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Nationalratswahl 2008

Koalitionsverhandlungen

Die Koalitionsverhandlungen sind bereits voll im Gange. Doch wer kann mit wem theoretisch und praktisch? Posten Sie Ihre Meinung dazu

Koalitionsverhandlungen

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Die Koalitionsverhandlungen sind ab dem ersten Tag nach der Wahl schon im Gange. Allerdings stellt sich neben der Frage: „Welche Regierungskonstellationen sind rechnerisch möglich? “, auch die Problematik, dass einige Parteien schon vor der Wahl mögliche Koalitionspartner ausgeschlossen haben. Im Moment deutet alles auf eine Neuauflage der – nicht mehr ganz so großen- schwarz-roten Koalition hin. Zwar mit einer umgebauten ÖVP und zwei neuen Spitzenkandidaten und dennoch sind es dieselben Parteien die sich 18 Monate lang bekriegt haben. Nach Auszählung der Wahlkarten (70%, Stand 02.10) könnte sich sogar eine andere, nach der Wahl noch mögliche, Koalition auch rechnerisch nicht mehr ausgehen; nämlich ein Regierung zwischen FPÖ und SPÖ…

Wahlkarten verändern noch etwas

Die Koalitionsverhandlungen hängen natürlich von den theoretischen Möglichkeiten ab. Und genau diese Möglichkeiten könnten sich durch die Wahlkarten noch ändern. So scheint eine Rot-Blaue Regierung, abgesehen von inhaltlichen unüberwindbaren Hürden, nun auch rechnerisch nicht mehr möglich zu sein. Nach einem Auszählungsgrad von 70% der Wahlkarten, wurden die Mandate wie folgt verteilt.   

SPÖ: 58
ÖVP: 51
FPÖ: 34
BZÖ 21
Grüne: 19

Allerdings stellt diese, in allen Belangen, unübliche Wahl, auch bei den Wahlkarten andere Rahmenbedingungen. Die Wahlkarten sind praktisch von knapp 420.000 auf 586.000 „explodiert“ und somit unberechenbarer geworden. Hießen die früheren Gewinner der Wahlkartenauszählung ÖVP und Grüne, so wird man nun Schwierigkeiten haben herauszufinden wie die neuen Wahlkarten gewählt haben. Die Koalitionsverhandlungen werden wohl erst in die letzte Phase eintreten können wenn die Wahlkarten zu 100% ausgezählt sind. Das Ergebnis ist mit 6.Oktober zu erwarten

FPÖ verliert durch Wahlkarten, Grüne gewinnen

Die FPÖ hat schon ein Mandat zugunsten der ÖVP durch die Wahlkarten einbüßen müssen. Nach 70% Auszählungsgrad dürfen die Grünen allerdings noch auf Rehabilitierung hoffen, denn ein Mandatsgewinn auf Kosten der SPÖ scheint sehr wahrscheinlich, während die theoretische Möglichkeit auf noch ein zusätzliches Mandat besteht, diese würde wiederum die FPÖ verlieren. Damit könnten die Grünen noch mit dem BZÖ gleichziehen, welches zurzeit bei 21 Mandaten hält; alle anderen Mandate scheinen so gut wie sicher.

Wer kann mit wem ?

Neben den rechnerisch-möglichen Koalitionsvarianten liegt da noch eine zweite Wahrheit, welche die Koalitionsverhandlungen auf wenige Parteien reduziert. So ist für Faymann, vor wie nach der Wahl, eine Koalition mit den rechtspopulistischen Parteien undenkbar. Ob es ein taktisch kluger Zug war oder nicht, darüber wird man streiten können, allerdings wäre es für die SPÖ kaum verkraftbar gewesen wieder den Vorwurf einer willkürlichen Grundsatzänderung diskutieren zu müssen. Die Koalitionsverhandlungen sind demnach durch folgende „Gesinnungen“ eingeschränkt.

SPÖ: Grundsätzlich keine Regierung mit FPÖ oder BZÖ. Von einer Minderheitenregierung hält SPÖ-Chef Werner Faymann nichts.

ÖVP: Betonte die  Unvereinbarkeit der EU-Frage mit der FPÖ. Die Grünen wurden oftmals als „linke Träumer“ tituliert.

BZÖ: Möchte als einzige Partei mit allen anderen Gespräche führen. Die Unterschiede zwischen orange und grün sind aber „nahezu unüberwindbar“ sind sich beide Parteichefs sicher.

Grüne: Unter keinen Umständen mit der FPÖ. Das BZÖ konnte aber in den letzten Tagen für eine mögliche Minderheitsregierung als Partner gut genug sein.


Die Koalitionsverhandlungen können demnach kaum jemanden von einer großen Variationenvielfalt überzeugen. Dennoch kommen in den letzten Tagen immer wieder neue Koalitionsvarianten zur Diskussion hinzu. So wurde von den Grünen die, so genannte, „Kenia-Regierung“ (Rot, Schwarz, Grün) und vom BZÖ eine Minderheitenregierung mit ÖVP und Grünen ins Spiel gebracht. Die Koalitionsverhandlungen sind, auch gemessen am Auszählungsstand der Wahlkarten, noch in der Startphase. Bleibt nur zu hoffen, dass die nächste Regierung schneller zusammen findet als die letzte!

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es wird alles wieder so werden wie früher..
2 jahre SPÖ mit ÖVP..
strache wird wieder mächtiger werden..
dann haben wir den Strache am hals.
und kennt ihr noch die Dame die den 2. Weltkrieg vorhergesagt hat??
die hat für 2012 den 3. vorhergesagt..
Logisch denken.. 2 jahre noch SPÖ mit ÖVP
danach Strache.. ausländerfeindlich.. 2010 dies das..
2012 : 3.Weltkrieg..

!?!?!?!??!?!?!?!?!?!
Also bitte denk mal alle ein bisschen nach was ihr da aufführts?!?!?!

, 18.11.2008 um 08:59

Alles nur keine grosse Koalition.

, 08.11.2008 um 10:17

rot und schwarz haben keine große zustimmung bei den wählern - was ebenfalls sehr eigenartig ist ist diese neuerliche ausgrenzungspolitik die gegenüber blau und auch orange betrieben wird. immerhin fast ein drittel der wähler haben sich geirrt oder sind halt nicht klug genug die richtige wahl zu treffen - so oder so ähnlich wird wohl die rechtfertigung für eine neuauflage der großen sein.......

, 26.10.2008 um 20:43

Ich kann nur eines sagen: Rot-Schwarz mit Grün!!

, 21.10.2008 um 08:53

Bitte nicht schon wieder SchwaRZ-ROT, man hat doch gesehen was dabei rausgekommen ist. Diesen Fehler noch einmal zu machen wäre nicht sinnvoll.

, 18.10.2008 um 09:42

Ich bin gegen eine Neuauflage der zuvor gescheiterten großen Koalition. Da der Trend von blau und orange bei dieser Wahl sehr gestiegen ist, wäre ich für eine Koalition zwischen blau-schwarz oder schwarz-orange!

, 17.10.2008 um 16:40

Neuauflage von SPÖ und ÖVP mit neuen Führungskräften, eventuell eine Beteiligung von GRÜN ist denkbar - der REST = unakzeptabel!!!

, 17.10.2008 um 14:37
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