Autokauf

Ein Autokauf hat einen besonderen Kitzel. No na, man kauft sich ja auch nicht jeden Tag ein Auto. Und wenn es dann ein MINI ist, ist die Welt schon in Ordnung.

Autokauf

Zeit, für einen Eintrag in mein Tagebuch…..

Es ist schon etwas ganz Besonderes ein Auto zu kaufen. Das Besondere daran, ist eigentlich schon die blanke Idee es kaufen zu wollen, es zu planen, es gedanklich durchzuspielen, sich eines kaufen zu KÖNNEN. Noch spezieller wird es, wenn man ein neues Auto kaufen kann und sich den fahrbaren Untersatz so bestellt, wie man ihn gerne hätte bzw. inwieweit es das vorhandene Budget zulässt.

Ist ja schon die Anschaffung eines gebrauchten Autos mühevoll, zumal man Angst hat, die Katze im Sack zu kaufen. Umgekehrt ist der private Autoverkauf auch ziemlich spannend. Ich erinnere mich an mein erstes Auto, ein weißer Renault 19, das ich nach einigen Jahren der Nutzung verkauft habe. Gekauft hat es letztendlich der Mühsamste aller Interessenten, nämlich der, der sich auf eine eigens mitgebrachte Wolldecke unter mein Auto gelegt hat, um mit seiner überdimensional großen Taschenlampe alles, nämlich wirklich alles, sehen zu können.

Um meinen schwarzen Golf hat es mir vor vielen Jahren richtig leid getan und beim Verkauf meines MINI-Cabrios kämpfte ich mit den Tränen. Ich musste vernünftig sein – was mir so gar nicht liegt – weil meine Kinder keinen Platz darin fanden. Ich gehöre nicht zu der Kategorie, die ihren Autos Namen geben, aber ein klein wenig bin ich diesen Karren emotional verbunden.

Die letzten vier Jahre schob mich ein mit Hinterradantrieb gesteuertes Auto durch den Verkehr. Abgesehen von eben diesem Hinterradantrieb und der Farbe vielleicht, war ich bisher sehr zufrieden. Doch MINI hat ein neues Modell herausgebracht. Eines mit vier Türen, eines, das um ein wesentliches größer ist, als der klassische MINI und trotzdem wie ein MINI aussieht. Gut gelungen und für mich quasi perfekt zugeschnitten. Also für mich und meine Jungs. Denn für mich sind so einige andere Autos wesentlich perfekter. Aber das ist eine andere Geschichte und würde ich jetzt über einen Ford Mustang Shelby GT-500, Baujahr 1967 schreiben, würde das vielleicht meine Kaufentscheidung beeinflussen. Hach.

Zurück zum MINI Kauf. Autohäuser und die dazugehörigen Autoverkäufer sind ganz speziell und jeder, der an Autoverkäufer denkt, hat unweigerlich ein bestimmtes Bild dazu im Kopf. Aber bei MINI ist alles anders. Die Philosophie des „anders seins“ zieht sich wie ein roter Faden durchs Konzept bis hin zu den Verkaufsverantwortlichen. Die MINI-Diplom-Verkäuferin Claudia Schulik, die sichtlich auch die Teamleitung inne hat, ist sicher nicht die klassische Autoverkäuferin. Es beginnt schon einmal damit, dass sie eine Frau ist. Das alleine ist in diesem Beruf ungewöhnlich. Frau Schulik versteckt es zwar ein bisschen, nämlich das „Frau sein“, passt aber zum MINI-Konzept. Sie schaut sportlich aus und hat sehr kurz, geschnittenes Haar. Ihr burschikoses Äußeres bestärkt die Vermutung, dass sie wirklich Autofahren kann und das versteht, wovon sie spricht. Ihre Augen blitzen aufgeweckt und man darf sich nicht zu sicher fühlen.

Sie ist kein Freund, auch Sie muss Ziffern abliefern und ist an einem Abschluss interessiert. Der Kaffee schmeckt allerdings wie bei einem Freund. Es ist nämlich ein Nespresso und ich liebe Nespresso. Keep it wild, steht am Prospekt. Sie ist es, der MINI ist es. Keep it MINI. Nix ist mini, schon gar nicht der Preis. Sprich, ich bin wieder nicht vernünftig und lass mich von dem coolen Image, das MINI hat, verleiten.

Diesmal gehe ich farbtechnisch auf Nummer sicher und bestelle es in schwarz. Die Außenspiegelkappen jedoch mit Union Jack. Bissl feig, meint Frau Schulik, weil das nimmt jeder Zweite. Würde ich einen noch besseren Preis kriegen, würde ich grell-grün nehmen? Nicht? Feig, Frau Schulik…..

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