
Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch…..
Schafft Weihnachten ab – Josef hat alles zugegeben. Diese Weihnachtskarte hat mich in der Vorweihnachtszeit zum Schmunzeln gebracht. Sonst nur sehr wenig. Der Stress, die Hektik, die Hysterie die einen umgeben, stecken unweigerlich an. Man kann sich dem Wahnsinn nur sehr schwer entziehen.
Kaum werden Ende November die Weihnachtsbeleuchtungen angeknipst und diverse Radiosender beginnen Weihnachtsmusik zu senden, flippen die Menschen aus. Als würde man einen Schalter im Gehirn umlegen. Leichte und schwere Depressionen sind an der Tagesordnung und die Spendenflut beginnt. Ich bin dafür, dass auf Missstände das ganze Jahr über aufmerksam gemacht werden sollte, denn in der ohnedies stressigen Vorweihnachtszeit prallt dann so mancher Christkindlbrief oder Spendenaufruf ab.
Wenn im Radio Papermoon gespielt wird, merken alle die, die es noch nicht gecheckt haben, dass Weihnachten ist. Dieses Geraunze passt eben perfekt zur Weihnachtszeit.
Wer kleine Kinder hat, weiß was Weihnachten für sie bedeutet, wer größere hat, weiß, dass sich dieser Fortpflanz gerne alles selber aussucht. Was wiederum Nerven kostet.
Ich glaube, dass das Schenken – wenn man das gerne macht – gar nicht so stresst, sondern vielmehr die unzähligen Veranstaltungen und Einladungen, die in der Adventzeit stattfinden. „Sehen wir uns noch vor Weihnachten?“, bei diesem Satz bin ich fast Amok gelaufen. Als wäre das Leben am 24.12. zu Ende. Man kann sich genauso gut am 30.12. treffen, und das entspannt und mit Genuss.
Bei Schulkindern kommt dazu, dass es meist im Dezember so einiges an Tests und Schularbeiten zu bewältigen gilt. So hat meine Weihnachtszeit Geographie, Englisch, Biologie und Mathematik geprägt. Halleluja. Nicht dass es mich nicht interessiert – ganz im Gegenteil – bin ich sogar froh, wieder hauptstadttechnisch in Europa am neuesten Stand zu sein und mein Englischvokabular aufpoliert zu haben. Aber dann ist nichts mit Kartoffeldruck und Co, mit Basteln und gemütlich am Weihnachtsmarkt herumschlendern.
Mir hat Adventkranzbinden in der Schule gereicht. Mein Jüngerer und ich waren nämlich mit dabei und es hat so ausgesehen, dass ich fleißig gebunden habe und er sich beim Buffet mit Keksen eingedeckt hat, die dann anschließend genüsslich verzehrt und aufs heimgehen gedrängt hat.
Die Kerzen, die ich für den Kranz besorgt habe, konnte ich ein paar Tage später kübeln, weil die hatten 5 kg Glitter drauf, der überall war, nur nicht mehr auf den Kerzen. Kerzen in Adventkranzgröße nach dem 1. Advent zu besorgen war dann eine eigene Geschichte, die eine separate Kolumne füllen würde. Also ich glaube, ich habe die letzten vier Kerzen in Wien käuflich erstanden, die für meinen Adventkranz geeignet waren.
Nach zwei Wochen war auch der selbstgebastelte, frisch gebundene Bioadventkranz dürr und somit leicht entflammbar. Nächstes Jahr kaufe ich einen, das ist schon einmal fix.
Beim traditionellen Keksebacken in Mamas Küche haben sich der Ältere und der Jüngere gestritten, wer welchen Teig, welchen Ausstecher, wer wie etwas aufs Blech legt, wer wie viel vorab vom Teig nascht usw. Ich hatte Augenflimmern und herannahende Migräne. Da konnte nur ein Song helfen: Wham und ihr legänderes “Last Christmas I gave you my heart, but the very next day you gave it away……”
Schöne Feiertage allerseits!

Permanente Haarentfernung und Hautpflege