, wird der ostseitige Gehweg als gemischter Geh- und Radweg im Park geführt".

Nur 1,5 Jahre Bauzeit für das Großbauvorhaben

Am 7. Februar 2005 haben die Bauarbeiten in der Stadlauer Straße mit Herstellung des neuen Kanals der Stadlauer Straße begonnen. Ab Anfang Mai errichteten die ÖBB das für die Herstellung der Unterführung benötigte Gleisprovisorium. Baubeginn für die Bahnbrücke war am 15. Juni 2005. Die Anhebung der Bahntrasse erfolgte in zwei Bauphasen: die erste wurde knapp vor Weihnachten abgeschlossen und der Bahnbetrieb verlagerte sich wieder vom Gleisprovisorium auf seine endgültige Trasse. Im Frühjahr 2006 wurde das Gleisprovisorium abgetragen und der Bahnkörper in der zweiten großen Bauphase Richtung Osten erweitert.

Der Straßenumbau der MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau begann im November 2005 im östlichen Abschnitt der Stadlauer Straße zwischen Bahntrasse und Hirschstettner Straße. "Die Straßenbauarbeiten wurde mit jenen der ÖBB am 19. Mai 2006 beendet und die Stadlauer Straße mit der neuen Bahnunterführung provisorisch für den Verkehr frei gegeben. Der Umbau des westlichen Abschnittes der Stadlauer Straße erfolgte bei Aufrechterhaltung eines Fahrstreifens je Fahrtrichtung von 22. Mai bis 18. September 2006", führte Dipl.-Ing. Harald Schlee, Leiter der Baugruppe für den 22. Bezirk aus. "In Summe wurden rund 17.000m² Straßenfläche neu gestaltet".

"Insgesamt wurde 1 ½ Jahre in der Stadlauer Straße gebaut - eine lange Zeit , in der die Geduld der Anrainer/innen auf eine harte Probe gestellt wurde. Das Warten hat sich jedoch gelohnt: wir haben nicht nur eine neue Bahnunterführung bekommen, wodurch die früheren Wartezeiten vor dem geschlossenen Bahnschranken entfallen. Die Stadlauer Straße ist jetzt eine moderne und sichere Stadtstraße mit allem was dazu gehört: Gehsteigen, Radwegen, Baumreihen, einer Busspur und natürlich auch den erforderlichen Fahrspuren und Abbiegespuren vor den Kreuzungen mit der Erzherzog- Karl-Straße und der Hirschstettner Straße" bilanziert Bezirksvorsteher Norbert Scheed und ergänzt: "Ich danke allen Beteiligten für das tolle Ergebnis. "Gute Fahrt" allen, die in der Stadlauer Straße unterwegs sind, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem öffentlichen Autobus oder dem Auto".

Informationen zu wichtigen Straßenbauvorhaben der MA 28 finden Sie im Internet unter www.strassen.wien.at/.

 

Text: Rathauskorrespondenz

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