Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch…..
Gelsen - sagen wir Österreicher zu den Stechmücken. Diese unnötigen Zweiflügler können mit Hilfe speziell angepasster Mundwerkzeuge die Haut ihrer Wirte durchstechen und Blut saugen. Nicht alle Zweiflügler. Nur die weiblichen können das. Die dabei aufgenommenen Proteine brauchen die Weibchen für die Eierproduktion.
Das heißt im Klartext, alle Gelsen, die mich gestern Abend malträtiert haben, waren weiblich, hatten kurz davor die Befruchtung durch die Männchen und brauchten mein Protein um ihre grauslichen Eier zu bilden. Igitt. Dann tritt die bekannte allergische Reaktion an der Einstichstelle ein. Jeder kennt den ätzenden Juckreiz, der von eben diesen ausgelöst wurde, welche die Gelse in die Saugstelle einspritzt, um das Gerinnen des Blutes zu verhindern. Da der Körper durch diesen Einstich Histamin ausschüttet, können obendrein noch Quaddeln entstehen. Vielen Dank!
Wer nicht weiß, wie solche aussehen, kommt bei mir vorbei und sieht mich an. Der Blick in den Spiegel, bereits gestern Abend, vor dem schlafen gehen, löste kurzes Entsetzen bei mir aus. Die Gelsen haben zweimal auf meinem linken Augenlid zugeschlagen. Als ob es da so viel Blut gäbe. Mich juckt es heute an der Schulter, am Fuß, am Oberschenkel. Diese Biester stechen locker durchs Gewand. Eigentlich unglaublich, was diese kleinen filigranen Dinger können. Man müsste ihnen Respekt zollen, trotzdem sind sie unbeliebt.
Schon eine einzige Gelse im Schlafzimmer kann einem das Leben schwer machen. An Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. Man muss aufstehen, das Licht anmachen und dieses weibliche Insekt finden um es hernach lustvoll zu töten.
Ich erinnere mich an Italienurlaube in meiner Kindheit. Die Hotelzimmerwände waren immer voll von zerschlagenen Gelsen.
Gestern Abend, dankbar muss man sagen, einer lauer Sommerabend, waren wir bei Freunden in Hainburg. Es wurde gegrillt, gelacht, gefeiert und getrunken. Dazwischen wurde allerdings hysterisch gefuchtelt, gesprüht, geschmiert, bedeckt, gekratzt und auch mit bite away behandelt. Das ist ein elektronisches Gerät, dass durch konzentrierter Wärme (ca. 50 Grad) die teilweise Zersetzung von Giftbestandteilen bewirkt und die Ausschüttung von Histermin reduziert, sprich es soll nicht zu sehr anschwellen und auch nicht so jucken. So zart ist meine Gesichtshaut mit über 40 nicht mehr, aber die 50 Grad auf meiner linken Wange waren keine Kleinigkeit. Aua.
Es war nicht eine Gelse, gestern Abend. Es waren Hunderte, Tausende. Schwärme von Gelsen quälten uns bis aufs Blut. Fazit: Quaddeln ohne Ende.
Der Körpergeruch und die Wärme ziehen die Biester an. Gelbes Licht sollen sie angeblich nicht sehen, Lavendel- und Paradeiserstauden mögen sie nicht. Vielleicht sollte man ein Sommerparfum mit dieser Duftnote kreieren, oder gibt es das schon?
Wasserquellen, und sind es nur Gieskannen, ziehen die Summer an. Ein einziges befruchtetes Gelsenweibchen kann bis zu 500 Eier ablegen. Voraussetzung natürlich eine ordentliche Blutmahlzeit. Ich denke, gestern Abend in Hainburg wurden tausende und abertausende Eier abgelegt. Ein Alptraum, wenn man bedenkt, dass nur innerhalb weniger Tage die wasserlebenden Larven, nach einem kurzen Puppenstadium in die Luft gehen und Grill- und Gartenpartys heimsuchen.
Ich habe gelesen, dass die Gelsen Knoblauch nicht mögen. Also an alle die Gelsen und auch Freunde und Mitmenschen vergraulen wollen. Fest mit Knoblauch einreiben!!
Trotzdem noch einen schönen Sommer und wer auf Schmerzen steht, dem empfehle ich bite away aus der Apotheke!

Permanente Haarentfernung und Hautpflege