Vorweihnachtszeit

Besinnlich sollte sie sein, die Vorweihnachtszeit. Kekse backen, Adventmärkte, Kerzen, Zimtduft und vieles mehr erinnert uns an diese Zeit, ist aber nicht immer so....

Vorweihnachtszeit


Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch…..

Heute war es soweit. Eigentlich spät – aber doch. Vier Wochen habe ich das neue Buch von Therese Knittl „Das feine Buch vom Keks“ hin und her geschoben. Naja nicht nur – die Bilder habe ich mir angeschaut. Feinste Teebäckerei, so lecker abgelichtet, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft.

Das Buch ist übersichtlich und klar. Ohne Schnick-Schnack. Es spricht mich an.
So entschloss ich mich die gespritzten Mandelkipferln zu probieren. Gespritzt nicht, weil Sie im 19. Hieb entstehen, sondern weil man dazu einen sogenannten Dressiersack benötigt.
Die Rezepte sind mit Sternen markiert. Dieses scheint ein Leichteres zu sein, weil es nur zwei Sterne hat. Darunter steht – ich zitiere wörtlich: Gelingen immer und jedem gut und sind auch sehr beliebt. Daneben eben, wie schon erwähnt ein tolles Bild. Die Kekse klein, fein, diese typischen Dressiersackrillen, in Schoko getunkt, alle gleich groß (no na) und im feinen Schächtelchen mit Schleife und kleiner Weihnachtskugel bildlich festgehalten.

Also, diese Therese Knittl will ich treffen, aber nicht im Dunkeln, weil sonst räche ich mich vielleicht noch. Von wegen zwei Sterne. Fängt schon damit an, dass man geschälte Mandeln reiben muss, man mixen muss um hernach das klebrige Zeug in einen Dressiersack zu füllen, was sich als nicht so einfach herausstellt. Bei mir quoll der klebrige Teig nicht nur unten an der Spitze raus, sondern eben auch oben und pickte überall an meinen Händen an meinem T-Shirt in der Küche am Boden, uff.

Ich bemühte mich halbwegs kleine Kipferln rauszudrücken, aber diese kleinen Hundlinge gingen enorm auf – und was noch viel schlimmer war – die Rillen, diese typischen Dressiersack Tüllenspuren WAREN WEG.

Hell backen stand da. Wie lange ist hell backen? Ich brauche Zeitangaben, Temperaturangaben, Fotos wie diese rohen Dinger drapiert werden müssen, in welchem Abstand, weil man ja nicht weiß wie die aufgehen und so.

Jetzt ist es vorbei erstmal und ich habe leichtes Sodbrennen vom Teig und Schokoladeglasur ausschlecken. Geht ja nichts über ein gesundes Abendessen.

Letztes Wochenende hatte ich mein erstes Mal. Mein erstel Mal am Mariazeller Adventmarkt. Hochgepriesen von allen Tageszeitungen dieser (österreichischen) Erde. Es war sogar Schnee da. Fast wie bestellt. Romantisch verschneit. Trotzdem war ich von den paar Hütteln enttäuscht. Zwischen bigotten Wallfartsgeschenken, Marialzeller Lebkuchen, Mützen für wirklich Lustige ein paar Punschstände.

Rausgerissen hat mich die heiße Zwetschke. Ein perfekt inszenierter Pflaumenschnaps, erwärmt, mit entkernter Dörrpflaume, Schlagobershaube und Zimt. Halleluja, der kann was, vor allem vor 12 Uhr Mittags. Aber man muss sich dort einiges schön und freundlich trinken. Die meisten Geschäftsleute sind dort ziemlich überheblich und glauben sich nicht anstrengen zu müssen. Aber die werden es alle noch billiger geben. Das hoffe ich zumindest. Inständig sogar.

Nun denn – einen schönen Advent allesamt und fröhliche Weihnachten!

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