
Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch…..
Ich bin immer sehr gerne in die Schule gegangen. Meine Schulzeit ist durchwegs positiv besetzt, was jedoch nicht heißen soll, dass auch ich einiges vergesse und das Vergangene lieblich besetze.
Ob der jeweilige Unterricht Spaß macht und motiviert hängt vom Pädagogen ab. Und derer gibt es nun einmal nicht so viele. Das Lehrer-Drama beginnt schon mit der Volksschule. Es ähnelt einem Glückspiel welche Lehrerin oder selten Lehrer der Sprössling für ganze 4 Jahre am Pelz hat. Gymnasiumreif sollten die Kinder am Ende der 4. Klasse, im Idealfall sein. Der Lehrstoff ist vorgegeben, die Lehrmethodik nicht. Bei der kumpelhaften Lehrerin lernt man nicht viel, es ist laut im Klassenzimmer, man ist dafür umso öfter im Hof und darf spielen. Bei dem strengen Lehrer ärgern sich die Kinder oft, ob der fehlenden Freiheiten, lernen aber am Ende aller Tage Disziplin und sind um ein Vielfaches besser vorbereitet. Dann gibt es die Angepassten, die es dem Direktor gleich machen wollen und an sich selber mehr, als an die diversen Talente der einzelnen Schüler denken. Die komplett Unfähigen, die mit dem geringsten Aufwand überfordert sind, erwähne ich jetzt einmal gar nicht.
Die Volksschullehrer sind verdammt wichtig für unsere Kinder. Sie legen den Grundstein – die Freude am Lernen. Doch sie scheitern meist kläglich. Natürlich liegt es auch an den Eltern, sich um die Kinder zu kümmern, sich mit ihnen zu beschäftigen, mit ihnen zu lesen, ihnen Freude am Wissen zu vermitteln, keine Frage. Doch gute Lehrer braucht das Land!
Weiter geht es dann im Gymnasium. Der Umstieg ist meist schwer. Die Schultasche auch. Man hat länger Unterricht, als in der Volksschule. Dazu fällt mir Folgendes ein: Suppliert wurde selbstverständlich schon zu meiner Schulzeit. Das heißt – war ein Professor krank, wurde er durch jemand anderen vertreten. War dies zufällig die letzte oder die erste Schulstunde, hatte man in der Folge entweder eine Stunde früher aus, oder eine Stunde später Unterricht. Klingt einleuchtend, oder?
Nicht so bei meinem Älteren im Gymnasium. Die Schüler haben Supplierstunden, dass die Tür nicht zugeht. Zum Teil haben sie an einem Tag bis zu drei Ersatzstunden. Und wenn diese Stunden die letzten beiden sind, oder eine erste Stunde – die Schüler haben trotzdem nicht früher aus, oder später Schulbeginn. Ich verstehe das nicht. Völlig unlogisch.
Lehrer betreten einen Raum und sind präsent, oder eben nicht. Die ersten zehn Minuten sind für einen Lehrer entscheidend. Man respektiert ihn, oder eben nicht. Ich hatte einige gute Lehrer, an die ich noch immer gerne zurückdenke. Frau Mag. Susanne Bartakovits, die mir Italienisch lehrte, war herrlich erfrischend, hat den Unterricht mit Leidenschaft und abwechslungsreich abgehalten. Eine Studienreise in den Osterferien nach Florenz war das Tüpfelchen auf dem „i“. Keine Schikanen bei der Matura und bei allen beliebt, so soll es sein. Frau Mag. Helga Szivatz muss ich auch erwähnen. Immer witzig, menschlich und in der Lage, uns Schülern Betriebswirtschaftlehre und Rechnungswesen auf angenehme Art und Weise beizubringen. Es gab an dieser Schule auch andere Lehrer, die diese Fächer unterrichteten. Boshaftigkeit und mit Gleichberechtigung nichts am Hut, sind nur einige wenige Attribute die mir ad hock einfallen. Eine Deutschprofessorin in der Unterstufe des Gymnasiums habe ich noch in Erinnerung – ich glaube Frau Mag. Schuck. Ich liebte diesen Deutsch Unterricht. In dieser Zeit habe ich am meisten gelernt. Auch die Biologie Professorin war sehr gut. Sie machte viele Versuche, erklärte anhand praktischer Beispiele, zeigte viele Filme um die behandelnden Themen besser zu veranschaulichen.
Die Guten und die Schlechten halten sich leider nicht die Waage. Die Guten sind rar und doch sind sie so wichtig. Lehrer, die unsere Kinder unterrichten haben große Verantwortung. Es kann so spannend sein mit Jugendlichen zu arbeiten. Wer seine Arbeit gerne macht, ist meist gut darin. So hoffe ich, dass viele Lehrer ihrer Arbeit gerne machen und Freude daran haben, den Jugendlichen vieles beizubringen, damit das Bildungsniveau nicht sinkt sondern markant steigt!
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