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Jürgen Weber
Musical Text: Jürgen Weber

Der Zauberer von Oz: Neues Musical in der Volksoper

21.10.-14.12.2016: Das Buch des Geflügelzüchters und Schauspielers Lyman Frank Baum, das so erfolgreich mit Judy Garland verfilmt wurde, kommt an die Volksoper Wien und zeigt in der Regie von Henry Mason, was wirklich "unter dem Regenbogen" liegt. Eine tolle Inszenierung des Erfolgsmusicals aus Amerika an der Volksoper Wien. Infos, Tickets, Hintergrund, Anfahrt, Parkmöglichkeit.

Das Musical Zauberer von Oz begeistert nicht nur Kinderherzen
© Barbara Pálffy/Volksoper Wien | Aktuelle Besetzung: Daniel Jeroma, Martin Bermoser, Juliette Khalil, Peter Lesiak, Oliver Liebl

Musical: Der Zauberer von Oz
In deutscher Sprache
Altersempfehlung: ab 6 Jahren

Volksoper Wien
Adresse und Anfahrt finden Sie im Adressblock

Termine:
21./28./29.Oktober
2./20./24.November
3./8./14. Dezember

Kindermusical für Erwachsene

"Somewhere over the rainbow", sang Judy Garland in der farbkolorierten Musical-Verfilmung des Märchens von Lyman Frank Baum im Jahre 1939. Der "Wizard of Oz" - so der Originaltitel - sollte so ein Erfolg werden wie Lewis Carrolls "Alice in Wonderland" und obwohl der Inhalt eigentlich für Kinder gedacht war, fanden auch sehr viele Erwachsene großen Gefallen daran. „Over the Rainbow“ von Harold Arlen und Yip Harburg, wurde 1940 sogar mit dem Oscar ausgezeichnet.

Die Wiener Volksoper hat nun die 1987 für die Royal Shakespeare Company erstellte Bühnenfassung des Meisterwerkes als Grundlage für ein besonderes Bühnenerlebnis ausgewählt und zeigt das Musical an jeweils drei Terminen pro Monat, bis in die Adventzeit 2016.

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Die Geschichte "Der Zauberer von Oz"

Das Musical, das eigentlich als Traum eines jungen Mädchens auf seinem Krankenbett beginnt, erzählt in einer Rückblende wie Dorothy und ihr Hund Toto in Schwierigkeiten kommen. Ein Wirbelsturm weht sie nämlich aus dem heimatlichen Kansas fort in das wundersame Land Oz, wo ein wundersamer Zauberer in einer Smaragdstadt lebt, der Zauberer von Oz.

Er ist auch der einzige, der Dorothy und ihrem treuen Gefährten den Heimweg weisen könnte. Bald findet sie aber weitere Begleiter, die die Reise zu einem unterhaltsamen Spaziergang machen: eine Vogelscheuche ohne Hirn, ein Blechmann ohne Herz und ein ängstlicher Löwe.

Aber natürlich verlangt auch der Zauberer einen Preis dafür, ihr den Weg nach Hause zu weisen. Dorothy muss für ihn die böse Hexe des Westens zur Strecke bringen und zum Glück helfen ihr dabei ihre unscheinbaren Gefährten.

Alle Reisegefährten müssen schließlich aus eigener Kraft erwachsen werden und sich bald wieder trennen: Dorothy findet ihre Heimat, die Vogelscheuche erringt Verstand, der Blechmann Gefühl und der Löwe Mut.

Skandal-Autor L. Frank Baum

Das Buch, das um 1900 entstanden war, erregte in den prüden und antikommunistischen Fünfziger Jahren in den USA besondere Berühmtheit, da es als kommunistisch verschrieen wurde. Schon 1938 hatte ein Journalist in einem Artikel mit der Überschrift "The Red Wizard of Oz" auf den Zusammenhang hingewiesen, dass das Land Oz, aus dem der Zauberer ja stamme, einer marxistischen Utopie gleichgesetzt werden könnte.

In der McCarthy-Ära waren die Bücher von Lyman Frank Baum dann gar nicht mehr öffentlich zugänglich. Im südlichen Florida standen Baums Bücher ab 1959 sogar auf einer schwarzen Bücherliste und in der Hauptstadt der USA, Washington D.C., waren seine Bücher bis 1966 gar nicht entleihbar.

Dabei war L. Frank Baums Gesinnung alles andere als "links": er zählte als strammer Republikaner zu den eher Konservativen in seiner Umgebung, was auch die Interpretation der Gefährten Dorothys beweist.

So könnte etwa die "böse Hexe" für die Ostküste stehen, die Vogelscheuche für den US-Durchschnittsfarmer, der Blechmann für den amerikanischen Industrie-Arbeiter und der Löwe für die politischen Reformer (Eigenschaft: ängstlich, feige, zurückhaltend). 

Dank des MGM-Musicals, das zwischen 1939 und 1956 jährlich im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde, wurde der Zauberer von Oz aber bald zu einem Klassiker: als Buch und als Film. Ein Musical in deutscher Sprache kann nun an der Volksoper Wien gehört und geliebt werden.

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