Kabinenparty:Apres Ski

Kabinenparty ein Sommerhit? Nicht nur. Denn beim Apres Ski in Obertauern war das der beste Song, der am meisten einheizte. Und in der Edelweißhütte ging es richtig gut ab.

Kabinenparty

Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch.....

Was soll ich nur sagen. Diese eine Woche. Diese Semesterferien-Woche. Diese Schiwoche in den Bergen von Obertauern. WAR EIN TRAUM. Das Wetter, wie im Bilderbuch, genügend guter Schnee, die Stimmung grenzgenial und mein Älterer blieb zur Abwechslung einmal unverletzt.

Letztes Jahr gönnte ich mir Mitte der Semesterwoche den Luxus eines neuen Schischuhs, nämlich einen echten, eingeschäumten Strolz. Es war die beste Investition seit langem, denn ich habe heuer ohne Knieschmerzen und ohne Rückenschmerzen meine Schitage beendet. Die Betonung liegt auf Schitag – und der ging bis ca. 15.30 Uhr. Danach begann Apres Ski – quasi essentieller Teil 2 des Schitages - in der Edelweißhütte, das grandios war und dem 40-Plus-Körper einiges abverlangte. Unglaublich eigentlich was man mit Schischuhen so alles bewerkstelligen kann. Hüpfen, Tanzen, Stampfen und – sie helfen einem nicht so bald umzufallen. Aber nur im Falle man hätte ein wenig zu viel getrunken, was ja dort so gut wie nie, nie vorkommt.

Wer Lust auf einen guten Trip hat, nehme 3 Mal Wodka-Feige und hernach 2 Mal Glühwein. Schwindel und leichte Übelkeit über mehrere Stunden garantiert, Appetitlosigkeit inklusive. Aber Schnick-Schnack.

Wer glaubt, niemanden brauchbaren in der Schihütte kennenlernen zu können, irrt. Großer gemeinsamer Nenner: Feier- und Tanzlaune. Der Remix von David Guetta vs. Skero „Kabinenparty“ war eines der besten Stimmungsmacher, dicht gefolgt von den Black Eyed Pies mit dem neu abgemischten „Time“. Nicht zu vergessen Mickie Krause mit „Ich bin Solo“ nach den Klängen von „I am Sailing“ von Rod Stewart. Grüße an Karli an dieser Stelle, weil bei „I am Sailing“ bin ich in den 80ern schmusend und tanzend, bei einer sogenannten Zoo-Party, mit ihm zusammengekommen.

Zum einen war da der schräge Künstler Wolf-Peter mit seiner feschen Natascha und zum anderen Claudia und Franz, ein Power-Paar und ihres Zeichens Schi-Fashion-Victims. Sie hatten jeden Tag andere Klamotten an und vor allem Claudia war bis zu drei Schichten unter der knalligen, atmungsaktiven, modernen Funktionsjacke – nämlich bis zum wilden Tanktop von Ed-Hardy immer top gestylt. Aber nicht nur das. Alle vier waren mächtig gut drauf, und als Wolf-Peter bei „Ich bin solo“ mit seinem i-phone die künstliche Flamme hin und her schwang, konnte ich fast nicht mehr, vor lauter lachen.

Der Künstler mit langem Haar und etwas anderer Brille, der die Farbe Rot als Ausdruck der Vitalkraft und der vegetativen Erregungshöhe sieht, als auch die Farbe Rot für den Drang, Wirkung zu erzielen, Erfolg zu erobern und hungrig zu begehren, was Intensität und Erlebnisfülle bietet, hat mich fasziniert. Seine Frau trug einen roten Anorak (bevor sie ihn auszog und wild getanzt hatte), das habe ich mir gemerkt. Und ich denke, das kann kein Zufall sein. Und da gab es auch noch einen Hüttensong vom roten Pferd, das mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt hat….

Wer laute Musik ablehnt, Menschenaufläufe meidet, wer Nichtraucherlokale bevorzugt und eigentlich nicht so gerne tanzt, sieht wahrscheinlich auf der Hütte bei Kabinenparty rot.

Geht scho, gemma Vollgas! Ich bin dabei!

 

 

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