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Klassik & Oper

Das Land des Lächelns

Informationen über die Operette Das Land des Lächelns von Franz Lehar, an der Volksoper Wien, Saison 2008/09, 2009/10 - Inhalt, Vorstellungen, u.a.

Das Land des Lächelns
Das Land des Lächelns

Das Land des Lächelns

Das Land des Lächelns (an der Volksoper Wien)

Romantische Operette von Franz Lehár (1870 - 1948) in 3 Akten

Vorstellungstermine:

Jänner 2010
Samstag,02.01. / 19:00 
Dienstag, 05.01. / 18:30 
Freitag, 08.01. / 19:00 
Montag, 11.01. / 18:00 
Donnerstag, 14.01. / 19:00
Samstag, 23.01. / 19:30  
Montag, 25.01. / 19:00 

Februar 2010
Samstag, 13.02. / 19:30
 

In der Inszenierung von Beverly Blankenship, die für Lehárs bittersüße Liebesgeschichte atmosphärisch dichte Bilder findet, debütiert Christiane Kohl als Lisa. Die deutsche Sopranistin gehört dem Ensemble der Züricher Oper an und spielte in Partien wie Musetta (La Bohème) und Elvira (L’Italiana in Algeri). Ihr Debüt in Bayreuth steht bevor. Michael Ende, seit dieser Spielzeit fest im Ensemble der Volksoper, konnte das Publikum bereits als Pinkerton in Madama Butterfly und Graf Tassilo in Gräfin Mariza begeistern. Nun ist er erstmals als Sou-Chong zu hören. Alternierend sind erneut Ursula Pfitzner und Mehrzad Montazeri als Lisa und Sou-Chong zu erleben. Guido Mancusi, ehemaliger Chefdirigent des Klagenfurter Stadttheaters, hat an der Volksoper schon Der Vogelhändler und Gräfin Mariza dirigiert, kehrt mit Lehárs Meisteroperette Das Land des Lächelns zurück.

Inhalt - Das Land des Lächelns:

Lisa, Tochter aus gutem Wiener Hause, verliebt sich in den chinesischen Prinzen Sou-Chong. Sie begleitet den exotischen Gast in die Heimat und wird seine Frau. Doch die kulturellen Gegensätze erweisen sich schon bald als unüberwindbar und lassen die Liebe zerbrechen. Dem Prinzen bleibt am Ende nur das traurige Fazit: "Immer nur lächeln …" – auch wenn es im Herzen ganz anders aussieht.

Der Traum vom Glück bleibt, anders als in Lehárs früheren Operetten, unerfüllt. Die Begeisterung bei der Uraufführung am 10. Oktober 1929 in Berlin kannte trotzdem keine Grenzen: Richard Tauber wiederholte "Dein ist mein ganzes Herz" gleich viermal! 1930 inszenierte Hubert Marischka die Wiener Erstaufführung so üppig, dass der im Theater an der Wien anwesende chinesische Gesandte bemerkte: "So chinesisch sieht es in ganz China nicht aus …".

Eine besondere Ehre für Franz Lehár war die von ihm selbst geleitete Staatsopernaufführung im Jahre 1938. An der Volksoper hielt das Werk am 27. Mai 1956 Einzug. Unter dem Dirigenten Anton Paulik sang Ester Réthy die Lisa, Per Grundén gab den Prinzen. In der Folge sangen u.a. Helge Rosvaenge, Nicolai Gedda und Rudolf Schock in der Inszenierung von Hubert Marischka die Partie des Sou-Chong. Die Einzigartigkeit von Lehárs Musik brachte Paul Knepler treffend auf den Punkt: "Es gibt drei Arten dramatischer Musik: Oper, Operette, Lehár."

Figuren:
Ferdinand Graf Lichtenfels
Lisa
Gustav Graf Pottenstein
Exzellenz Hardegg
Prinz Sou-Chong
Mi
Oberpriester

Bild: © Dimo Dimov / Volksoper / Textquelle: Volksoper Wien, www.volksoper.at

Für den Inhalt dieses Beitrags verantwortlich: Pamela Graf

Biografien:

Sascha Goetzel

Der in Wien geborene Dirigent Sascha Goetzel begann seine musikalische Ausbildung als Violinist. Er graduierte an der Musikhochschule Graz mit Auszeichnung und wurde bereits im Alter von 20 Jahren als permanenter Substitut bei den Wiener Philharmonikern aufgenommen. Persönliche Coachings folgten: unter anderem mit Zubin Mehta, der ihn beschreibt als „höchst talentiert, musikalisch und handwerklich”, mit Riccardo Muti, der von ihm sagt „ein enthusiastischer, außergewöhnlich talentierter Musiker”, mit Seiji Ozawa, der ihn nach Tanglewood einlud, weiters mit André Previn, Simon Rattle und Bernhard Haitink.

Ein internationaler Rotary Scholarship Preis und ein ‘Conducting Fellowship Award’ zum Tanglewood Musik Festival, ermöglichten Sascha Goetzel auf seine in Österreich gesammelten Erfahrungen, wo er bereits das Niederösterreichische Tonkünstler Orchester, das Wiener Kammerorchester und an der Wiener Volksoper dirigierte, aufzubauen und zu erweitern. Sein Studium in New York gab ihm die Möglichkeit eine ‘Mostly Vienna’ Konzertserie zu planen, und Vincent La Selva mit seiner New York Grand Opera zu assistieren. Die Teilnahme bei der Sibelius Academy in Finnland unter der Leitung des legendären Jorma Panula festigte Goetzels Entscheidung sich ausschließlich auf die Karriere als Dirigent zu konzentrieren.

Goetzel dirigierte unter anderem das City of Birmingham Symphony Orchester, das Berliner Symphonie Orchester, die NDR Symphonie Hannover, das Moskau Symphony Orchester, das Shanghai Symphony Orchester, das Kuopio City Symphony Orchester, die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Bratislava Radiosymphonie Orchester und die Manhatten Virtuosi mit einem vielseitigen Repertoire, einige Weltpremieren inkludiert.

Sascha Goetzel leitete zahlreiche Aufführungen mit Rundfunkübertragung und eine CD-Produktion für Koch Classics mit Werken von Nino Rota und Max Bruch. Er arbeitet außerdem äußerst vielfältig als Arrangeur unter anderem für José Carreras, Ramón Vargas und das Ensemble Wien. Mehrere seiner Arrangements sind auf CD aufgenommen worden und bei Deutsche Grammaphon bzw. BMG erhältlich.

In der Spielzeit 2001/02 debütierte Sascha Goetzel mit Offenbachs Blaubart an der Volksoper Wien, ein Jahr später an der Wiener Staatsoper (Opernballeröffnung 2003, Kinderoper Pinocchio). Am Tiroler Landestheater dirigierte er bereits Der Graf von Luxemburg, Le nozze di Figaro, Don Giovanni und Così fan tutte.

In der Saison 2007/2008 übernimmt Sascha Goetzel an der Volksoper Wien die musikalische Leitung von Franz Lehárs Das Land des Lächelns (R: Beverly Blankenship). Premiere: 23. Februar 2008

Beverly Blankenship

Die Regisseurin und Autorin Beverly Blankenship wuchs in Europa und Amerika auf. Nach der Schauspielausbildung am Wiener Max Reinhard Seminar trat sie ihr erstes Engagement am Salzburger Landestheater an. Darauf folgte ein langer Aufenthalt in Australien, wo Beverly Blankenship anfing zu schreiben und Regie zu führen. 1992 kehrte sie wieder nach Europa zurück, wo ihre Inszenierungen nun an großen Schauspiel- und Opernhäusern zu sehen sind.

Auf der Schauspielbühne gilt Beverly Blankenships bevorzugtes Interesse den Werken heutiger Autoren. Für ihre Umsetzung von Howard Barkers Stück Anna Galactica wurde ihr der Skraup-Preis des Volkstheaters Wien für die beste Inszenierung der Saison zuerkannt. Ebenfalls von Howard Barker stammen Hang of the Goal, das sie in Sydney auf die Bühne brachte, und 7 x Lear, das für das Wiener Theater in der Drachengasse erarbeitet wurde. Am Wiener Theater in der Josefstadt entstanden Alan Ayckbourns Halbe Wahrheiten und Tom Stoppards Das einzig Wahre. Die Drachengassen-Produktion von John Godbers Bouncers wurde nach Moskau eingeladen. In einer ihrer beiden Inszenierungen von Macia Darainis Maria Stuarda stand sie selbst auf der Bühne. Mit Tankred Dorsts und Ursula Ehlers Merlin oder Das wüste Land setzte sie sich zweimal intensiv und erfolgreich auseinander: 1995 am Staatstheater Saarbrücken und 1998 am Salzburger Landestheater. Seit längerem plant Beverly Blankenship die Realisierung einer ungestrichene Aufführung dieses opus magnum an drei Abenden.

Im Rahmen ihres Engagements für zeitgenössisches Theater war Beverly Blankenship auch als Dramaturgin (»Playworks«, Sydney) und Script Editor (»Australian Film Council«) tätig. Im Beirat des »Australia Council of the Arts« war sie auch für die Förderung von neuen Stücken und Autoren mitverantwortlich. Mit dem Ziel, neue österreichische Dramatiker zu produzieren, die sich der Narrative verschrieben haben, gründete sie im Jahr 2000 die Theatertruppe »Dramatic Services«, deren erste Produktion im Januar 2001 am Schauspielhaus Wien Premiere feierte: Vivace war ein mit fünf Autoren, sechs Schauspielern und sechs Komponisten gemeinsam entwickeltes Musiktheaterstück.

Die so genannten Klassiker kommen trotzdem nicht zu kurz. Inszeniert Beverly Blankenship ein Stück mehrfach an verschiedenen Orten, entwickelt sie dafür jedes Mal ein neues Konzept in einem neuen Raum. Immer wieder trifft sie dabei auf William Shakespeare: Hamlet in Sydney, Wie es euch gefällt am Staatstheater Saarbrücken und am Salzburger Landestheater, Maß für Maß sowie Viel Lärm um Nichts am Wiener Volkstheater. Dort inszenierte sie auch Racines Phädra. In Saarbrücken entstand zudem Schillers Jungfrau von Orleans, im Theater St. Gallen Lessings Minna von Barnhelm.
Bei den Festspielen in Reichenau widmete sie sich mehrfach dem Werk Arthur Schnitzlers: Das weite Land, Zwischenspiel, Der einsame Weg, Professor Bernhardi und im Juli 2006 Stefan Zweigs Rausch der Verwandlung.

Seit einigen Jahren ist Beverly Blankenship auch als Opernregisseurin tätig: Mozarts Don Giovanni interpretierte sie viermal höchst unterschiedlich am Landestheater Linz, an den Städtischen Bühnen Osnabrück, beim Festival Reinsberg und zuletzt an der Oper Dortmund. Hans Werner Henzes Der junge Lord war ihr erste zeitgenössische Oper am Landestheater Linz, wo auch Rossinis La Cenerentola, Strauss’ Der Rosenkavalier und Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen entstanden. Dieses Werk inzenierte sie außerdem 2006 am Staatstheater Nürnberg, wo bereits ihre Inszenierung von Offenbachs Hoffmanns Erzählungen zu sehen war. Ihr Weg führte sie auch an die Städtischen Bühnen Osnabrück (Rossinis La Cenerentola) und an das Theater Bielefeld (Verdis Un ballo in maschera). An der Oper Dortmund erarbeitete sie einen zweiten, neuen Rosenkavalier, am Staatstheater Saarbrücken 2005 Verdis Don Carlo .

Im Film führte Beverly Blankenship Regie zur ORF-Produktion von Der Hund muss weg (Buch von Elfriede Hammerl, Ausstrahlung im November 2000). Zudem verfasst sie eigene Drehbücher. Schon das erste, Shame (mit Michael Brindley), war ein großer Erfolg. Der Film, in Australien mittlerweile ein Klassiker, wird in Schulen gezeigt und findet sich in den Lehrplänen der Universitäten. Der Film erhielt zahlreiche Preise (darunter den für das beste Drehbuch beim »Film Critics Circle Award«, 1988) und wurde zu zahlreichen Filmfestivals u.a. nach New York, Chicago und Santa Barbara eingeladen. Dort wurde Shame in unterschiedlichen Kategorien prämiert (beste Schauspielerin, populärster Film etc.) und in der Folge in den USA von »Skouras Pictures« in allen Bundesstaaten gezeigt. Von »Gray Production« wurde das Drehbuch gekauft und mit Amanda Donehue in der Hauptrolle als Stadt unter Anklage nachgefilmt. Ein zweiter Film mit der gleichen Figur folgte: Dem Tod geweiht. Ihr zweites Drehbuch trägt den Titel Charles Darwin and the Question of Frontal Sex (mit Harald Posch).

In der Saison 2007/2008 inszeniert Beverly Blankenship an der Volksoper Wien Franz Lehárs Operette Das Land des Lächelns (D: Sascha Goetzel).

Premiere: 23. Februar 2008

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