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Aktion Scharf gegen Hütchenspieler

Die Hütchenspieler tauchen wieder auf Wiens Straßen auf. Mit einer "Aktion Scharf" der Wiener Polizei in Kooperation mit der Stadt Wien soll dem verbotenen Glückspiel auf der Straße der Garaus gemacht werden.

menschentraube um hütchenspieler
© Ralf Roletschek/wikimedia | Das Hütchenspiel ist in vielen Städten bekannt.

Wer ist ihnen nicht schon mal begegnet, im Urlaub zum Beispiel. Nichtsahnend schlendernd durch die unbekannte Stadt, die man als Städtetourist gerade am entdecken ist, offen für Neues. Plötzlich, wie aus dem Nichts ist man mit der Verlockung des Spiels konfrontiert. Es bildet sich eine kleine Menschentraube, man selbst mittendrin, das simple Spiel beobachtend. Mit gekonnter Animation lockt der Hütchenspieler mit seinen Kumpanen zum Mitspielen und schon zieht der Gedanke an die eigene Überlegenheit die erste Münze aus dem Sack. Zuhause hat man dann etwas zu erzählen, ärgern tut man sich aber doch über die eigene Leichtsinnigkeit, denn mit dem Gewinnen war natürlich nichts.

 

 

Jetzt in der Vorweihnachtszeit tauchen die Hütchenspieler auch wieder auf den Wiener Straßen auf. Mit einer „Aktion Scharf“ in Sachen Hütchenspiel will die Stadt Wien in Kooperation mit der Wiener Polizei dem Hütchenspiel keine Chance lassen. Daher gibt es ab jetzt strenge Kontrollen in ganz Wien.

„Wir haben vor Jahren mit strengen Kontrollen und hohen Strafen die Hütchenspieler in den Griff bekommen, nun findet man sie wieder vereinzelt und das dulden wir keinesfalls in unserer Stadt“, so die zuständige Stadträtin Ulli Sima.

Was tun, bei Hütchenspieler auf der Straße

Wenn man Hütchenspieler auf der Straße begegnet, ist die erste Devise - nicht mitspielen, denn man kann nicht gewinnen. (Sehen Sie im Video von SpiegelTV, wie der "Hütchentrick" funktioniert). Im Idealfall rufen Sie die Polizei und bleiben vor Ort, um Hinweise geben zu können, in welche Richtung die Spieler verschwunden sind, sollten sie flüchten.

Hohe Strafen als Abschreckung

Laut Veranstaltungsgesetz können Hütchenspieler beim ersten Aufgriff mit bis zu 7.000 Euro bestraft werden, Gegenstände für das Hütchenspiel werden sofort beschlagnahmt. Wenn ein Hütchenspieler innerhalb der letzten 9 Monate bereits einmal rechtskräftig bestraft wurde und erneut aufgegriffen wird, kann eine neuerliche Strafe von bis zu 7.000 Euro ausgesprochen werden, anstatt der Geldstrafe kann eine Freiheitsstrafe von bis zu 6 Wochen verhängt werden. Beim dritten Mal innerhalb von 15 Monaten wird vom Gericht eine Freiheitstrafe von bis zu 6 Monaten verhängt.

„Die harten Strafen dienen zur Abschreckung, denn wir wollen diese illegalen Machenschaften in unserer Stadt nicht, man kann bei so einem Spiel nicht gewinnen, die Menschen werden abgezockt und das lassen wir nicht zu“, so Sima.

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