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Jürgen Weber
Location Text: Jürgen Weber

Kongresszentrum und Veranstaltungen in der Hofburg

Der Redoutensaaltrakt der Wiener Hofburg wurde schon in der Vergangenheit für Hofbälle und Veranstaltungen genutzt. 1992 brannte er komplett ab und wurde modern restauriert. Auch hier trifft - wie so oft in Wien - Moderne und Tradition in Harmonie aufeinander, denn teilweise wird dieser Trakt der Hofburg auch vom Wiener Kongresszentrum genutzt und für Tagungen internationaler Organisationen zur Verfügung gestellt. Dabei wird allerdings nicht unbedingt getanzt, sondern vor allem verhandelt - und das auf stets blankpoliertem Parkett. Getanzt wird bei den rauschenden und sehr beliebten Bällen wie zB dem Le Grand Ball zu Silvester, einem der begehrtesten Bälle, dem Kaffeesieder Ball oder beim Ball der Offiziere.

Hofburg: Kongresszentrum Hofburg Vienna, Fahnen vor dem Haupteingang
© WienTourismus/MAXUM | Das internationale Kongresszentrum in der Wiener Hofburg

Kongress- und Veranstaltungszentrum 

Das Kongress- und Veranstaltungszentrum der Hofburg befindet sich seit  1958 in den Teilen der Alten Burg, der Neuen Burg und des Leopoldinischen Traktes. Es war wesentlich an der Entwicklung des Kongresstourismus in Wien beteiligt, worin Wien auch bis heute eine führende Stelle innehat. Seit 1997 ist dieser Teil der Hofburg in der Verwaltung der Wiener Kongresszentrum Hofburg Betriebsgesellschaft und sie wurden 1998 aus Anlass der ersten österreichischen EU-Präsidentschaft wieder in Betrieb genommen. Der Eingang des Kongresszentrums befindet sich auf der Seite der Nationalbibliothek auf dem sog. Heldenplatz.

Das Kongresszentrum Hofburg verfügt über 17.000 m² in 35 Räumlichkeiten für Veranstaltungen von 50 bis 4.900 Personen und jährlich finden zwischen 300 bis 350 Veranstaltungen in seinen Räumlichkeiten, also Teilen der Hofburg, statt. Wenn man den permanenten Konferenzsitz der OSZE, der sich ebenfalls auf dieser Seite der Burg befindet, dazurechnet, sind es sogar über 600 Veranstaltungen von Kongressen, Tagungen, Messen und Ausstellungen bis hin zu Konzerten, Bällen und Banketten. Allein einige der Namen der gemieteten Räumlichkeiten lassen deren Prunk und Größe bereits erahnen: der Große Festsaal, Zeremoniensaal, Marmorsaal, die Geheime Ratsstube, die Antekammer, die Radetzky-Appartements, der Rittersaal und die Redoutensäle.

Lust in der Hofburg zu tanzen? Hier 2 der beliebtesten Bälle in der Hofburg:
Le Grand Ball - Silvesterball
Kaffeesieder Ball

Ballkalender für Wien mit den schönsten Ballveranstaltungen.

Der Redoutensaaltrakt lädt zum Tanz

Ein weiterer Trakt des Hofburgensembles ist der Redoutensaaltrakt, der sich nördlich angrenzend der Hofbibliothek befindet. Dieser Teil der Hofburg, benannt nach den sich darin befindlichen Redoutensälen, wurde in der Zeit Maria Theresias um ein Opernhaus aus dem 17. Jahrhundert herumgebaut, um hier Tanz- und Konzertsäle zu schaffen. Die erste bauliche Konzeption stammt von ​Jean Nicolas Jadot de Ville-Issey, die Außenfassade trägt die Handschrift von Nikolaus Pacassi und Franz Anton Hillebrandt.

Großbrand und Restauration der Redoute

Im November 1992 brannten die Redoutensäle am Josefsplatz komplett ab, sodass sogar die Lipizzaner in der angrenzenden Spanischen Reitschule evakuiert werden mussten. Der kleine Redoutensaal wurde originalgetreu restauriert, der Große Redoutensaal allerdings vom zeitgenössischen österreichischen Maler Josef Mikl. Er fertigte Ölgemälde zu Zitaten der österreichischen Literaten Ferdinand Raimund, Johann Nepomuk Nestroy, Elias Canetti und Karl Kraus an und zeigte damit erneut, wie Tradition und Moderne sich in Wien in Harmonie versöhnen können.

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