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Wiener Jugend-Initiativen starten Kampagne 'clean politics'

Informationen über Jugend-Initiativen zur Kampagne 'clean politics' in Wien.

Von 7. bis 30.9.: Podiumsdiskussionen, Jugendzentren- Schwerpunkte für Politik ohne Diskriminierung

ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, Verein Wiener Jugendzentren und Verein wienXtra präsentierten am Dienstag die gemeinsam initiierte Kampagne "clean politics - Keine Stimme für Rassismus" und damit verbundene Aktionen. Die diversen geplanten Aktionen sollen deutlich machen, dass Rassismus und Ausgrenzung im Kampf um WählerInnenstimmen nicht unwidersprochen bleiben dürfe. "Wir verurteilen, dass im Wahlkampf einzelne Gesellschaftsgruppen gezielt ausgegrenzt und bewusst rassistisch diskriminiert werden. Deshalb appellieren wir an alle politisch Verantwortlichen rassistischen Stimmenfang zu unterlassen und politisch zu sanktionieren", betonte Hikmet Kayahan, Leiter der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus. Ziel der Kampagne sei es, so die Initiatoren weiter, den Unmut der Menschen über unsaubere Wahlkampfpraktiken zu kanalisieren und die wache Zivilgesellschaft gegen Rassismus und Ausgrenzung im Wahlkampf zu mobilisieren.

Jugend setzt sich mit dem Thema bereits schon länger auseinander

Ein besonderes Anliegen der Initiative ist es, jene Gruppen einzubinden, die (noch) nicht wahlberechtigt, aber betroffen sind. "Wir wissen aufgrund der Analyse der Wiener Gemeinderatswahlen 2005, dass Jugendliche Fragen der Integrationspolitik intensiv diskutiert haben. Dies war für viele Jugendliche Hauptbeweggrund, ihre Stimme gegen eine Partei abzugeben, die Ausgrenzung propagiert. Es ist uns daher ein besonderes Anliegen, mit der Kampagne Jugendliche anzusprechen und diese wichtigen Inhalte in unsere partizipativen Jugendprojekte einfließen zu lassen", erklärte Andrea Heuermann, geschäftsführende Vorsitzende des Vereins wienXtra. "Gerade in der Jugendarbeit sind die konkreten Auswirkungen rassistischer Wahlkampfmethoden zu spüren und erzeugen Spannungen, Konflikte und Resignation. Jugendliche sollen die Möglichkeit bekommen ihre Betroffenheit zu artikulieren.", unterstrich Gabriele Langer, Geschäftsführerin Verein Wiener Jugendzentren.

Umfangreiches Aktionsprogramm geplant

Die Kampagne startet am 7. September um 10.00 Uhr mit der Aktion "Rassismusfreie Zone im Wahlkampf Am Schöpfwerk". Dienstag, den 14. September, wird ab 18.00 Uhr zu einer Podiumsdiskussion "Kriegen wir Frieden?" ins WUK (9., Währinger Strasse 59) eingeladen. Weiters stehen u.a. eine spezielle Schwerpunktwoche im Jugendzentrum Strebersdorf (21., Dr. A.Geßman-Gasse 38) auf dem Programm, ebenso wie das Benefiz-Konzert "ZARA:ART: Nahe & ferne Lieder" mit Johanna Arrouas und Hakan Gürses zugunsten der ZARA- Beratungsstelle im Wiener Schauspielhaus ab 20.00 Uhr (9., Porzellangasse 19). Am 30. September findet zuletzt noch eine "Housewarming Party" im Jugendtreff Arthaberbad (10., Arthaberplatz 18) ab 17.00 Uhr statt.

Österreichweite Postkartenaktion gegen rassistischen Wahlkampf

Im Zuge der Kampagne besteht auch die Möglichkeit, spezielle "Clean Politics"-Postkarten an Bundespräsident Heinz Fischer zu schicken, verbunden mit der Bitte sich intensiv dafür einzusetzen, dass Ausgrenzung und Rassismus im Wahlkampf nicht toleriert werden. Darüber hinaus wird eine Petition an alle Parteivorsitzenden gesendet, mit der Forderung an alle politisch Verantwortlichen rassistische Äußerungen im politischen Werben um Stimmen zu unterlassen und zu verurteilen.

Nähere Infos auch unter:

www.zara.or.at/cleanpolitics/

 

Text: Rathauskorrespondenz

 

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