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Konzerte Text: Alemannò Partenopeo

Editors Konzert: Millenium Angst im Gasometer

18.04.2018: Der schaurig düstere Gesang von Tom Smith wird demnächst durch den Gasometer hallen und die Achtziger-Atmosphäre dort wieder auferstehen lassen. Dabei gibt es die Band eigentlich erst seit 2000. Verkörpern sie also die vielzitierte Millenium Angst? Ein neues Album wird für 2018 erwartet.

Editors im Gasometer Wien: Achtziger Kulta aus dem Millenium
© BCMC.at | Editors auf Tournee: das aktuelle Bandfoto

Konzert Editors

Mittwoch 18.04.2018, 20:00 Uhr

Bank Austria Halle Gasometer

Editors 2018 mit neuem Album und Tour

With my eyes closed/I’ll look closer/I’ll always remember/Juggernauts screaming to a stop/Sounds like devils are laughing/I wanted to see/I wanted to see/I wanted to see this for myself/I wanted to see/I wanted to see/I wanted to see this for myself“, singt Tom Smith von den Editors auf ihrem Debütalbum „The Back Room“ (2005) in dem Song „Fall“ und spricht damit das Bedürfnis einer ganzen Teenagergeneration aus: Ihr müsst es schon selbst herausfinden! Der in dem Song verwendete Begriff „Juggernaut“ ist ein metaphorischer Begriff aus dem Englischen, der auf die koloniale Vergangenheit Großbritanniens anspielt. Denn der Wortursprung liegt bei den riesigen, vielen Tonnen schweren Prozessionswagen (Rötha genannt), die während einer bestimmten hinduistischen Prozession zu Ehren des Gottes Jagannatha in Indien durch die Straßen gezogen wird. Das Problem dabei: die tonnenschweren Wagen entwickeln aufgrund ihres Eigengewichtes eine Eigendynamik, die - einmal in Fahrt gebracht - nicht mehr zu stoppen ist. Eine passende Metapher also für den Erfolg der Band, der sich in den nächsten zehn Jahren seit ihrem Debüt einstellte? Oder doch nur eine Metapher für die Millenium Angst?

Konzert der Milleniumshelden im Gasometer

Post-Punk, Synth-Balladen sowie Indiepop-Dancefloor haben die Mannen um Tom Smith in ihrem düsteren Repertoire seit der Milleniumswende in ihrem Gepäck und lassen seither immer größer werdende Hallen in schauriger Ehrfurcht erbeben. Die ursprüngliche Besetzung - Tom Smith, Chris Urbanowicz, Russell Leetchund und Geraint Owen - hatten sich an der Staffordshire Universität, zwischen Liverpool und Birmingham gelegen, kennengelernt und unter unterschiedlichen Namen (The Pride, Pilot, Snowfield, etc.) die Gegend unsicher gemacht. Owen wurde dann durch Ed Lay ersetzt und die Band zog 2003 nach Birmingham. Kitchenware Records gab ihnen 2004 ihren ersten Vertrag und sie nannten sich fortan nur mehr schlicht und einfach „Editors“ – ohne den bestimmten Artikel „The“.

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Editors: das Gewicht der Liebe live

Die Debütsingle „Bullets“ schlug 2005 ein wie Granaten und alternative Radiostationen machten die Single zu einem der meistgespielten Songs. Das zweite Album „An End Has a Start“ erschien 2007 und die erste Singleauskopplung hatte den doch sehr witzigen Titel „Smokers Outside the Hospital Doors“. Das dritte Album „In This Light and on This Evening“ erschien am am 9. Oktober 2009. Alle zwei Jahre ein Album? Mitnichten. Denn der Gitarrist und Keyboarder Chris Urbanowicz machte ihnen einen Strich durch die Rechnung, da er im April 2012 aus der Band ausstieg. Justin Lockey konnte Urbanwicz danach als Gitarristen ersetzen und Elliott Williams an den Keyboard/Synthesizern kam später auch noch dazu. Die Arbeit am vierten Album „The Weight of Your Love“ begann in Nashville 2012 und erschien ein Jahr darauf mit elf neuen Tracks. Für ihr fünftes und bisher letztes Album veranstalteten sie eine Schnitzeljagd in Schottland, die schließlich zur Veröffentlichung von „In Dream“ führte.

Traurige Lieder mit Drive für Millenials

Die Leute hätten ihm oft gesagt, dass er gar kein trauriger Typ sei, obwohl er doch so viele traurige Lieder geschrieben habe, erzählt Smith in einem Interview und er antwortete: „I'm not... I don't think you need to be sad to write a sad song, everybody has a dark side." Das beschreibt wohl auch treffend die musikalischen Einflüsse und Stimmngsbilder von den Editors. Wer  The Killers, Interpol oder  Joy Division mag, wird sich bei den Editors sehr wohl fühlen. Auch Einflüsse von Madrugada oder Echo & The Bunnymen sind vernehmbar. Die Band hat auch eine sozialpolitische Ader, da sie die Wohltätigkeits-organisation Oxfam unterstützen, indem sie Oxfam-Mitarbeiter auf Editors-Konzerten für ihre Sache werben lassen. Dafür wurde im Gegenzug in ausgewählten Oxfam-Filialen in Großbritannien, Belgien und Deutschland ihre auf 300 Stück limitierte LP-Testpressung der neuen Single „Marching Orders“ verkauft. Soziales Engagement oder Marketing Gag? Wie heißt noch in „Fall“?: „I wanted to see/I wanted to see/I wanted to see this for myself/ I wanted to see/I wanted to see/I wanted to see this for myself/For myself/For myself/For myself/Myself/Myself/Myself/Myself/For myself/For myself/For myself.

Aktuelle Mitglieder Editors

  • Tom Smith
  • Russell Leetch
  • Edward Lay
  • Justin Lockey
  • Elliot Williams

Ehemalige Mitglieder:

Chris Urbanowicz und Geraint Owen

Discographie

  • 2005 The Back Room
  • 2007 An End Has a Start
  • 2009 In This Light and on This Evening
  • 2013 The Weight of Your Love
  • 2015 In Dream

Offizielle Band-Website

Editors European Spring Tour 2018: Tickets

März 2018

  • Sat, 17 Belgium, Antwerp, Sportpaleis
  • Sun, 18 Germany, Wiesbaden, Schlachthof
  • Tue, 20 France, Strasbourg, La Laiterie
  • Wed, 21 Luxembourg, Luxembourg, Den Atelier
  • Fri, 23 France, Paris, Olympia
  • Sat, 24 Germany, Münster, Jovel
  • Sun, 25 Germany, Cologne, Palladium
  • Tue, 27 Netherlands, Amsterdam, Ziggo Dome
  • Wed, 28 Denmark, Copenhagen, Vega
  • Thu, 29 Sweden, Stockholm, Berns
  • Sat, 31 Germany, Hamburg, Mehr Theater

April 2018

  • Sun, 1 Germany, Berlin, Tempodrom
  • Mon, 2 Germany, Leipzig, Aunsee
  • Wed, 4 Poland, Warsaw, Progresja Music Zone
  • Thu, 5 Poland, Krakow, Club Studio
  • Fri, 6 Czech Republic, Prague, Meetfactory
  • Mon, 16 Hungary, Budapest, Akvarium Klub
  • Tue, 17 Croatia, Zagreb, Culture Factory
  • Wed, 18 Austria, Vienna, Gasometer
  • Fri, 20 Germany, Munich, Tonhalle
  • Sat, 21 Switzerland, Zurich, venue TBC
  • Sun, 22 Italy, Milan, Live Forum
  • Tue, 24 Switzerland, Lausanne Les Docks
  • Wed, 25 France, Lyon (Villeurbanne), Transbordeur
  • Thu, 26 Spain, Barcelona, Razzmatazz
  • Sat, 28 Spain, La Coruna, Sala Pelicano
  • Sun, 29 Spain, Madrid, La Riviera

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