Tauchen Sie in die mehr als 1000-jährige Geschichte und Kultur von Haus im Ennstal ein und erleben Sie spannende Erzählungen über Erzbischöfe, alte Schlösser und Kirchenbrände.
Wappen Haus im Ennstal: "Im blauen Schild mit silbernem Schildhaupt ein silbernes, mit vier Zinnen bekröntes Haus, das Schildhaupt ist mit einem roten Kardinalshut belegt."

Hinter dem ungewöhnlichen Ortsnamen verbirgt sich die über 1000-jährige Geschichte und Kultur von Haus im Ennstal. Die erste urkundliche Erwähnung des Marktes stammt aus dem Jahr 927 (bzw. 928), wonach ein bayrischer Adeliger seine Besitzungen mit einem befestigten Gebäude (im damaligen Sprachgebrauch "hus") dem Salzburger Erzbischof überließ. Von da an dauerte der salzburgisch-erzbischöfliche Machteinfluß bis zur Aufhebung des geistlichen Fürstentums Salzburg in das Jahr 1803. Aus diesen historischen Tatsachen erklärt sich auch die Sinngebung des Gemeindewappens.
Das historische Zentrum von Haus im Ennstal befindet sich am bzw. rund um den Schlossplatz. Das 1964-1965 erbaute Gemeindeamt, hat seinen historischen Vorgänger im gegenüberliegenden ehemaligen Amtshaus der Pfleger des Erzbistums Salzburg, das im Baukern aus dem 16. Jahrhundert stammt. Dieses - im Volksmund "Schloss" genannte - Gebäude erhielt in den Jahren 1817/18 durch einen großzügigen Umbau seine heutige Gestalt.
Schlossgarten Haus im Ennstal
Im Nahbereich des "Schlosses" befindet sich vor dem Kriegerdenkmal ein kleiner Gedenkstein der an einen berühmten Sohn von Haus – Guido Schenzel – erinnert. An der Nordseite des „Schloßplatzes“ steht der ehemalige Zehentspeicher des Erzbistums Salzburg. In diesem Gebäude hat die traditionsreiche Wintersportgeschichte des Marktes Haus und zugleich natürlich auch ein Stück Kultur von Haus im Ennstal, in Form eines Wintersportmusem seit 1999, eine sehenswerte Heimstätte gefunden.
Wintersportmuseum am Hauser Schlossplatz
An der Marktstraße – der "Hauptstraße" von Haus im Ennstal – befinden sich einige weitere historische Sehenswürdigkeiten der Kultur Haus im Ennstal, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht als solche entlarvt. Bei genauerem Hinsehen und/oder Lesen der dort angebrachten Geschichts-Tafeln können Sie jedoch erkennen was dahintersteckt, wie z.B. bei dem Haus, westwärts der Marktstraße gegenüber der Bushaltestelle, in dem sich heute eine Imbissstube befindet: An diesem Haus fällt das hohe, durch heute verschlossene Zwischenöffnungen unterbrochene Dach auf. Hier befand sich einst der Betrieb eines Lederers, der auf dem luftigen Dachboden die Häute trocknete. Etwas weiter westwärts an der Hauptstraße – heute teilweise durch modernes "Sparkassenambiente" verändert – steht ein weiteres Mosaikstück der Kultur Haus im Ennstal, der typisch salzburgische-bajuvarische Bau eines Gasthofes, an dem vor allem die bemalten Kassetten unter dem breit ausladenden Dach auffallen. Die schon stark verwitterten Motive wurden mit Hilfe des steirischen Denkmalamtes in vorbildlicher Weise restauriert.
Am Ledererhaus vorbei beginnt steil ansteigend die Kirchengasse. Bereits das erste Gebäude links – in alter Flachdachbauweise – verdient mehr Aufmerksamkeit und trug mehr zur Kultur von Haus im Ennstal bei, als man auf den ersten Blick annehmen möchte: Das heute mustergültig renovierte alte "Messnerhaus", mit seiner langjährigen Geschichte, war anfänglich noch der Wohnsitz für den Hilfspriester, und wurde später zur Wohnung für den Messner. Dieser wiederum war es auch der die alte Schulstube in diesem Haus unterbrachte. Haus im Ennstal hatte – wie aus alten Archivalien ersichtlich – bereits 1616, also lange vor den staatlichen, unter Maria Theresia eingeführten Schulgesetzen, eine eigene Pfarrschule.
Im Friedhof steht das älteste sakrale Bauwerk des oberen Ennstals, die Katharinenkapelle, welche ebenso zur Geschichte und Kultur Haus im Ennstal gehört. Sie wurde in den Jahren zwischen 1399 und 1422 vom Chiemseer Bischof Engelmar Kräl geweiht, nachdem die ursprünglich romanische Kapelle in gotischem Stil umgebaut worden war.
Durch die Kapellenrestaurierung 1962-1964 wurde auch der Karner (Beinhaus) im Untergeschoß, samt darin befindlicher Schädel- und Röhrenknochen von ungefähr 3000 Menschen - die von Anthrapologen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Ämilian Kloiber (Universität Graz) untersucht wurden - freigelegt.
Wenige Schritte von der Katharinenkapelle entfernt steht die Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer. Sie wurde vom Kitzbühler Baumeister Cassian Singer 1750-1753 errichtet, nachdem die ursprüngliche Kirche 1750 bei einem Brand zusammen mit dem Großteil des Ortes Haus im Ennstal zerstört wurde.
Quelle/Fotos, weitere Informationen zur Kultur Haus im Ennstal:
Tourismusverband Haus im Ennstal-Aich-Gössenberg
Schlossplatz 47, A-8967 Haus im Ennstal
Tel: ++43-(0)3686-2234-32
Fax: ++43-(0)3686-2234-4
Email: birgit.scharofsky@haus.at
Internet: www.haus.at
von Pamela Graf


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Zahlreiche Veranstaltungen Haus im Ennstal: Almlammfest, Aicher Kirtag, Weißenbacher Theatertage, Dorfabende, Mid Europe.
Veranstaltungen Haus im Ennstal

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