1. Stadt Wien
  2. Politik
Mehr Politik
Artikel teilen
Kommentieren
Politik

Vereinte Nationen in der Wiener Uno-City

Informationen über die Vereinten Nationen und die Wiener Uno-City

UNO-City

Das Vienna International Centre

Mehr als 4.000 Angestellte aus über 100 Ländern arbeiten in Wien für die Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen kamen bereits vor fast 50 Jahren nach Wien. Die erste Organisation war die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), die sich 1957 nach ihrer Gründung im ehemaligen Grand Hotel am Ring bei der Oper ansiedelte. Zehn Jahre später folgte die 1966 neu geschaffene Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) und bezog 1967 das Felderhaus beim Rathaus und einige Gebäude in der Nähe. Als das Vienna International Centre 1979 eröffnet wurde, kamen einige andere UN-Einheiten an die Donau. Wien wurde, neben New York, Genf und Nairobi, einer der vier Hauptsitze der Vereinten Nationen.

Bereits 1966 bot die österreichische Bundesregierung den Vereinten Nationen an, in Wien einen Gebäudekomplex zu errichten, der als Sitz für die IAEO und die UNIDO dienen sollte. Ein Jahr später beschlossen die  Republik Österreich und die Stadt Wien, das Gelände am linken Donauufer dafür bereitzustellen. Als entschieden wurde, dass Wien ein neuer Hauptsitz der Vereinten Nationen werden sollte, wurde ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben, an dem 656 Architekten aus 50 verschiedenen Ländern teilnahmen und ihre Projekte einsandten. Vier Projekte blieben in der engeren Wahl und in Übereinstimmung mit der IAEO und der UNIDO wurde jenes vom Österreicher DI Johann Staber ausgewählt. Im Frühjahr 1973 wurde mit dem Bau begonnen.  

Die einzelnen Gebäude wurden als Büro-, Konferenz- und Serviceeinrichtungen geplant. Die Baukosten von 8 Mrd. Schilling (ca. 580 Mill. Euro) wurden vom Bund (65 Prozent) und der Stadt Wien (35 Prozent) geteilt.

Am 23. August 1979 wurde das Vienna International Centre  --  so sein offizieller Name  --  an die Vereinten Nationen und die Internationale Atomenergie-Organisation übergeben. Allgemein bekannt als “UNO-City”, wurde das Gebäude für einen symbolischen Mietzins von 1 Schilling (7 Cent) pro Jahr für 99 Jahre an die Organisationen vermietet.

Heute sind im Vienna International Centre folgende Organisationen untergebracht: das Büro der Vereinten Nationen in Wien (UNOV), das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), und die Vorbereitende Kommission für die Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO PrepCom). 

Andere UN-Organisationen und Einheiten mit Büros in Wien sind die Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht (UNCITRAL), die Postverwaltung der Vereinten Nationen (UNPA), das Büro der Vereinten Nationen für interne Aufsichtsdienste (OIOS), der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), der Wissenschaftliche Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen radioaktiver Strahlung (UNSCEAR), das Büro der Vereinten Nationen für Projektdienste (UNOPS) und die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR), die Umweltschutzprojekte der Donaustaaten koordiniert.

Das Zentrum für soziale Entwicklung und humanitäre Angelegenheiten (CSDHA), das 1979 nach Wien kam, wurde 1993 aufgelöst und die einzelnen Abteilungen in anderen Büros und Organisationen in Wien und New York eingegliedert.  Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) wurde 1995 in den Gaza rückübersiedelt.

Mehr als 4,000 Angestellte aus über hundert Ländern arbeiten für die internationalen Organisationen im VIC. Zahlreiche internationale Konferenzen und Tagungen finden jährlich hier statt. Großkonferenzen werden im benachbarten Austria Center abgehalten.

Auch 25 Jahre nach seiner Eröffnung spielt das Vienna International Centre bei den Vereinten Nationen eine wichtige Rolle und bringt viele Vorteile für das Gastland Österreich.


Text: UNO Wien
Bild: credit UNIS

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen

Ist es möglich zu Zeitschriften oder Auflagen zu kommen, die über UNO Einsätze militärisch und polizeilich berichten. In meiner Dienstzeit war ich bei einigen UN Missionen beteiligt. Oder gäbe es darüber ein Buch? Mit der Bitte um Mitteilung.
Mit freundlichen Grüssen,
Schnedl Hubert

, 17.10.2010 um 13:58
  1. Stadt Wien
  2. Politik