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Die Plakat-Strategien der ÖVP

Die Wahlkampagnen der ÖVP für die Wien Wahl '15 ist bisweilen nur auf eine Person abgestimmt, Manfred Jurazcka.

© | ÖVP setzt bei ihrer Plakatkampagne auf nur ein Gesicht

Wahlplakate der ÖVP zur Wien Wahl 2015

Die ÖVP Plakatlinie setzt auf den Spitzenkanditadten Manfred Jurazcka jeweils in ähnlicher Position mit kaum verändertem Gesichtsausdruck, ergänzt mit Apellen zum Kurswechsel bei Verkehr, Bildung und Jobs. Es wurden auf assoziationsgebende Bildelemente verzichtet, welche das behandelnde Thema visuell unterstützen würden. Dem Betrachter bleibt nur das Lesen. Ob Herr Jurazcka in Wien derart Vertrauen genießt, dass seine Person alleine ausreicht, ist dahin gestellt. Das Plakat 2 zum Thema Gymnasium lässt ein bisschen mehr Bildinterpretation zu. Jurazcka wirkt auf diesem Plakat selbst wie ein Elite-Musterschüler, mit gegeltem Haar und offenem Hemd. Es richtet sich klar an die bürgerliche Stammwählerschaft.

Plakat 1: Kurswechsel jetzt! Stopp den Autofahrer-Schikanen!

Plakat 2: Kurswechsel jetzt! Das Gymnasium-Nur mit uns ist es sicher!

Plakat 3: Kurswechsel jetzt! Mein wichtigster Job: 25.000 Jobs schaffen!

Video
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Wahlplakate der ÖVP zur Nationalratswahl 2008

stadt-wien.at hinterfragt die Schlagzeilen der Wahlplakate der Österreichischen Volkspartei. Dazu haben wir eine Stellungsnahme der ÖVP eingeholt.

Plakat: Pflege Förderung verdoppeln

Frage: Wer soll aller die Förderung erhalten? Wann , wo, wie?

Antwort der ÖVP: Jeder und jede Pflege- oder Betreuungsbedürftige, der/die legal eine 24-Stunden-Betreuung daheim durch selbständige oder unselbständige Betreuungskräfte in Anspruch nimmt, hat ab 1.11. 2008 bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen Anspruch auf die erhöhte Förderung von 550 Euro für Betreuung durch selbständige Betreuungskräfte und 1.100 € für Betreuung durch unselbständige Betreuungskräfte. Demenzkranke erhalten künftig bereits in den Pflegestufen 1 und 2 die Förderung.

Gültig für alle Bedürftigen? Gratis? Wie hoch sollen die Eigenkosten sein?

Antwort ÖVP: Für die Volkspartei steht im Vordergrund, dass Pflege daheim genauso möglich sein muss wie Pflege im Heim. Pflege darf kein Luxus, sondern muss leistbar sein.Wir haben daher die Förderung für die 24-Stunden-Betreuung verdoppelt, dass Pflegegeld kräftig erhöht und die Vermögensgrenze abgeschafft. Zusätzlich haben wir durchgesetzt, dass der Angehörigenregress auf die Kinder des/der Pflegebedürftigen abgeschafft wird. Unser Ziel ist, dass in Zukunft auch kein Rückgriff auf das Vermögen des/der Pflegebedürftigen selbst stattfindet.

Wird das Bankgeheimnis wieder 100% ? Wie ist das gemeint?  

Antwort ÖVP: Schluss mit Sparbuchkontrolle! Gemeint ist, dass kein Pflegebedürftiger/keine Pflegebedürftige erst zum Sozialfall werden muss, um dann Hilfe und Unterstützung zu erhalten. Daher hat die Österreichische Volkspartei durchgesetzt, dass die Vermögensgrenze als Voraussetzung für den Erhalt der Förderung für die 24-Stunden-Betreuung abgeschafft wird.

Plakat: Ohne Deutschkurs keine Zuwanderung

Frage: Ab wann und wie sollen die Immigranten/innen auf Ihre Deutschkenntnisse geprüft werden?

Antwort ÖVP: Menschen, die in Österreich eine Heimat finden wollen, sollen vor der Zuwanderung nach Österreich, die deutsche Sprache beherrschen. Diese Kenntnisse über die deutsche Sprache können dann aber z.B. an einer der129 Auslandsniederlassungen des Goethe-Instituts erworben werden.Diesbezüglich wurde mit dem deutschen Innenminister Wolfgang Schäuble bereits über eine Kooperation gesprochen. Aus Serbien, der Türkei und Bosnien-Herzegowina kommen die meisten Zuwander/innen nach Österreich.Auch in diesen Ländern bietet das Goethe-Institut Sprachkurse für „Deutsch als Fremdsprache“ an.Nach welchen Richtlinien wird ein ausreichendes Deutsch anerkannt?Wer nach Österreich kommen will, muss schon in seiner Heimat Deutsch lernen und vor der Zuwanderung ein Sprachzertifikat nachweisen. Dieses Sprachzertifikat bestätigt dass der Zuwanderer/die Zuwanderin über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügt und so bessere Chancen hat, sich in die österreichische Gesellschaft zu integrieren und Arbeit zu finden. Was geschieht mit jenen Personen, welche die Anforderungen nicht erfüllen können?In Österreich leben derzeit rund 1,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Alleine im Jahr 2007 wurde rund 21.000 Menschen erstmalig ein Aufenthaltstitel für Österreich erteilt. Diese Entwicklung erfordert eine offensive Integrationspolitik, die auf allen Ebenen von Politik und Gesellschaft, vor allem aber auch von den Zuwander/innen selbst, ernst genommen und umgesetzt werden muss.Die Sprache ist der wesentliche Schlüssel für die Integration.Zuwander/innen die Deutsch sprechen, haben bessere Chancen sich in die österreichische Gesellschaft zu integrieren und Arbeit zu finden.Daher ist ein abgeschlossener Deutschkurs vor der Zuwanderung für uns Voraussetzung sich in Österreich niederlassen zu dürfen.


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Ich hätte da ein Plakat für Willi: Politik/Steuersenkung - nicht mit mir oder für das bin ich nicht zu haben oder da bin ich strikt dagegen.
......! Hoffendlich bleibt uns das die nächsten Jahre erspart Herr Molterer.

, 23.09.2008 um 18:55

Es reicht - ist ein schwacher Slogan für die Zukunft. Was soll besser werden? Kleine Kinder gebärden sich auch so wenn ihr gegenüber stärker ist als sie selbst.

, 22.09.2008 um 15:18

Ich kann dazu nur sagen, jahrelang hat diese Partei dafür gesorgt, dass ich alle Belastungen des Staates durch einen minimalen Lohn habe mittragen müssen - und jetzt kommen wieder zusätzliche Ausgaben auf uns Steuerzahler zu. Diese Förderungen müssen ja auch finanziert werden. Und DAS soll mir Sicherheit geben?? Das schürt eher die Existenzangst, und man kann nur hoffen, dass die neue Regierung (welche auch immer es sein wird) endlich einmal Verantwortung zeigt und von diesem ganzen sozialen Wahnsinn Abstand nimmt. Sicherheit hätte ich eher durch ein Beibehalten des Sparkurses erhalten - mit der Option in absehbarer Zeit doch steuerlich entlastet zu werden. Dann hätten die mageren Jahre wenigstens Sinn gehabt. Aber so...

, 21.09.2008 um 02:56

Durch Zynismus und Unwahrheiten ist jedes Vertrauen zerstört - nach langjähriger Treue und Unterstützung. Der Zynismus gegenüber den immer ärmer Werdenden und gegenüber den Migranten ist beschämend!!! Da nützen keine Plakate mehr. Irgendwanneinmal stand die ÖVP für Werte, die ihre Wurzeln in einem wertschätzenden Umgang und im Christentum hatten. Nun steht sie für Macht und Reichtum.

, 19.09.2008 um 19:42

Aber das sind wenigstens noch die einzigen, die keine unrealistischen Wahlversprechen in Milliardenhöhe machen. Ist klarerweise nicht so populär ...

, 17.09.2008 um 11:50

ÖVP: wir STEUERN das land RUNTER

, 16.09.2008 um 13:48
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