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SPÖ Parteitag: 41. Ordentlichen Parteitag der SPÖ

Faymann beim 41. Ordentlichen SPÖ Parteitag mit knapp 94 Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt! Dieses Ergebnis bedeutet zwar einen Vertrauensverlust im Vergleich zur Wahl 2008,

Faymann beim 41. Ordentlichen Parteitag der SPÖ mit knapp 94 Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt!

Dieses Ergebnis bedeutet zwar einen Vertrauensverlust im Vergleich zur Wahl 2008, damals erhielt Faymann noch 98,4 Prozent Zustimmung.
Nichts desto trotz ist das Ergebnis besser ausgefallen als erwartet. Angesichts verlorener Wahlen wurde mit einem dramatischerem Verlust gerechnet.
Der amtierende Bundeskanzler eröffnete den Parteitag mit einer sehr kämpferischen Grundsatzrede zum Thema Neoliberalismus und großer Kritik am Koalitionspartner ÖVP. Hier fand der Kanzler klare Worte:

Ins Visier nahm der SPÖ-Chef vor allem ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf: Solche Leute brauchen wir nicht, die bei der Armutsbekämpfung eine Krot schlucken müssen.

Auch Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) blieb von Faymann nicht verschont. Dessen Nein zur gemeinsamen Schule für alle sei bald eine "personifizierte Einzelmeinung". Außerdem reklamierte der SPÖ-Chef wieder den Posten des Finanzministers für seine Partei - denn man sehe ja, wo man mit ÖVP-Finanzministern hinkomme, sagte Faymann unter Verweis auf den Schuldenstand Österreichs.

Ansonsten betonte Faymann einmal mehr bekannte Positionen. So schloss er etwa die Einführung der Studiengebühren aus, warb  für den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen und für eine Ausweitung der Neuen Mittelschule. Ausländerfeindlichkeit erteilte der SPÖ-Chef eine deutliche Absage.

Die Rede von SPÖ-Chef Werner Faymann auf dem Parteitag in Vösendorf am Samstag hat bei den Oppositionsparteien heftige Kritik ausgelöst.

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sah sozialistische Plattitüden statt sozialem Handeln, für BZÖ-Generalsekretär Christian Ebner hat sich Faymann als der visionsloseste Bundeskanzler der Zweiten Republik herausgestellt. Grünen-Chefin Eva Glawischnig goutierte dessen klassenkämpferische Robin-Hood-Rede vor den eigenen Parteifreunden nicht, da man sich so auch nicht gegen die ÖVP durchsetzen werde. Die ÖVP selbst schickte ihre Vorfeldorganisationen wie IV und ÖAAB mit herber Kritik in die Medien.

Das Wahlergebnis im Detail:

Exakt entfielen 93,8 Prozent der Stimmen auf Faymann, der sich erstmals der Wiederwahl stellte. Kurz vor der Nationalratswahl 2008 war er mit 98,4 Prozent zum SPÖ-Chef bestellt worden. Dramatisch fiel der Verlust damit angesichts mehrerer verlorener Wahlen allerdings nicht aus. Am Samstag waren 646 Delegierte wahlberechtigt, abgegeben wurden 567 Stimmen - alle gültig. Bei der Wahl zum Bundesparteivorstand erreichte Faymann 95 Prozent.

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