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Schönheit

Blond – mehr als nur eine Haarfarbe!

Die Haarfarbe Blond zieht uns alle in ihren Bann: Marilyn Monroe etwa hat uns in "Blondinen bevorzugt" mit ihrem blonden Haarschopf verzaubert. Doch bereits bevor der platinblonde Star in seinem weißen Kleid sich selbst und blonde Haare zum Sexsymbol machte, war Blond die bevorzugte Haarfarbe vieler Frauen. Warum wir blond sein wollen, welche Bedeutung die Haarfarbe für die Emanzipation gehabt hat (und hat) und warum die Klischees vom dummen Blondchen und der männermordenden Nymphomanin dennoch fortbestehen, verraten wir Ihnen hier.

Cristina Mesa
© Cristina Mesa |

"Blond wie eine Semmel" sang schon Rainhard Fendrich. 

Komponisten, Liedtexter, Anthropologen, Psychologen und vor allem Friseure beschäftigen sich mit ihr – der Haarfarbe Blond. Sie gilt als gnadenlos sexy und wird vom Großteil der Männer geliebt. Gleichzeitig gibt es kein Klischee, das sie nicht bemüht hat; dennoch bleibt sie für immer unumstrittener Star speziell in der Welt, in der es um Glanz und Glamour geht.

"Blondinen bevorzugt" – Wer blond ist, hat's leichter im Leben 

Es ist kein Zufall: Immer mehr Wissenschaftsdisziplinen setzen sich mit dem „Phänomen Blond“ auseinander. Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass es blonde Menschen im Leben leichter haben. Schon im Kleinkindalter wird ihnen mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Im Kindergarten und in der Schule werden Blondschöpfe häufig wohlwollender behandelt als ihre dunkelhaarigen Altersgenossen. 

Imageberater begründen das mit einer Reihe von positiven Assoziationen, die die Farbe Blond beim Menschen auslöst. Diese wird nämlich oft automatisch mit Eigenschaften wie Vertrauen erweckend, ehrlich, angenehm, zartfühlend und freundlich verknüpft.

Bei so vielen positiven Signalen, die Blondschöpfe aussenden, ist es also kein Wunder, dass etwa 40 Prozent der Frauen angeben, sie würden gerne blond sein. Verstärkt wird diese Begehrlichkeit noch durch das süße Geheimnis heller Töne. Blond ist die Haarfarbe, die am meisten schmeichelt, die den Teint frischer und die Gesichtszüge weicher und jünger aussehen lässt.

Blond sein: Vom dummen Blondchen zur männermordenden Nymphomanin   

Blondinen von heute inszenieren sich nach ihren eigenen Maßstäben: selbstbewusst, erfolgreich, ökonomisch unabhängig und trotzdem weiblich. Und damit ist auch die Haarfarbe sehr individuell. Da gibt es die eher ruhige Mette-Marit oder die grazile Gwyneth Paltrow ebenso wie die „mädchenhaften“ Typen à la Heidi Klum oder Mirjam Weichselbraun, aber auch extrem dynamische Girls wie die punkige Gwen Stefani oder die vor Energie strotzende Shakira. Sie alle zelebrieren die Haarfarbe Blond und stehen zugleich für einen sehr persönlichen Stil.

Blond als Lebenseinstellung

Doch bis sich der individuelle Blond-Typ der Gegenwart durchsetzen konnte, dauerte es sehr lange. Blond zu sein – als Zeichen gesellschaftlicher „Hoch-Wertigkeit“ – war seit der Antike ein Wunsch vieler Frauen.

Doch mit steigender Selbstbestimmung in den letzten hundert Jahren wurde beim weiblichen Geschlecht natürlich auch das Interesse an echten „Werkzeugen“ zur Durchsetzung emanzipatorischer Ziele größer. Neben offen gezeigter Courage, den politischen Forderungen, den Protesten und der Abnabelung aus der Abhängigkeit des Mannes kam es auch zum bewussten Einsatz weiblicher Attribute, die den ersten emanzipierten Frauen eine geheimnisumwitterte Attraktivität verliehen.

Blond und (sexuell) selbstbestimmt 

Jean Harlow verkörperte in den dreißiger Jahren als eine der ersten den Vamp-Typ – eine Frau also, die schön war und genau wusste, wie sie sich dadurch Vergnügen und Vorteile verschaffen konnte. In vielfältiger Weise wurden solche Frauen zu Idolen: Ob Marilyn Monroe oder Marlene Dietrich – sie waren sich ihrer eigenen Sexualität bewusst. Und bekannten sich dazu – revolutionär in der Geschichte der Frauenbewegung.

Woher das blonde Dummchen kommt

Das erste Mal, dass sich Frauen in der Historie nicht länger auf bloße, von Männern bestimmte Funktionen (Mutter, Hure, Heilige, Köchin ...) reduzieren ließen – Unbehagen, nicht nur bei den Herren der Schöpfung, war zunächst die Folge. Die meisten Menschen reagierten auf diese Provokation mit Unverständnis und Scham: Das Klischee vom blonden Dummchen oder von der Männer mordenden Nymphomanin entstand – Ursprung von lange vorherrschenden Vorurteilen gegenüber Blondinen.

Blonde Haare: Symbol der Weiblichkeit und Sexualität

Doch das Selbstbewusstsein und Selbstverständnis der modernen Frau hat das damals entstandene und Jahrzehnte fortbestehende Klischee nun endlich obsolet gemacht.

Blond sein zeigt gegenwärtig, dass Frauen Spaß an ihrer eigenen Attraktivität haben, das Leben und die eigene Sexualität bewusst genießen und intelligent mit sich und Männern umgehen können.

Aus psychologischer Sicht ist dies eine sehr authentische, weibliche Art der Emanzipation: Frauen wollen einfach nur Frauen sein und vor allem ihre Attraktivität genießen.

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