Rettungsgasse

Rettungsgasse? Informationen und Pflichten. Seit 1. Jänner 2012 ist bei drohendem Stau auf Autobahnen und Schnellstraßen das Bilden einer Rettungsgasse Pflicht.
Asfinag Rettungsgasse
C: Asfinag Rettungsgasse

Die Rettungsgasse – vier entscheidende Minuten zwischen Leben und Tod

Autofahrer haben es sicher schon bemerkt – bei vielen Autobahnauffahrten stehen bereits seit Anfang Dezember die Schilder, die auf eine Neuigkeit in der österreichischen Straßenverkehrsordnung hinweisen:

Seit 1. Jänner 2012 ist bei drohendem Stau auf Autobahnen und Schnellstraßen das Bilden einer Rettungsgasse Pflicht. Aber was bedeutet das für mich als Autofahrer konkret?

Wie muss ich mich verhalten, wenn es zum Stau kommt? Und muss ich nach links oder rechts ausweichen, um dem Gesetz Genüge zu tun?   

Das Prinzip ist einfach, erfordert aber ein gewisses Maß an vorausschauendem Fahren:

Lenker, die sich bei drohendem Stau gerade auf der äußerst linken Spur befinden, sollten so weit wie möglich nach links fahren. Alle anderen Fahrzeuge sollten nach rechts ausweichen, wobei die Fahrzeuge auf der äußerst rechten Fahrspur auch den Pannenstreifen nutzen sollen (dies trägt zur Bildung einer möglichst breiten Rettungsgasse bei).

Dies gilt auf zweispurigen Autobahnen und Schnellstraßen genauso wie auf drei- und vierspurigen. Zur Bildung der Rettungsgasse sind bei drohendem Stau LKWs und Motorräder genauso verpflichtet wie PKWs. Erfahrungswerte aus Deutschland haben gezeigt, dass die Bildung einer Rettungsgasse es Einsatzfahrzeugen ermöglicht, bis zu vier Minuten schneller am Unfallort einzutreffen. In der modernen Notfallmedizin ist dies eine halbe Ewigkeit, die über Leben oder Tod entscheiden kann, die Überlebenschance potenzieller Unfallopfer erhöht sich dadurch um bis zu 40 Prozent. Selbstverständlich ist das Befahren der Rettungsgasse nur Einsatzfahrzeugen, aber auch Straßendiensten und Pannendiensten vorbehalten.

Es ist also nicht ratsam, als privater Lenker die Rettungsgasse zu befahren, auch nicht mit einem einspurigen Fahrzeug. Die Strafen hierfür sind empfindlich, der Strafrahmen beträgt bis zu 2180 Euro. Dieser Strafrahmen gilt ebenfalls, wenn man keine Rettungsgasse bildet. Ist klar ersichtlich, dass sich der Stau auflöst und ein flüssiges Vorankommen wieder möglich ist, dann darf selbstverständlich auch die Rettungsgasse wieder aufgelöst werden. Um alle Unklarheiten zu beseitigen, hat die ASFINAG eine eigene Homepage zum Thema erstellt:

Wenn Sie zur Seite fahren, müssen Sie Ihr Fahrzeug wieder in Fahrtrichtung parallel ausrichten und nicht schräg zur Fahrbahn.

Sie dürfen den Pannenstreifen rechts mitbenützen.

Das nachfahren eines Einsatzfahrzeuges in der Rettungsgasse ist strengstens verboten und wird ebenfalls bestraft.

Die Bildung einer Rettungsgasse ist bei aufkommendem Stau verpflichtend

Die Rettungsgasse, die nur von Einsatzfahrzeugen (Polizei, Feuerwehr und Rettung), Fahrzeugen des Straßendienstes oder vom Pannendienst befahren werden darf.

http://www.oeamtc.at/?id=2500

 

 

 

C: ÖAMTC Rettungsgasse
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