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Jürgen Weber
Stadthalle Text: Jürgen Weber

Depeche Mode: Konzert der Synthi-Helden der 80er

4. Februar 2018: Mehr als 100 Millionen verkaufter Alben und Live-Konzerten vor über 30 Millionen Fans in aller Welt haben Depeche Mode schon hinter sich und dennoch: the best is yet to come! Mit „Spirit“ – das 14. Album - veröffentlichten sie einen Longplayer, der sogar politisch ist und sind ab sofort auf ihrer 12. Welttournee demnächst auch in Wien.

Leder, Lack und Lidschatten. Depeche Mode, der Kult der 80iger ist zurück
© Live Nation | Depeche Mode spielen auf ihrer Global Spirit Welttournee auch in Wien

Depeche Mode Global Spirit Tournee

Live in der Wiener Stadthalle

4. Februar 2018

Global Spirit Tour von Depeche Mode

„You’ve been pissed on/For too long/Your rights abused/Your views refused/They manipulate and threaten/With terror as a weapon/Scare you till you’re stupefied/Wear you down until you’re on their side“, singt Dave Gahan im neuesten Hit von Depeche Mode namens  „Where’s the Revolution?“. Aber auch in „Scum“ geben sich die Mannen der Kultband, die seit Anfang der Achtziger besteht, politisch, denn der Song könnte an den viel zitierten White Trash gerichtet sein, der einen Präsidenten wie Donald Trump ans Ruder brachte. Auch wenn Depeche Mode aus Basildon Essex/England stammen, sind ihre Themen längst kosmopolitisch, wenn man dem Lied „Cover Me“ näher zuhört – in dem sie einen Menschen besingen, dem hier auf der Erde alles über den Kopf wächst und der dann auf einen anderen Planeten flieht, um dort dann festzustellen, dass es dort um nichts besser ist – sogar universal: 500 Millionen Fans weltweit sprechen eine eigene Sprache.

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Musik: Pop, Haltung: Punk

Als Gahan 1980 zu Depeche Mode stieß, waren sie noch eine Synthesizer-Band und wurden in den Hochzeiten des Punk von Journalisten kritisch beäugt. Aber Martin Gore, Vince Clarke, Andy Fletcher und Dave Gahan waren dennoch von der DIY-Ideologie des Punks beeinflusst. Dave „the cat“ Gahan (*1962) ist im Laufe seiner fünf Dekaden dem Sensenmann schon einige Male von der Schaufel gesprungen, weswegen er innerhalb seiner Band auch „die Katze“ genannt wird.

Seine Drogenexzesse sind Legende, einmal war er sogar für zwei Minuten klinisch tot. Als er sich aus dem Drogensumpf endlich befreit hatte, kam eine Blasentumor, der entfernt werden musste. Heute lebt der 54-jährige in New York und erfreut sich wieder bester Gesundheit. Seine Tochter ging mit der David Bowies in dieselbe Schule und er verstand sich auch sehr gut mit Iman, der Frau von Bowie. Als dieser starb habe Gahan sich sehr verletzlich gefühlt, wie er unlängst einem deutschen Wochenmagazin gestand. „Eine Platte von David Bowie brachte mir mehr bei als ein Schuljahr“ gesteht Gahan in demselben Interview, „und damit meine ich nicht nur Texte mit gewichtigen Botschaften, sondern Melodien, überhaupt das mächtige Gefühl, das ein gutes Lied transportiert.“ 

Teenager mit 54

Gahan fühlt sich auch mit 54 wie ein Teenager, aber eben wie ein vernünftiger Teeenager. „Es ist sehr bizarr, so alt zu sein.“, meint Gahan, aber seine Kinder würden ihn nach seinen kindischen Anfällen ohnehin ermahnen, endlich erwachsen zu werden. Depeche Mode werden sich bei ihrem Konzert in der Wiener Stadthalle gleich an mehrere Generationen von Fans richten, denn besonders in den deutschsprachigen Ländern ist der Zuwachs zur ohnehin überdimensional großen Fanbasis immer noch ungebrochen. Das mag daran liegen, dass Depeche Mode im von den Deutschen während des Weltkrieges zerbombten Basildon aufwuchsen, das zur Zeit ihrer Geburt gerade als harte Industrielandschaft für Arbeiter wiederaufgebaut wurde oder dass sie in ihrer Jugend gerne Kraftwerk hörten. 

Band-Besetzung Depeche Mode Wien

Dave Gahan, Martin Gore and Andy Fletcher 

“We're exceptionally proud of Spirit's sound and energy, and we're excited to get back on tour to share it with our fans around the world.", so Dave Gahan am Beginn der Welttournee 2016/17.


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