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R.E.M. - WUK Statt-Beisl

Ken Stringfellow - spielte schon bei POSIES und war Keyboarder bei R.E.M. - gab in Wien ein Privat-Konzert. Wir waren dabei und baten anschließend zum Interview.

R.E.M. - WUK Statt-Beisl

Privat-Konzert des Ex-R.E.M. Musikers Ken Stringfellow

Wer ist Ken STRINGFELLOW (?) werden jetzt einige denken, doch dieser Mann ist eigentlich wahrlich ein Superstar, zumindest wäre er beinahe einer geworden.

In den 90er Jahren war der Amerikaner Ken Stringfellow lange Zeit mit der Powerpop-Band Posies unterwegs, doch andauernde Querelen zwischen Ken Stringfellow und Jon Auer (zweiter Sänger von Posies) ließ die beiden die Band auflösen. Stringfellow machte alleine weiter – das war der Startschuss seiner Solokarriere.

Der beim Posies Publikum als eventuell etwas zu spröde angesehener Musiker, produzierte infolgedessen als Solokünstler kleine feine und geheimnisvolle Lofi-Folkplatten, außerdem wurde Stringfellow Keyboarder bei einer der erfolgreichsten Bands unserer Zeit, R.E.M. Und als ob das nicht genug wäre produziert er eine Band nach der anderen.

Im Jahr 2007 gab es eine Posies-Reunion mit einer Comeback-Platte auf sehr hohem Niveau.

Ken Stringfellow, der Ausnahme-Künstler, der alles gesehen, fast alles erreicht und sich nichts desto trotz Demut bewahrt hat. Zu hören und zu sehen war dieser vor kurzem im WUK Statt-Beisl, wo er ein Privat-Konzert für gute Freunde, zusammen mit Wiener Musikern, gab.

Ralf Ehrgott von stadt-wien.at durfte sich nach dem Privat-Konzert im WUK Statt-Beisl mit dem Musiker Ken Stringfellow über Musik, Wien und seine Zukunftspläne unterhalten.

Das Exklusiv-Interview:


Ralf:  Erste Frage...was machst Du in Wien?

Ken:  Es ist ein ganz besonderer Anlass, der Geburtstag eines sehr guten Freundes, Christian, um für seine Freunde auf seiner Party zu spielen; eigentlich sind es 2 Partys... für Annas Freund ebenfalls. Kennst Du seine Freunde? Es gibt also Riesen-Feste und ich wurde zum Spielen eingeladen!

Ralf:  Hast Du Zukunftspläne, Pläne für Musik-Projekte in Österreich ?

Ken:  Ganz sicher, ich habe viele Pläne; genau genommen komme ich jedes Monat, zumindest die kommenden. Nächsten Monat spielen  „Posies“ eine Show (eine bekannte Powerpop-Band mit der Ken Stringfellow in den 90er Jahren unterwegs war).  Im Mai spiele ich wahrscheinlich alleine und gehe auf Tour mit Trouble Over Tokyo, Asha Ali ... und arbeite auch so mit ihnen zusammen.
Anschließend kommt ein „wenig“ Studioarbeit  auf mich zu (Album „Lipo Song Cigarette“), im Juni, voraussichtlich. Es wird somit einiges auf mich zukommen.

Ralf:  Vor 2 Jahren warst Du auf Tournee mit R.E.M, was waren Deine Erfahrungen?

Ken:   Ja, ich habe mit Diane 8 Jahre lang gespielt; ich hatte unwahrscheinliche Erlebnisse und ich habe viel gelernt. R.E.M haben wirklich meine Musiker-Zukunftsvision geändert. Ich habe sehr viel bei der Arbeit im Studio gelernt,  habe gelernt die steife Haltung im Studio aufzulockern womit mehr erreicht werden kann. Das Motto ist also: Einfach entstehen lassen, durch experimentieren, improvisieren, ganz einfach ohne Angst vorgehen, ohne große Planung. Und das funktioniert! Ich werde diese Art und Weise einfach kopieren, für meine Arbeit.

Ralf:  In den nächsten 1-2 Jahren, hast Du Pläne mit Ariel, Tournee oder Album?

Ken:  Natürlich kommt ein neues Album und eine Tournee aber ich bin nicht dabei… Ja, aber ich glaube sie spielen, … wie heißt das wieder?  Frequency Festival?  Sie spielen also auch in Österreich.  Aber, wie gesagt, ich bin diesmal nicht mit dabei.  Vielleicht in Zukunft, wer weiß,  ich mache so viele Dinge selbst und als die Verhandlungen stattgefunden haben, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich alle Termine vereinbaren kann. Und sobald sie gesagt haben: „Hey, wir machen keine Keyboard Tour“, konnte ich mich voll auf mein eigenes Programm  konzentrieren.

Ralf:  Was ist Dein Gefühl für Wien, die Musikszene in Wien...

Ken:
  Es scheint es ist sehr gut in Wien. Ich lerne Musiker kennen und wir spielen gemeinsam; ich bekomme diese besondere Verbundenheit mit dem Publikum, speziell in Wien, aber auch in anderen Orten, wie Klagenfurt Innsbruck, St. Pölten ... überall. Es ist eine sehr gute Verbundenheit wobei jeder Auftritt unterschiedlich ist, was immer sehr interessant ist. Das Publikum nahm meine Stücke wirklich sehr gut auf, es war wirklich super, … wird sicher noch mehr folgen.

Ralf: ??? Verschieden, was meinst Du, die Professionalität ist verschieden?

Ken:  Ich meine, was ich darbiete, fürs Publikum, sind verschiedene Zusammenstellungen, wie mein Soloauftritt, der Auftritt mit österreichischen Musikern. Im Vorjahr hatte ich auch einen Gig mit einer Band aus Deutschland. Es hängt aber alles zusammen, manchmal spiele ich meine Lieder in 5 verschiedenen Varianten und die Leute scheinen es zu mögen, finden es cool.  Ich habe keinen großen Katalog, ich habe 3 Alben gemacht und arbeite an einem 4.;  noch in weiter Zukunft. In der Zwischenzeit wächst die Musik, und die Leute beobachten mich, wie ich verschiedene Varianten ausarbeite.

Ralf:  Kommen Musiker zu Dir, um zu lernen?
 
Ken:  Nein, nicht wirklich, als Schüler, ja, während der Arbeit, wie z.B. während des Produktionsphase einer Schallplatte, wie bei Lipo Song Cigarette,  da lehre ich verschiedene Dinge und gleichzeitig lerne ich ebenfalls was Neues.

Ralf:
Danke, Ken. Bis bald, hoffe ich!

Ken:
Sicher, wir sehen uns! (lacht)

 

Interviewer: Ralf Ehrgott

Fotoquelle: Copyright stadt-wien.at

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