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Wien Text: Kathrin Theuermann

Die Wiener Ampelpärchen sorgen für „Aufregung“

Bereits an 49 Ampelstandorten in Wien zeigen Ampelmann und Ampelfrau, beziehungsweise zwei Frauen oder zwei Männer, Gehen oder Stehen an. Sie sollen aber nicht nur ein Symbol für mehr Toleranz und Weltoffenheit sein, sondern auch für mehr Aufmerksamkeit im Verkehr sorgen. Die Vermarktung der Ampelpärchen als Souvenirartikel ist bereits im Gange.

© Dollarphotoclub/marem |

Ampelmann und Ampelfrau

Anlässlich des Life Balls, des Songcontest und der Regenbogenparade sind 49 Wiener Fußgängerampeln auf drei Sujets- ein Paar aus Mann und Frau, zwei Frauen sowie zwei Männer- jeweils mit einem Herzchen umgestellt worden. Ursprünglich war geplant, die Aktion bis Ende Juni zu befristen. Allerdings dürfen Ampelmann und Ampelfrau (in allen drei Kombinationen) jetzt laut der zuständigen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) auf den bestehenden Signalanlagen dauerhaft bleiben.

Vor allem eine Facebook- Gruppe „Die Wiener Ampelpärchen sollen bleiben“ mit mittlerweile über 21.000 „Gefällt mir“ Angaben, hat sich massiv für den Verbleib der Pärchen eingesetzt. Die Stadt Wien möchte mit den neuen Ampeln aber nicht nur ein Zeichen in Sachen Toleranz und Weltoffenheit setzen.

Im Hintergrund dieser 63.000 Euro teure steht ein ursprünglich zeitlich begrenzter Versuch, die Verkehrssicherheit durch Ampeln mit neuen Sujets zu verbessern. Denn vor der Installation der neuen Sujets wurde gezählt, wie häufig Menschen an diesen Kreuzungen die roten Ampeln ignorieren. Nun soll erhoben werden, inwiefern die Ampelpaare dieses Verhalten ändern. Eine ähnliche Studie über die Sichtbarkeit der Ampel wurde bereits zum Berliner Ampelmännchen durchgeführt. 

Wiens homo- und heterosexuelle Ampelpärchen haben breite internationale Resonanz gefunden und schafften es unter anderem in die „New York Times“, die BBC und die „Washington Post“. Die kollektive Begeisterung ist anscheinend so groß, dass sie nicht nur permanent bleiben dürfen sondern sich auch vervielfachen werden.

Die neuen Ampelfiguren als Souvenir

Ab sofort werden von den Wiener Grünen die Sujets auch als T-Shirts vermarktet und in der Planungswerkstatt beim Rathaus  zum Preis von je fünf Euro verkauft. Im Vienna Store in de Herrengasse gibt es bereits Postkarten mit den Ampelpärchen. Es sollen auch Häferln und Magneten mit den rot- grünen Ampel- Sujets folgen. Inzwischen hat auch München das Wiener Vorbild kopiert und führt rechtzeitig zum „Christopher Street Day“  am 11. Juli Ampelmännchen als gleichgeschlechtliche Paare ein.

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