
Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch…..
Kitzbühel verbindet man mit Promis, mit Hansi Hinterseer, mit Fiona und ihrem immer mehr zur Frau mutierenden Karl-Heinz, mit starker Moncler-Dichte mit Preisen, dass einem die Ohren glühen und mit dem Take-Five, d.e.r. Disco in Kitzbühel.
Ich persönlich verbinde Kitzbühel mit einem kürzlich eben dort verbrachten Weiber-Wochenende in einem Privathaus, das aber genauso gut in Neusiedl hätte sein können, gut Schi fahren wäre ein Problem gewesen, aber dazu später. Die Erinnerung daran lässt mich gerade schmunzeln. Es kommen Gefühle auf, als wäre man noch einmal sechzehn, äquivalent zur Schikurs-Stimmung, nur dass man den Alkohol nicht im Spülkasten der Toilette verstecken muss, sondern trinken darf, jawohl.
Zum einen heißt es immer wieder, dass Frauen miteinander nicht so gut können. Da wird verglichen, da gibt es Konkurrenz, Zickenalarm und blödes Gerede. Von dem allen war zum Glück nichts zu bemerken – im Gegenteil – wir stellten fest, dass Frauen prinzipiell in Sachen Zusammenleben besser harmonieren als eben klassisch Mann und Frau.
Wir waren Vier, eigentlich Fünf, der Fünfte allerdings männlich und – ein Hund. Und alle Vier haben einen LAP. Das sagt man jetzt so und es bedeutet: Lebensabschnittspartner. Bei den einen dauert die LAP-Zeit schon eine halbe Ewigkeit an und mehr als die Hälfte des eigenen Lebens, bei den anderen ist alles frisch und noch relativ unverbraucht – dennoch – es war herrlich, so ohne Männer und natürlich Kinder. Wir konnten wir sein, wir konnten laut – sehr laut – Musik hören, ohne dass jemand kopfschüttelnd die Fernbedienung an sich reißt , konnten tanzen, ohne ätzender Kommentare, konnten mit dem Schitag beginnen, wann es uns in den Kram passte, konnten Schnaps- und Pinkelpausen einlegen, wie es uns gelüstete, konnten Illustrierte kommentieren, Vanity-Fair-Foto-Bildbände langsam durchblättern und jedes Kunstwerk wirken lassen, um es hernach gemeinsam zu deuten und zu besprechen – ein Traum.
Es war harmonisch und wir lebten den gleichen Rhythmus. Es gab mehrere Foto-Sessions mit Selbstauslöser, die uns zum Entzücken brachten und unsere Lachfalten vertieften, es wurden Nagellackfarben getauscht und Methoden zwecks Faltenabbau besprochen und auch ausprobiert (ich spreche von Cremen und Masken, nicht von einer Botoxparty!). Einmal haben wir auch gemeinsam gekocht, beziehungsweise eine hat gekocht, die anderen haben assistiert. Aber man muss sagen, eine aus der Runde kann es auch ganz besonders gut und tut es auch gern. Ich habe mich eher aufs aufdecken beziehungsweise abräumen spezialisiert, wird wohl einen Grund haben. Die zwei Frühstücke waren auch mehr als gemütlich und der Tisch hat sich voller Köstlichkeiten gebogen. Alle haben mit Appetit und Leidenschaft gegessen, entschuldigen Sie, aber das ist eine Besonderheit heutzutage. Es wurden definitiv keine Kalorien gezählt und die paar Kalorien, die mitunter zuviel waren, wurden regelmäßig abgetanzt, oder auf der Schipiste zurückgelassen.
Das Schifahren war auch lustig, zumal wir in dieser Konstellation noch nie gemeinsam den Berg erklommen haben. Alle sind sportlich und es war auch auf dieser Ebene ein harmonierender Genuss.
Kurz sank die Stimmung ein klein wenig, weil der Hund abgehauen war, und nach drei Stunden Freiheit in den Tiroler Wäldern noch immer nicht zu sehen war. Wir verstreuten uns in alle Himmelsrichtungen und konnten den Banditen nach langen Ruf- und Pfeifkonzerten doch noch finden. Dann gings mit dem Taxi (ein lässiger Taxifahrer mit fahrender Disco, übrigens) ins Zentrum. Aufgefescht stellten wir uns ins Fünferl, einer urigen Bar in Kitzbühel, wo wir ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden gefeiert haben. Wir besuchten in den zwei Tagen auch ein wunderbares italienisches Restaurant und ich war das erste Mal im Take Five, das man aber – unter uns - auslassen kann.
Auf jeden Fall - schön, dass es so etwas gibt, es hat verdammt gut getan und war ein kleiner Urlaub vom Alltag. Danke!

Permanente Haarentfernung und Hautpflege