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Politik Text: Theresia Zierler

Allgemeine Wehrpflicht

Die allgemeine Wehrpflicht in Österreich. Seit 142 Jahren ein Gesetz mit Unterbrechungen. Durch den Vertrag von St. Germain, 1919 wurde die allgemeine Wehrpflicht untersagt.

Geschichte der Wehrpflicht

1868 wurde mit dem Reichsgesetzblatt Nr. 151 ein neues Wehrsystem auf der Grundlage der allgemeinen Wehrpflicht eingeführt. Darin hieß es: "Die Wehrpflicht ist eine allgemeine und muss von jedem wehrfähigen Staatsbürger persönlich erfüllt werden."

Durch den Vertrag von St. Germain, 1919 wurde die allgemeine Wehrpflicht untersagt. Das damalige Bundesheer durfte nur 
mit Freiwilligen aufgestellt und ergänzt werden. Im Jahre 1936 wurde dann wieder die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und nach dem Anschluss wurde die Bewaffnete Macht Österreichs in die deutsche Wehrmacht eingegliedert.

Erst nach dem zweiten Weltkrieg und dem Staatsvertrag 1955 wurde das österreichische Bundesheer wieder nach den Kriterien der allgemeinen Wehrpflicht installiert. Die Dauer betrug damals neun Monate und wurde unter der Regierung Bruno Kreisky 1971 auf acht Monate reduziert.

Vier Jahre später, 1975 wurde dann ein Wehrersatzdienst, ebenfalls mit acht Monaten beschlossen. Dieser Wehrersatzdienst (Zivildienst) wurde dann im Lauf der Jahre auf zwölf Monate ausgedehnt. Zivildienst beinhaltet Tätigkeiten im sozialen Umfeld, wie etwa in Krankenhäusern, Altenheimen, Rettungsdienst und Jugendeinrichtungen. 2006 gab es dann Verkürzungen sowohl im Bereich des Wehrdienstes von neun auf sechs Monate und beim Zivildienst von zwölf auf neun Monate.
Etwa ein Drittel aller Männer leisten zurzeit ihren Staatsdienst im Zivildienst ab.

Textfassung: Theresia Zierler

 

 

 

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