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Jürgen Weber
Konzerte Text: Jürgen Weber

Kultband The Cult in Wien

28.6.2017: Die britische Kultband The Cult stellen in der Arena Wien ihr zehntes Studioalbum „Hidden City“ vor und werden sicherlich auch einige ihrer alten Hits zum Besten geben. Ian Astbury ist mit seinem Langzeitkollegen Billy Duffy in jedem Fall wieder in bester Feierlaune.

Hardrock vom Feinsten mit einem Schuss 80er Underground und Independent
© Tim Caliente | The Cult: die zwei Gründer sind noch dabei, Ian Astbury und Billy Duffy

The Cult: britischer Gothic Hardrock Live in Wien

Open Air Arena Wien

28. Juni 2017

Neues Album Live als Konzert

Der Titel ihres Albums Hidden City (dt.: versteckte Stadt) nimmt Bezug auf einen Stadtteil von Buenos Aires namens “La Ciudad Oculta”, was auch verborgene, verheimlichte oder einfach dunkle Stadt bedeuten kann. Dieser Stadtteil ist ein Ghetto, das Touristen niemals zu sehen bekommen würden und vom offiziellen Argentinien oder der Stadtverwaltung von Buenos Aires verheimlicht wird. „Hidden City“ steht also als Metapher, für die tiefen sozialen Ungleichheiten unseres Planeten in der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Aber natürlich steht es auch für die Revolte dagegen, die in dem dritten Album in neun Jahren von The Cult und auch schon zuvor immer wieder eine wichtige Rolle spielte. Denn The Cult stehen nicht nur für Rock’n’Roll, sondern vor allem auch für Revolution und Revolte gegen die bestehende Ordnung und überkommene Moralvorstellungen. Produziert von Bob Rock und geschrieben von Ian Astbury und Billy Duffy ist ein weiteres Meisterwerk entstanden, das als Krönung ihrer bisherigen - mehr als dreißigjährigen – Karriere verstanden werden kann.

Britische Kultrocker der 80er

„The Cult“-Fans wissen, dass ihr neues Album „Hidden City“ (“Rebirth”, 2016) Teil einer Trilogie ist, die 2007 mit „Born Into This (“The Fall”) und 2012 mit „Choice of Weapon (“Dark Night of the Soul”) eröffnet wurde. Insgesamt ist es schon das 10. The Cult Album, das von Ian Astbury und Billy Duffy, den Gründern und Vollendern der Band mit wechselnder Besetzung eingespielt wurde. Neben Astbury und Duffy hatte die Band in ihrer bisherigen Geschichte die rekordverdächtige Zahl von 22 weiteren wechselnden Mitgliedern an Schlagzeug/Bass/Keyboards. The Cult bestehen seit 1981 als sie sich noch The Southern Death Cult nannten. 1983 hießen sie dann nur mehr Death Cult und veröffentlichten unter diesem Namen ihr erste EP mit dem gleichnamigen Titel. 1984 folgte die erste LP mit dem Titel „Dreamtime“, das sie in die britischen Charts brachte.

The Cult: Born to Be Wild

Das legendärste Album ist aber das Nachfolgealbum „Love“ (1985), das anders als normal sogar besser als ihr Erstlingswerk wurde. Titel wie „Rain“ und „Revolution“ können mehr als 30 Jahre nach Erscheinen ohne weiteres als vergessene Klassiker bezeichnet werden, denn die Verdienste der Band wurden bis heute nicht gebührend genug gewürdigt. Auch das indianische, dunkle und mystische Artwork der Platte trug wesentlich dazu bei, dass sich um The Cult dann tatsächlich ein Kult entwickelte, das Album verkaufte sich mehr als 200.000 Mal. Aber spätestens mit dem dritten Album „Electric“, auf der sich die Coverversion des Steppenwolf-Klassikers „Born to be Wild“ befand, bugsierte The Cult an die Spitze des Independent und Underground Rock. Rick Rubin hatte das Album produziert und die Band mehr in Richtung Hardrock getrimmt, wo The Cult dann auch neue Hörerkreise erschloss, die nicht mehr der Gothic-Ecke zuzurechnen waren. „Electric“ erreichte Platz zehn der US-amerikanischen Billboard 200.

"Lucifer" zum download und mehr

„Sonic Temple“ (1989) markierte dann endgültig den Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere, da darauf sowohl Balladen als auch hart Nummern enthalten sind. „Fire Woman“,  „Edie (Ciao Baby)“ oder „Sweet Soul Sister“ sind eingängige Rocksongs, die sich wunderbar zum Mitsingen eignen und sowohl bei Hardrock als auch Gothic Rockern sehr gut ankommen. Obwohl sich die Band 1999 für den Song „Painted on My Heart“ zu dem Film "Nur noch 60 Sekunden" in Originalbesetzung wiedervereinigte und 2001 das Album „Beyond Good and Evil“ wurde es dann längere Zeit still um die Band. 2006-2009 tourte die Band dann wieder durch die USA und Europa bis 2012 das Album „Choice of Weapon", das von Chris Goss und Bob Rock produziert wurde. Der Song „Lucifer“ konnte damals kostenlos auf der Homepage der Band runtergeladen werden. 

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