
Schladming ist Mitbewerber für die Alpine Ski-WM 2013.
Stadt-wien.at im Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Winter - Schladming.
Herr Winter, welche Stationen waren für Sie die wichtigsten Ihrer Laufbahn?
Als Bürgermeister der Stadt Schladming werden die Stationen der Laufbahn immer am Erfolg gemessen und obwohl ich erst relativ kurz im Amt bin, haben wir schon viel geschaffen, wie zum Beispiel die Bewerbung von Schladming als Gastgeber für die Alpine Ski-WM 2013. Die Entscheidung wird am 29.Mai 2008 in Südafrika, Kappstadt getroffen, wobei wir zuversichtlich sind den Zuschlag zu bekommen. Des Weiteren lassen wir am 22. Jänner den Nachttorlauf als beste Werbung jedes Jahr über die Bühne gehen. 40-50.000 Zuseher haben die Möglichkeit das Geschehen live und fast 2 Millionen Zuschauer per TV mitzuverfolgen. Im Infrastrukturbereich ist es gelungen die Klimaschutzziele der Regierung mit einer Bio Energie Anlage zu unterstützen. Damit haben wir es geschafft, dass die größten Verbraucher von Primärenergiestoffen auf Holz als Heizbasis umgestiegen sind. Dabei wurden Millionen Liter Heizöl gespart, worauf wir sehr stolz sind.
Seit wann bekleiden Sie das Amt des Bürgermeisters?
Seit April 2005.
Wo liegt der Schwerpunkt des Urlaubsortes Schladming für den Gast im Sommer und Winter. Wo sind die Unterschiede und die Besonderheiten?
Schladming hat sich sicher im Winter in Richtung Sport positioniert. Weitere Stärken der Region Schladming im Winter sind, dass man jede Wintersportart betreiben kann, was von den Gästen auch geschätzt wird. Die Wintersaison dauert bei uns nicht nur von November bis April, sondern kann auch auf Höhenlagen zwischen 750 und 2700 Meter stattfinden. Im Sommer haben wir uns auch sportorientiert, wir haben mit dem Mountainbikeweltcup auch hier unser sportliches Aushängeschild. Fast alle Abenteuersportarten und Outdooraktivitäten, mit Ausnahme eines Strandurlaubs, werden hier in der Region angeboten.
Gibt es im Bereich der Hotellerie Ausbaupläne?
Seit der letzten Bewerbung um die Ski WM im Jahr 2009 haben wir einige neue Hotelprojekte am laufen. Am 9. Jänner wird die Bewilligung für ein 240 Betten-Haus entschieden. Außerdem ist ein 350 Betten-Haus, in 4-Sterne Qualität, geplant. Daneben gibt es noch einige heimische Betriebe, welche die Qualität und Quantität erhöhen werden.
Herr Bürgermeister, Sie haben viele Mitarbeiter zu koordinieren. Wie kann ein Bürgermeister erfolgreiche Teamarbeit in einer großen Region wie Schladming führen? Gibt es Punkte, die Sie besonders umsetzen?
Wir sind schon 2005 als Mannschaft angetreten und wir haben in diesem Bereich ein sehr gutes Team zusammengestellt. Ob im Wirtschafts-, Familien- oder in anderen Bereichen, jeder arbeitet über seinen zugeordneten Bereich hinaus. Es ist mir gelungen, der Bevölkerung unsere Arbeit schmackhaft zu machen und es ist mir auch gelungen, die absolute Mehrheit bei der Wahl 2005 zu erreichen, und das ist ein angenehmes Zeichen.
Gibt es für Familien Besonderheiten im Raum Schladming?
Die Stärke des Sports liegt in der Breite! Da können sich auch junge Familien, unser Zielpublikum, egal in welchem Sportbereich, betätigen. Sport mit Familie ist sehr wichtig, und es ist uns gelungen das Angebot im In- und Out-doorbereich zur schönsten Zeit im Jahr, der Urlaubszeit, abzurunden.
Letzte Frage Herr Winter: Gibt es einen Wunsch, den Sie als Bürgermeister haben und der in nächster Zeit in Erfüllung gehen soll?
Zum einen hoffe ich, dass unsere Bewerbung um die alpine Ski-WM durchgeht, das zweite ist eine Weiterentwicklung der Stadt, damit die Bürger und Bürgerinnen ein Umfeld haben, in dem sich Bürger und auch Gäste wohl fühlen.
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