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Peter Westenthaler

Peter Westenthaler im Interview mit stadt-wien.at zur Miss Austria Wahl 2008 und zur Frauenpolitik.

Peter Westenthaler im Interview mit stadt-wien.at zur Miss Austria 2008 und zur Frauenpolitik.
Peter Westenthaler. © stadt-wien.at

Peter Westenthaler bei Miss Austria 2008

Peter Westenthaler, BZÖ, im Interview mit stadt-wien.at zur Miss Austria 2008 und zur Frauenpolitik.

Herr Westenthaler, was führt Sie zu einer Miss-Wahl?

Zum ersten natürlich die schönen Damen, die ich mir gerne ansehe. Der zweite Grund, ist, dass das ein bisschen ein Heimkommen ins Magna Racino ist, wo ich zwei sehr schöne Berufsjahre hatte.

Wie wird in Zukunft Ihre Frauenpolitik aussehen?

Das Wichtigste ist, dass man danach trachtet, dass endlich die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern aufgehoben werden. Man muss Unternehmen fördern, die Frauen nach Bildungs- und Erziehungskarenz zu höheren Gehältern einstellen und nicht zu den gleich gebliebenen, wenn sie drei oder vier Jahre weg waren. Es sollte für gleiche Leistung und gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn geben. Es ist im Moment noch immer ein enormer Unterschied in der Bezahlung von Männern und Frauen, und das ist unfair.

Wo wollen Sie ansetzen, um diese Ziele umzusetzen?

Ich glaube, dass  Unternehmen entlastet werden sollten, die Frauen nach einer gewissen Zeit, wo sie nicht im Unternehmen waren, zu einem höheren Einkommen wieder anstellen - zum Beispiel über die Lohnnebenkosten. Im Moment ist es so: Wenn eine Frau nach der Karenz zurückkommt, dann steigt sie mit dem Gehalt ein, mit dem sie gegangen ist. Das ist unfair und ungerecht, denn sie leistet ja etwas in dieser Zeit.

Wesentlicher Punkt, wenn wir über das Thema Frauen und Beruf reden: Die Öffnungszeiten im Handel, wo Frauen oft bis um neun oder zehn Uhr abends tätig sind: Wie ist Ihre Meinung dazu? Kann man deren Situation verbessern und trotzdem die Wirtschaft oben halten?

Als Wirtschaftsliberaler bin ich natürlich auch für möglichst lange Öffnungszeiten. Andererseits muss es der Frau im Handel freigestellt sein, wie sie ihre Arbeitszeit einteilt, denn nur weil die Öffnungszeiten verlängert werden, heißt das ja nicht, dass auch die Arbeitszeit der Frau verlängert werden soll. Es gibt genug Frauen, die auch länger oder auch am Wochenende arbeiten wollen. Dann müssen sie aber für diese Zeit besser bezahlt werden, das heißt, ein 100-prozentiger Lohnzuschlag bei den Arbeitszeiten über der Normalarbeitszeit ist eine legitime Forderung. Die Frauen müssen fairerweise aber auch ihren freien Tag in der Woche haben. Ob das jetzt der Sonntag ist oder ein anderer Tag, das soll der Frau freigestellt werden, und sie muss natürlich in Zeiten der Kindererziehung die Möglichkeit haben, ihre Familie zu betreuen und nicht zu vernachlässigen. Wenn das gegeben ist, und ich glaube, dass die österreichischen Unternehmer das durchaus auch so sehen, dann kann es auch längere Ladenöffnungszeiten geben.

Interview: Ralf Ehrgott
Bearbeitung: Andreas Lassnig

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