
Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch…..
Zwei Jahre haderte ich nun schon damit. Und zwar mit einer Anschaffung von Inlineskates. Sie wissen, diese moderne Variante von Rollschuhen, wobei die Rollen in einer Reihe (engl. in-line) angeordnet sind. Nun habe ich es getan. Den Kauf getätigt und diesen Sport bereits mehrfach vollzogen.
Ich besitze das erste Mal Inlineskates. Als Kind und als Jugendlicher hatte ich Rollschuhe, die es bereits seit etwa 1760 gibt. Um 1850 kamen die ersten Rollschuhe mit vier Rädern auf den Markt – so alt bin ich aber nicht! Ich erinnere mich noch an meine geliebten dunkelblauen, rauhledernen Clerks. Ich glaube, diese Schuhe sind bereits so alt, dass sie wieder Kult sind. An diese Clerks habe ich meine Rollschuhe angeschnallt. Die habe ich ebenso geliebt. Als ich ein wenig älter wurde, habe ich diese Rollschuhe aus Leder und Metall mit den sogenannten Disco-Rollern abgelöst. Ich besaß ein Paar in Blitzblau mit gelben Streifen. Vorne war ein Stoppel, mit dem man bremsen konnte.
Weil die guten, sportlichen Eishockeyspieler in den USA Trainingsgeräte für den Sommer benötigten, kamen die Inlineskates 1990 wieder neu auf den Markt. Die Firma Rollerblade griff den Trend auf und vermarktete ihn im Massenmarkt. Einmal, das war ungefähr vor 12 Jahren, als es den guten alten Schuh-Ski auf der Donauinsel noch gab, habe ich mir eben dort ein Paar Inlineskates ausgeborgt und bin auf der Insel herumgefahren. Jung, cool, mit kurzer Short und ohne Schützer.
Und jetzt treibe ich dort erneut mein Unwesen. Älter, noch immer cool :-), allerdings besser ausgerüstet. Beraten wurde ich erstklassig. Diesmal bei Hervis im Donauzentrum. Der Verkäufer war Simon Grüll. Ich muss ihn erwähnen, weil er kompetent war, freundlich, ehrlich – einfach gut. Nein, sehr gut.
Nach dem Erwerb von Rollerblades und einer Garnitur Schutzwerkzeug machte ich mich auf den Weg zur Donauinsel. Bis ich adjustiert war, verging sicher eine gute Viertelstunde. Obwohl ich gut Eislaufen kann, war ich sehr vorsichtig. Etwas holprig machte ich mich auf den Weg Richtung Klosterneuburg. Das Gefühl für mein neues Sportgerät wurde immer besser und ein Sturz blieb bisher aus.
Schön langsam wird es für mich zur challenge. Aufrecht fahren und mit den Armen herumschlenkern – ganz schlecht. Nach vorne gebeugt, die Arme am Rücken gekreuzt – den Eisschnellläufern gleichgemacht – das ist das Ziel. Man fährt rasch, auch bei Gegenwind und macht etwas für Herz und Kreislauf. Spaß macht es auch, weil man in der Natur ist und eine überdimensionale Fuhre Frischluft seinen Lungenbläschen zuführt. Wenn dann noch die Sonne scheint und man gute Musik im Ohr hat, dann ist das fast wie Urlaub.
Jetzt tut es mir fast leid, dass ich bei diesem Trend ursprünglich nicht mitgemacht habe. Ein wirklich lässiger Sport. Ich bin neugierig wie lange er mir Freude bereitet, aber ich bin überzeugt, dass diese Investition nicht umsonst war. Also Leute, raus in die Natur! Man sieht einander auf der Insel!

Permanente Haarentfernung und Hautpflege