
Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch....
Kleider machen Leute. Ein alter Spruch, der stimmt. Zuerst wird der Mensch visualisiert. Unweigerlich urteilt man zuerst – beziehungsweise kategorisiert man – nach der Bekleidung eines Einzelnen.
Es gibt unsichere Menschen, die sich in feinstes Tuch hüllen, um durch die Sichtbarmachung der besonders guten Qualität für Respekt und Anerkennung zollen. Sie übersehen, dass man sie mitunter durchschaut, vor allem von denen, die das nicht notwendig zu haben scheinen. Hat ja auch keiner. Bestechen soll man in erster Linie durch Geist, Esprit und Humor.
Ich meine jetzt nicht, dass Bekleidung unwichtig ist – ganz im Gegenteil. Man sollte sich den Gegebenheiten anpassen ohne Individualität zu verlieren. Ich denke, das ist machbar. Nicht begrüßenswert ist es, den Opern-, Theater- oder Konzertbesuch in Alltagskleidung zu bestreiten. Setzt sich auch Gott sei Dank nicht durch, fällt aber leider immer wieder auf.
Man kann alles übertreiben. Mein Älterer wünscht sich ein dunkelblaues Sakko mit Goldknöpfe und einen Gehrock a la Thomas Gottschalk. Andere 17-jährige tackern sich die Augenbrauen zu, oder haben die Hosen über den Hintern hängen – ich muss mich halt mit diesen Dingen konfrontieren.
Uniformen zum Beispiel - kleiden jeden noch so Unauffälligen und verleihen ihm eine besondere Aura. Nicht umsonst gibt es im Fetischbereich Polizistenuniformen (mit Kappe – sehr wichtig!), Krankenschwesternoutfits mit Lack und ohne Lack und Pilotenhemden. Mein Freund D flippt aus, wenn ihm eine Frau in Polizistenklamotten gegenübertritt. Na mal schauen, was bei uns im Faschingsfundus im Keller so herumkugelt.....
Es gibt Menschen, die kaufen sich sündteure Bekleidung und schauen damit dennoch nicht gut aus, weil man sich Geschmack nicht kaufen kann. Diejenigen, die guter Geschmack auszeichnet, können ruhig mal zu günstigeren Klamotten greifen, mit teureren kombinieren – und fertig ist das perfekte Outfit.
Gerade jetzt vor dem Frühlingsbeginn trudeln unzählige Kataloge ein. Wunderschöne, schlanke Modells präsentieren gekonnt die neueste Mode. Bekleidung im Katalog zu bestellen ist aktueller denn je. Ich sage jedoch: Finger weg. Man wartet lange darauf, meist passt es oder gefällt es nicht. Man muss es zurückschicken und hoffen, dass einem die Versandkosten nicht verrechnet werden. Nimmt man dann doch ein Stück, darf man – im Falle man zahlt es bar bei der Post ein – den Zahlungsabschnitt NICHT verlieren. Das ist nämlich mir passiert, und ich musste das blöde Teil ein zweites Mal bezahlen. Ich habe natürlich einen Nachforschungsantrag bei der Post beantragt und die wollten mir dann nach drei Wochen Nachforschung (oder was die halt so getrieben haben) doch glatt soviel an Spesen verrechnen, wie das olle Teil gekostet hatte.
Pardauz. Habe also verhandelt und klein beigegeben und es DOPPELT bezahlt. Man lernt nicht aus. Auch so ein wahrer Spruch.
Ach ja, die bei der Post haben auch neuerdings einheitliche Kleidung. Schade, dass die nicht bewirkt, dass die Angestellten effektiver arbeiten.
Aktuell ist die Bekleidung auf den Schipisten ein Thema, also nicht nur die Reizwäsche unter den hautengen Schianzügen im amerikanischen Schiteam, auch die Mode fürs sportliche Volk für die Piste und für den nicht zu vergessenden Apres Ski.
Hab mir unlängst sagen lassen, dass zu enge Schihosen nicht wirklich sportlich rüberkommen und flugs hatte ich eine neue, rote, weite, sportliche Schihose.
Nun denn – Obertauern – ich komme!

Permanente Haarentfernung und Hautpflege