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Wien Text: Kathrin Gegner

Neue Ampelmännchen: Beherzt über die Straße gehen

Die große Party des Eurovision Song Contest ist vorbei und doch hat die Stadt Wien nun etwas das bleibt: Die Ampelpärchen. In drei verschiedenen Ausführungen (zwei Männer, zwei Frauen, Mann und Frau) und mit Herz sind sie auf Wiener Fußgängerampeln zu finden und weisen die FußgängerInnen charmant darauf hin was zu tun ist: rotes Pärchen = stehen, grünes Pärchen = gehen. Die Meinungen sind erwartungsgemäß gespalten. Kritiker bemängeln vor allem die Kosten. Und doch haben die Ampelpärchen schon zahlreiche Fans gefunden. Sogar auf Souvenirs sind die neuen Ampelmännchen schon gedruckt.

Vorschläge für neue Ampeln!
© facebook.com/ Die Wiener Ampelpärchen sollen bleiben | Ampelmann mit oder ohne Hut war gestern? Wird Wien die neue Stadt mit Ampelmännchen- pardon: Ampelpärchen-Kult? Mehr Aufmerksamkeit an den Fußgängerampeln soll die Verkehrssicherheit erhöhen.

Neuer Ampelpärchen-Kult?

Bei Andenken und Ampeln kommt sofort der Gedanke an den sympathischen Mann mit Hut – das kultige Ost-Ampelmännchen in Berlin. Wär es nicht überhaupt eine wunderbare Idee, wenn jede Stadt ihre eigenen, kreativen Ampelmännchen hätte? Noch dazu, wenn sie für Toleranz und Weltoffenheit stehen? Gerade in den globalisierten Fußgängerzonen mit immer gleichen Läden ähneln sich viele Städte so sehr, dass eine Ampelvielfalt willkommene Abwechslung und Wiedererkennungswert verspricht.

Gestaltungsspielraum

Die Straßenverkehrsordnung in Österreich lässt durchaus Raum für kreative Gestaltung der Ampelmännchen: „Zur gesonderten Regelung des Verkehrs auf einzelnen Fahrstreifen oder für bestimmte Gruppen von Straßenbenützern, wie etwa Fußgänger, Radfahrer oder Fahrzeuge des Kraftfahrlinienverkehrs sowie Taxifahrzeuge, dürfen auch andere leicht erkennbare Lichtzeichen verwendet werden“ (§38(8) StVO).

Sicherheit geht vor

In puncto Sympathie können die neuen Ampelpärchen schon jetzt bei vielen Wiener Passanten und Touristen punkten. Doch wie steht es mit der Sicherheit? Die Stadt Wien erhofft sich von den neuen Ampelmännchen gerade das – mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr.

Zum Thema Sichtbarkeit von Ampelmännchen lohnt ein Blick auf eine Studie von Wissenschaftlern der Jakobs University Bremen. Diese vergleicht die Standard-Ampelmännchen mit den ostdeutschen Ampelmännchen hinsichtlich ihrer visuellen Effektivität. Die Forscher fanden unter anderem heraus, dass die Versuchspersonen schneller auf die Ost-Ampelmännchen reagierten als auf die Standardvariante. Ob die Wiener Ampelpärchen wohl ähnliche Vorteile bieten? Eine laufende Studie soll zeigen, ob sich die Aufmerksamkeit an Wiener Ampeln tatsächlich verbessert. Für mediale Aufmerksamkeit weit über Wien hinaus haben die neuen Ampelmännchen auf jeden Fall schon gesorgt.

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