
Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch…..
Das letzte Wochenende und der Feiertag kurz davor standen ganz im Zeichen der Thunfische und der guten Küche im Allgemeinen. Warum?
War ich doch zwei Mal zu Abendessen eingeladen, bei welchen jedes Mal herrlich gekocht wurde. Einmal eine Freundin, die sich entschuldigte, diesen einen Abend nur die schnelle Küche zu kredenzen. Von wegen. Wenn meine schnelle Küche immer so vorzüglich wäre, halleluja. Ich verschwieg meine „schnellen“ Minutensteaks, meine „schnellen“ Rahmfisolen von Iglo oder die „schnelle“ tiefgefrorene Iglo-Frittatensuppe. A hat das Kochen in ihrem Kärntner Blut. Schon wenn sie darüber spricht und mir, kleinen Lehrling, Rezepte verbal weitergibt, läuft einem das Wasser im Mund zusammen. A hat den Bogen raus.
Vor ein paar Tagen dann die nächste Einladung in ein wunderschönes Haus, das ich besser nie gesehen hätte. Glücklich und zufrieden soll man sein, ach ja und gesund natürlich – das ist das Wichtigste – und das habe ich mir das letzte Wochenende öfter mal gedanklich vorgesagt. Wer braucht schon einen RIESENGROSSEN Garten oder gar ein Swimmingpool? In knapp sieben Monaten ist Weihnachten, da verbarrikadiere ich mich doch gerne in meiner überschaubaren Wohnung. Es ist sowieso immer zu kalt in den großen Häusern. Der Sommer, der erst seit zwei Tagen ins Land zog, ist Mitte August vorüber, dann werden die Kastanien reif, es herbstelt und man hat NUR NOCH ARBEIT mit solch einem großen Garten. Jawohl.
Naja. Auf jeden Fall waren die Herrschaften hervorragende Gastgeber und es gab ein Dinner vom Feinsten. Haubenverdächtig sowieso. Angerichtet – alles geschmackvoll, appetitlich. Augen- und Gaumenfreuden zum Verrücktwerden. Zwei Tage später shoppte ich beim Interio Suppenschüsseln und herrliche längliche Schalen, wie eben K sie hatte (in deren Adern übrigens ebenfalls Kärntner Blut fließt – ein Zeichen?), um nicht beim Nachkochen bereits geschirrtechnisch zu unterliegen.
Genau. Habe ich mir nämlich listig, das Beste vom Besten erfragt, war einkaufen, habe spontan vier Freunde zum Essen eingeladen und mir Lorbeeren geholt. War das gut! Zumal am letzten Wochenende die Kommunikation familientechnisch eher nicht auf Hochtouren lief.
Es gab nur einen kleinen Haken. M hatte es nicht so auf Thunfisch. Weil M sich kürzlich ein Eco Journal reingezogen hatte und Bescheid wusste über das Aussterben der Thunfische und überhaupt. Die Zahl der erwachsenen Tiere liegt nur noch auf 20 % des Niveaus von 1970. Grund für die rapide Abnahme ist das stetig wachsende Bedürfnis nach Frischfisch, insbesondere für Sushi oder Sashimi in Japan, Nordamerika und Europa. Japan ist mit 78 % der größte Abnehmer vom weltweit verkauften frischen Thunfisch. Die anderen sind Schuld also. M würde sich somit selbst nie Thunfisch kaufen oder in einem Restaurant bestellen.
Geschmeckt hat es ihm nichts desto trotz, aber er hat natürlich Recht. Man muss mit unserer Umwelt behutsam umgehen. Sollen die Japaner doch weniger Sushi essen, also wirklich.
Heute Abend werde ich devot ein Butterbrot zu mir nehmen. Das schadet nicht, nach einer Woche mit Jakobsmuscheln an Avocadosalat, scharf angebratenen Riesengarnelen, Thunfisch mit einer herrlichen Sesamsauce an Wasabi-Kartoffelpüree und vielem Leckeren mehr. Guten Appetit, lassen Sie es sich schmecken, muss ja nicht immer Thunfisch sein!

Permanente Haarentfernung und Hautpflege
18:21
Mußte mir erst unlängst im Hotel Falkensteiner anhören als ich "Viktoriabarsch" aus dem Menü wählte: "wiie können Sie nur? das ist politisch nicht korrekt!" - Tja, dem Schicksal der armen Barscherln oder der eben nicht mehr mit ihnen friedlich herumschwimmenden anderen Fischerln sollte man auch gleich mit auf den Grund gehen. Gluck Gluck Gluck!