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Interviews mit Prominenten Gästen

Interviews mit Prominenten Gästen des Dancer against Cancer Charity Balles der Tanzschule Rueff zum Thema Krebs, Krebsleiden und Tanzen mit Hans-Georg Heinke, Michaela Schimanko-Stiedl und Herbert Haupt.

Interviews mit Prominenten Gästen

stadt-wien.at bat Prominente Gäste zum Interview: ORF Moderator Hans-Georg Heinke, Edenbar Besitzerin Michaela Schimnako-Stiedl und Behindertenanwalt Herbert Haupt, exklusiv beim Tanzschule RUEFF Meet and Greet, anlässlich des Dancer against Cancer Charity Ball:

Das Thema Krebs bzw. Krebsleiden und wie man helfen kann, wenn es das nähere Umfeld betrifft – wie denken  Prominente Gäste des Tanzschule Rueff Meet and Greet darüber, haben sie vielleicht schon selbst Erfahrungen mit Krebs/ Krebspatienten gemacht; in der Familie, unter Freunden oder bei sich selbst? stadt-wien.at stellte die Fragen, zu Krebs, Charity und wie sich dies mit Tanzen verbinden lässt.

Interview mit Hans-Georg Heinke:

stadt-wien.at: Herr Heinke, was verbindet Sie mit Dancer against Cancer?

Heinke: Vergnügen mit einem guten Zweck zu verbinden, ist einfach eine besonders schöne Art von Vergnügen.

stadt-wien.at: Haben Sie sich selbst einen Aufgabenbereich in diesem Programm zugeordnet?

Heinke: Tanzen.

stadt-wien.at: Mit wem werden Sie tanzen?

Heinke: Ich werde mit Yvonne Rueff tanzen, was ein großes Vergnügen wird, denn eine bessere Tanzpartnerin kann man sich kaum vorstellen. Wenn man dann im Hinterkopf hat, dass wir den Leuten eine Freude machen und dabei da auch noch etwas hereinkommt, dann beflügelt das noch ein bisschen mehr. Der Erlös kommt jenen zugute, die das ganz bitter nötig haben. Der Hintergrund ist aber nicht sentimental, auch wenn es so klingt, sondern sehr real.

stadt-wien.at: Was können Sie außer dem Tanzbereich noch zum Gelingen beisteuern?

Heinke: Darüber reden, vor allem mit jenen, die es unmittelbar betrifft, sei es, dass sie selber damit kämpfen, sei es, dass sie nahe Verwandte haben, die damit kämpfen. Ich habe eine sehr bittere Erfahrung gemacht, mein Vater ist vor vielen Jahren an Krebs gestorben, meine Mutter hat mit Krebs gekämpft. Ich weiß, worum es geht und habe viel Verständnis dafür. Und man kann manchmal eben nicht anders helfen, als eben nur durch Zuhören. Man kann die Krankheit ja nicht wegzaubern, aber durch Zuhören kann man ein bisschen von dieser Last wegnehmen.

 

Interview mit Michaela Schimanko-Stiedl:

stadt-wien.at: Was verbindet Sie mit Dancer against Cancer?

Schimanko-Stiedl: Die Leidenschaft zum Tanzen, … seit langen Jahren, seit Jugendjahren.

stadt-wien.at: Das heißt Sie freuen sich schon zu tanzen?

Schimanko-Stiedl: Das auch, aber diesmal, dem Alter gemäß (lacht), sitze ich in der Jury und darf so teilnehmen.
stadt-wien.at: Und Sie werden aus eigenen Erfahrungen heraus bewerten, … von der Schwierigkeit her zu tanzen?

Schimanko-Stiedl: Ja, Profi bin ich keiner. (lacht) Ich kann das nur aus dem Bauch heraus machen.

stadt-wien.at: Gibt es zum Thema Cancer, also Krebs, wodurch Sie gesagt haben: ´Wir wollen hier mithelfen´?

Schimanko-Stiedl: Ja, natürlich! Ich hab in der Familie schon zweimal langwierige Krebsleiden durchgestanden und bin dadurch natürlich emotional beteiligt, und alles was hilft, was Krebspatienten hilft, was den Angehörigen hilft ist ganz wichtig. So muss man dabei sein und mithelfen, wenn man das schon miterlebt hat.

stadt-wien.at: Sprechen Sie auch im Bekanntenkreis, in ihrem näheren Umfeld über das Thema Dancer against Cancer, um hier bzw. dafür mehr Menschen zu gewinnen?

Schimanko-Stiedl: Ja, … ja, auf alle Fälle. Mein gesamtes Umfeld weiß, dass ich an dem Ball teilnehme  und … ja, … ja, ich werde auch viele Gäste motivieren zu kommen.

stadt-wien.at: Danke, Frau Schimanko-Stiedl, für dieses Interview.

 

Interview mit Herbert Haupt:

stadt-wien.at: Herr Haupt, was verbindet Sie mit Dancer against Cancer?

Haupt: Der soziale Spendenanlass, weil gerade die chronisch Kranken und Krebskranken eine wichtige Gruppe in unserer Gesellschaft sind, die Unterstützung, Hilfe und Begleitung brauchen. Sehr viele Menschen sind in unserer Gesellschaft alleingelassen genau in jenen Momenten, wo sie eigentlich die Gemeinschaft, Unterstützung und moralischen Rückhalt brauchen. Die Krebshilfe und die Sponsortätigkeiten dafür sind ein wichtiges Atout, um die psychische und soziale Situation dieser Menschen zu verbessern.

stadt-wien.at: Welche Änderungen würden Sie als ehemaliger Sozialminister aus heutiger Sicht in diesem Bereich vorschlagen?

Haupt: Es wäre dringend notwendig, dass bei der ärztlichen Ausbildung das Aufklärungsgespräch für den Patienten noch mehr in den Mittelpunkt der Ausbildung gerückt wird. Manche Ärzte sind bei schwierigen Diagnosen gleich hilflos wie die Patienten, und das dürfte in einem System mit einer guten medizinischen Versorgung eigentlich nur als Randerscheinung, nicht als systemimmanente Erscheinung auftreten. Der zweite Punkt: Wir sollten endlich auch lernen, den Leuten dann, wenn sie durch besondere Ereignisse aus der Bahn geworfen werden, jene Zeit einzuräumen, die sie brauchen, um in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz wieder Fuß fassen zu können. Das ist in unserer schnelllebigen Zeit nicht gegeben; wer das Tempo nicht mithalten kann, ist zweitrangig.

 

Interviews: Ralf Ehrgott

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