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Seit 16.12.2009 ist es offiziell: Das BZÖ-Kärnten fusioniert mit der FPÖ und wird zur „Die Freiheitlichen in Kärnten“ (FPK). Doch die „Fusion“, welche auch schon als „Putsch“ bezeichnet wurde, hat nicht nur die Kärntner verstimmt, sondern auch nicht ganz nach Plan funktioniert. Die Unstimmigkeiten und Motive der FPÖ sind dabei transparent und liegen auf der Hand…

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Seit 16.12.2009 ist es offiziell: Das BZÖ-Kärnten fusioniert mit der FPÖ und wird zur „Die Freiheitlichen in Kärnten“ (FPK). Doch die „Fusion“, welche auch schon als „Putsch“ bezeichnet wurde, hat nicht nur die Kärntner verstimmt, sondern auch nicht ganz nach Plan funktioniert. Die Unstimmigkeiten und Motive der FPÖ sind dabei transparent und liegen auf der Hand…

Die Gebrüder Scheuch, vor allem der zwei Jahre jüngere Uwe Scheuch, sind mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die Drahtzieher der „Fusion“ gewesen. Aus Sicht der FPÖ ist der Fall offensichtlich: Ein angeschlagenes  BZÖ (hier gibt’s den Hypo Adria Skandal zum Nachlesen) in Kärnten könnte die entscheidenden Stimmen bringen um den Kampf mit den Großparteien endlich auf Augenhöhe zu bestreiten. Dafür wurde ein simpler Plan geschmiedet, der allerdings von BZÖ-Insidern schon länger erwartet wurde: Der Großteil des Kärntner-BZÖ spaltet sich ab, gründet einen neuen Klub (FKP), wird mit 5 Abgeordneten als eigenständiger Parlamentsklub gefördert und hilft der FPÖ auf Bundesebene. Keine Woche danach wurde dieser – vielleicht zu simple Plan – von der Öffentlichkeit sowie von allen politischen Mitstreitern seziert und auseinander genommen.  Der Plan ging nicht auf: Es fehlen die fünf Abgeordneten (gegenwärtig sind es gar nur drei), Heinz-Christian-Straches Position als Chef der FKP wurde mit jeder neuen Presseaussendung geändert (derzeit wird er „dezidiert“ nicht Chef der FKP) und die Medien übertrumpfen sich mit ironischen Headlines zur Unsinnigkeit der „Fusion“ („Strache legt sich die Hypo-Bombe ins Bett“, etc.). Und das Wichtigste: Die Kärntner sind verstimmt!

Kärntner überrascht und verärgert
Die Kärntner sind überrascht und verärgert aber vor allem eins: verwirrt! Zu frisch ist der Hypo-Skandal, zu schnell ist die Übernahme von statten gegangen. Das offensichtliche Scheitern des „Plan A“ von FPÖ und den Abtrünnigen (Uwe Scheuch dazu: „Es gibt keinen Plan B“) ist das Wasser in den Mühlen der verbliebenen BZÖler, die noch dazu behaupten „dies wäre nicht im Sinne Jörg Haiders“. Bleibt abzuwarten, ob es die FKP wirklich als eigenständige Partei (mit Parteienförderung) geben wird, wie schnell der Hypo-Skandal vergessen werden kann und wie weit die FPÖ nun hinter dieser Fraktion stehen wird…

Autor: Kajetan Strini 

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