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Festival Text: Anja Haidenschuster

Terrorgefahr beim Donauinselfest?

Am 24. Juni geht das Donauinselfest in eine neue Runde. Unzählige Musikbegeisterte aus Österreich und dem Ausland besuchen jährlich das Open-Air-Festival und machen es somit zu einer beliebten Location. Mit den rund 250.000 Menschen, die sich gleichzeitig auf der Donauinsel befinden, könnte das Fest allerdings gleichzeitig zu einer Zielscheibe für Terroranschläge werden. Gibt es eine Terror-Gefahr für die Besucher und ist die Insel genügend abgesichert?

Rote Hand darunter der Schriftzug "Stoppt Terrorismus"
© pixabay.com / bykst |

LPD Wien warnt vor erhöhter Terror-Gefahr in Österreich

Stadthauptmann Mag. Dr. Karlheinz  Ruisz von der Landespolizeidirektion Wien bestätigt eine Gefährdung von Terrororganisationen: „Die aktuell von islamistischen Terrororganisationen ausgehende Gefährdung ist europaweit als erhöht zu bewerten. Somit ist generell auch für Österreich von einem erhöhten Gefährdungsniveau auszugehen. Gegenwärtig liegen aber weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene konkrete Erkenntnisse oder Hinweise vor, die auf eine gegen Wien, oder gegen eine in Wien stattfindende Veranstaltung, geplante, dezidierte Anschlagsvorbereitung bzw. –planung durch islamistische Terroristen hinweisen. Also keine konkreten Hinweise auf einen möglichen Anschlag.“

Veranstalter verlassen sich auf zuständige Behörden

Laut Caterina Mahrer von der SPÖ, die für die Organisation des Festes zuständig ist, ist das Thema „Terror“ Sache der Behörden: „Wie rechtlich vorgesehen beschäftigen sich mit dem Thema Terror die zuständige Behörde. Der Bundespolizei und dem Verfassungsschutz (BVT & LVT) obliegt der Schutz und die rechtzeitige Warnung/Information vor Terrorangriffen.“

Sicherheitsmaßnahmen und Kooperationen seitens der Polizei

Seitens der Landespolizeidirektion Wien besteht eine enge Kooperation zwischen BVT, LVT, den Polizeidienststellen und der polizeilichen Einsatzleitung am Donauinselfest, sowie dem Veranstalter und der Veranstaltungsbehörde. Stadthauptmann Mag. Dr. Karlheinz Ruisz versichert außerdem, dass Maßnahmen vorbereitet wurden, die er aus taktischen Gründen nicht bekannt gibt. 

Terroranschlag nicht auszuschließen

Neben Sicherheitsvorkehrungen werden mehr Polizeibeamte in Zivil im Einsatz sein, als in den Vorjahren. Außerdem werden stichprobenartig Personen, sowie ihre mitgeführten Behältnisse kontrolliert. Trotz diesen Maßnahmen ist laut Stadthauptmann Mag. Dr. Karlheinz Ruisz ein Terrorakt nicht auszuschließen:

„Absolute Sicherheit gibt es nicht, ausschließen kann man nichts.“

Evakuierungspläne bereits ausgearbeitet

Auch für die Evakuierung der mehreren tausend Besuchern auf dem Donauinselfest ist der LPD zufolge gesorgt: „Es gibt bereits ausgearbeitete Evakuierungsszenarien, die auch auf eine Anschlagssituation anwendbar sind.“

In der Hausordnung des Veranstalters gibt es außerdem Anweisungen dafür, wie sich die Besucher im Falle einer Evakuierung zu verhalten haben:

  • „Verhalten bei Räumung oder Evakuierung, sowie drohender Überfüllung: Im Falle einer notwendigen Räumung bzw. Evakuierung ist unbedingt Ruhe zu bewahren und den Anordnungen des Veranstalters, des Sicherheitsdienstes, der Einsatzkräfte der Blaulichtorganisationen sowie Durchsagen und Anzeigen auf den Großbildleinwänden unbedingt Folge zu leisten.“

» Unwetter-Warnung beim Donauinselfest

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weitere Meinungen

Die "Sicherheitsvorkehrungen" bzgl Terrorgefahr am Donauinselfest beruhigen mich in keinster Weise. Was soll das bringen, "stichprobenartig" Personen zu durchsuchen? Jeder einzelne muss durch gecheckt werden! Und es soll keiner sagen, dass das nicht möglich ist. In Israel ist das seit jeher Usus.
Aber wie üblich: So lange in Ö oder Wien noch nichts passiert ist, nehmen wir´s locker. Und wenn was passiert, dann fragen sich wieder alle, wie es dazu kommen konnte. :-(

, 05.06.2017 um 13:52
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