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Kirchen Text: Gerhard Frey

Maria Elend Kirche in Leopoldau

Informationen über die Kirche Maria Elend in Wien Leopoldau, die schon Überschwemmung, Feuer und die Pest miterlebt hat. Lesen Sie hier alles zur Geschichte dieser Kirche! Sie ist bis heute der gesellschaftliche Mittelpunkt der Katholiken in Leopoldau.

Maria Elend-Kirche in Leopoldau bei strahlend blauem Himmel.
© Bwag | Kirche als Mittelpunkt des Dorfes

Die lange Geschichte einer Kirche

Am 12. Jänner 1485 wurde die Pfarre Leopoldau von der Mutterpfarre Kagran abgetrennt. Im Jahr 1489 wurden Kagran und Leopoldau durch einen breiten Wasserstrom, entstanden durch eine Überschwemmung, vermeintlich für immer getrennt. Daher wurde die Kapelle zur eigenen Pfarrkirche ernannt. Die neue Pfarrkirche erhielt das Patrozinium "Maria im Elend" oder "Maria auf der Flucht nach Ägypten". Der ursprüngliche Name lautete "Eypeltau".

Der erste Pfarrer war Priester Martin Gaunersdorfer, der kein eigenes Einkommen hatte und dadurch fand sich nach seinem Verschwinden kein neuer Pfarrer. Deshalb mußte ein Pfarrer mit Langenzersdorf geteilt werden.

Um die Wende zum 17. Jhdt. zeichnete sich auch in Leopoldau eine starke Strömung der Katholiken in Richtung des evangelischen Glaubens ab.

Das 17. Jhdt. zog weitere Katastrophen mit sich (Pest, Brände, Türkenbelagerung). Danach fand eine "Aufwärtsentwicklung" statt.

Aber 1773 vernichtete ein großes Feuer 54 Häuser in Leopoldau. Daraufhin ließ die Pfarrgemeinde jährlich, am Sonntag nach Christi Himmelfahrt, in der Kirche ein Mittamt abhalten: "Der Ort möge von neuerlichem, ähnlichem Unglück verschont bleiben." Diese Bittmessen wurden bis 1869 abgehalten. Weiters blieb die Pfarre Leopoldau von weiteren Katastrophen (Einfall der Franzosen) weitgehend verschont, dadurch konnte die Pfarrgemeinde ihrem Gotteshaus größere Opfer bringen (neue Kuppel, neue Glocke, neue Friedhofsmauer, etc.). Weiters wurde die Kirche in den Jahren 1896-98 generalsaniert.

1920 kam es zur Gründung der KFO ("Katholische Frauenorganisation"). 1921 wurde die Glocke der Kirche, die im Weltkrieg abmontiert worden war, wieder montiert. 1924 wurde die Kirche neuerlich renoviert. Anfang 1930 fanden "Exerzitienvorträge für Frauen und Jungfrauen" in Leopoldau statt.

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