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Kirchen Text: Gerhard Frey

Kirche in Groß-Jedlersdorf

Die Kirche bzw. Pfarre Groß-Jedlersdorf in Wien hat schon viel mitgemacht! Lesen Sie hier mehr über ihre Geschichte - von der ersten urkundlichen Erwähnung von Jedlersdorf, über die Türkenbelagerung bis zur Eingliederung in die Gemeinde Floridsdorf!

Bild von Kirche in Groß-Jedlersdorf und ihrem Vorplatz, auf dem ein paar Parkbänke stehen.
© Anton-kurt | Kirchenvorplatz in Groß-Jedlersdorf

Die Geschichte von Groß-Jedlersdorf

Gründung: 1783 (ursprünglich bei Kagran, dann eigene Pfarre durch Joseph II) älteste Bezeichnung von Groß-Jedlersdorf: Urliugestorf bedeutet entweder Name des Gründers oder Kriegsdorf

Zeittafel

1150 aufscheinen des Namens in Urkunden

1199 Schenkung einiger Inseln an Stift Klosterneuburg

1260 Przemysl Ottokar schlichtet Streit zwischen Alpiltowe (Leopoldau) und Urliugestorf (nach einem Hochwasser waren Grenzstreitigkeiten um die Wanklacken ausgebrochen)

1280 Rudolf von Habsburg unterstellt Urliugestorf einem Dominikaner Frauenkloster in Tulln (bis 1782) Immer wieder Überschwemmungen und Angriffe von Feinden aus dem Osten

1529 Türken brennen Jedlersdorf nieder

1538-83 eigene Pfarre (vorher und nachher Filiale der Pfarre Kagran)

Mitte 17 Jhdt. Trillerkreuz (Pfeiler aus Eggenburger Sandstein mit Metallkreuz; 3,20 m hoch; zeigt Christus am Ölberge; auch Arma von Christi Kreuz genannt) = Wahrzeichen, von denen in Wien wenige erhalten sind

1683 Türken brennen es wieder nieder; Pest wütet (1713/14 nur mehr 37 Einwohner). Jede Messe außer am 4. November bedurfte der Genehmigung des Pfarrers von Kagran (Gnadenbild). Bild von Maria läßt Brand erlöschen - besondere Verehrung durch Wallfahrer z. B.: päpstl. Nuntius und Maria Theresia mit ihren Kindern. Klein Maria Taferl häufig für Ort als Name verwendet

Kagraner Pfarren beansprucht Teil der Wallfahrtseinnahmen - Streit

Bewohner von Jedlersdorf erweitern die Kapelle

1776 eigene Schule, 1. Lehrer; Johann Georg Fuchs (ist zugleich Mesner)

1782 Joseph II löst Kloster in Tulln auf ( Jedlersdorf wird von Staatsprüferadministration verwaltet

1783 eigene Pfarre von Joseph II bewilligt, 1. Pfarrer: Karl Endres

1785 Vergrößerung, Turm

1782 Entstehung von Klein-Jedlersdorf oder Jedlersdorf am Spitz

1807 Wensel Summer kauft Herrschaft über Jedlersdorf (Pfarre 1796-1803)

1809 von Franzosen niedergebrannt. Gnadenbild (wurde nach Brand von Katharina Dattler aufbewahrt) kommt in Kaumeliterkirche in Leopoldstadt, trotzdem weiter Wallfahrten, ab 1819 von Pfarrer Wensel Zettl von Jedlesee verwaltet

1824 eigener Pfarrer Martin Wannemacher, holt Gnadenbild zurück

1883 Hundertjahrjubiläum

1845 Jedlersdorf am Spitz zu Pfarre Floridsdorf

1874 zu Gemeinde Floridsdorf

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