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Jürgen Weber
Stadthalle Text: Jürgen Weber

HAIR The American Tribal Love Rock Musical

28. Februar 2016: Das Anti-Kriegs-Musical "Hair" gastiert wieder in Wien. Die Wiener Stadthalle zeigt neben einer aktuellen Inszenierung der Songperlen "Let the sunshine in" oder "Aquarius" vor allem auch ein Sittenbild der Sechziger Jahre: Esoterik, Räucherstäbchen, LSD und freie Liebe. Aber auch ein wichtiges Statement gegen Rassismus, Krieg und Autoritäten.

Die klassische Geste des Antikriegs-Musicals mit US-Amerika-Fahne
© LS Konzertagentur | Hair - Let the Sunshine in

HAIR - Let the Sunshine In

Wiener Stadthallehttp://www.wien-ticket.at/de/ticket/26612/hair-wiener-stadthalle-halle-f-wien?gclid=CPSrnL2Xz8kCFQYcGwodHAcP0w

DAS Musical mit vielen Songs in exzellenter Choreographie

Ein Musical mit Lebensgefühl

Der Traum von einer herrschaftsfreien Gesellschaft in der alle Blumen im Haar tragen und es keine Kriege mehr gibt, ist auch - aller Voraussicht nach - 2016 immer noch nicht ausgeträumt. Was heute fehlt sind vielleicht die Blumenkinder, die an ein solches Glück noch glauben wollen. Aber in dem zeitlosen amerikanischen Musical HAIR scheint alles wieder möglich: die Hippiebewegung der 68er transformiert darin nicht nur ein neues Lebensgefühl, sondern auch ganz schön viel coole Musik, die wiederum auch europäische Werte vermittelt: eine Gesellschaft jenseits von Krieg, Rassentrennung und Autorität. 30 Songs von denen allein die Titelaufzählung schon zum Genuss wird:

  • Aquarius
  • Let the Sunshine in
  • Ain't Got No
  • Hair
  • Where Do I Go?
  • Easy to Be Hard
  • u.v.a.m.

Let the Sunshine in

Im Zeichen des neuen Wassermannzeitalters ("Aquarius") wird die Geschichte der aus patriotisch-bürgerlichen Verhältnissen kommenden Claude H. Bukowski und er Hippie-Truppe um George Berger erzählt. Als Claude zur Einberufung nach New York muss, opfert sich Berger seiner statt und muss nach Vietnam in den Krieg ziehen. Claude's neue Freundin Sheila dürfte den Ausschlag geben, dass er schließlich den pazifistischen Ideale seiner neuen Freunde folgt und beschließt den Einberufungsbefehl wie so viele anderer seiner Generation zu verbrennen. Eine Gefängnisstrafe und gesellschaftliche Ächtung müssen dafür aber in Kauf genommen werden. Oder wie für Berger der Tod. Das Schlussbild zeigt die Freunde am Grab des gefallenen Soldaten.

Tanz, Choreographie und ganz viel coole Musik

Das Musical HAIR reflektiert auch heute noch die Gefühle vieler jungen Leute und zeigt, dass der Krieg nach wie vor keine Lösung für sie darstellt, Konflikte zu regeln. Das Musical HAIR, das nach dem gleichnamigen Film (Regie: Milos Forman) seinen Siegeszug antrat und seither immer wieder neu inszeniert wurde, ist nicht nur eine brillante Show aus Tanz, Musik und farbenfrohen Kostümen, sondern auch eine dramatische Geschichtsstunde. Tiefsinnige Lyrik, atemberaubende Lieder und Choreografien machen HAIR auch heute noch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Tournee 2016 führt in sechs Länder in fünf Monaten und wird ca. 100 Vorstellungen umfassen.

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