
Komponisten, Liedtexter, Anthropologen, Psychologen und vor allem Friseure beschäftigen sich mit ihr – der Haarfarbe Blond. Sie gilt als gnadenlos sexy und wird vom Großteil der Männer geliebt. Gleichzeitig gibt kein Klischee, das sie nicht bemüht hat, dennoch bleibt sie für immer unumstrittener Star speziell in der Welt, wo es um Glanz und Glamour geht.
Es ist kein Zufall: Immer mehr Wissenschaftsdisziplinen setzen sich mit dem „Phänomen Blond“ auseinander. Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass es blonde Menschen im Leben leichter haben. Schon im Kleinkindalter wird ihnen mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Im Kindergarten und in der Schule werden Blondschöpfe häufig wohlwollender behandelt als ihre dunkelhaarigen Gleichaltrigen. Imageberater begründen das mit einer Reihe von positiven Assoziationen, die die Farbe Blond beim Menschen auslöst. Diese wird nämlich oft automatisch mit Eigenschaften wie Vertrauen erweckend, ehrlich, angenehm, zartfühlend und freundlich verknüpft. Bei so vielen positiven Signalen ist es also kein Wunder, dass sich etwa 40 Prozent der Frauen eine helle, leuchtende Haarfarbe wünschen. Verstärkt wird diese Begehrlichkeit noch durch das süße Geheimnis heller Töne. Blond ist die Haarfarbe, die am meisten schmeichelt, die den Teint frischer und die Gesichtszüge weicher aussehen lässt und die damit optisch ein paar Lebensjahre wegzumogeln hilft.
Der Blond-Trend des 21. Jahrhunderts: Individualität
Blondinen von heute inszenieren sich nach ihren eigenen Maßstäben: Selbstbewusst, erfolgreich, ökonomisch unabhängig und trotzdem weiblich. Und damit ist auch die Haarfarbe sehr individuell. Da gibt es die eher ruhige Mette-Marit oder die grazile Gwyneth Paltrow ebenso wie die „mädchenhaften“ Typen à la Heidi Klum oder Mirjam Weichselbraun, aber auch extrem dynamische Girls wie die punkige Gwen Stefani oder die vor Energie strotzende Shakira. Sie alle zelebrieren die Haarfarbe Blond und stehen zugleich für einen sehr persönlichen Stil.
Blond als Lebenseinstellung
Doch bis sich der individuelle Blond-Typ der Gegenwart durchsetzen konnte, dauerte es sehr lange. Blond zu sein – als Zeichen gesellschaftlicher „Hoch-Wertigkeit“ – war schon seit der Antike immer ein Wunsch vieler Frauen. Doch mit steigender Selbstbestimmung in den letzten hundert Jahren wurde beim weiblichen Geschlecht natürlich auch das Interesse an echten „Werkzeugen" zur Durchsetzung emanzipatorischer Ziele größer. Neben offen gezeigter Courage, den politischen Forderungen, den Protesten und der Abnabelung aus der Abhängigkeit des Mannes kam es auch zum bewussten Einsatz weiblicher Attribute, was eine Geheimnis umwitterte Attraktivität kennzeichnen sollte.
Mit Blond zum Idol
Jean Harlow verkörperte in den dreißiger Jahren als eine der ersten den Vamp-Typus – eine Frau also, die schön war und genau wusste, wie sie sich dadurch Vergnügen und Vorteile verschaffen konnte. In vielfältiger Weise wurden solche Frauen zu Idolen: Ob Marilyn Monroe oder Marlene Dietrich – sie waren sich ihrer eigenen Sexualität bewusst. Und bekannten sich dazu – etwas Revolutionäres in der weiblichen Geschichte.
Woher das blonde Dummchen kommt
Das erste Mal, dass sich Frauen in der Historie nicht länger auf bloße, von Männern bestimmte Funktionen (Mutter, Hure, Heilige, Köchin ...) reduzieren ließen. Unbehagen, nicht nur bei den Herren der Schöpfung, war zunächst die Folge. Die meisten Menschen reagierten auf diese Provokation mit Unverständnis und Scham: Das Klischee vom blonden Dummchen oder von der Männer mordenden Nymphomanin entstand –Ursprung von lange vorherrschenden Vorurteilen gegenüber Blondinen.
Die Betonung der weiblichen Seite
Doch das Selbstverständnis der heutigen Frauen hat die damals entstandene und Jahrzehnte währende Zeiterscheinung obsolet gemacht. Blond sein zeigt gegenwärtig, dass Frauen Spaß an ihrer eigenen Attraktivität haben, bewusst genießen und intelligent mit sich und den Männern umgehen können. Aus psychologischer Sicht ist dies eine sehr authentische, weibliche Art der Emanzipation: Frauen wollen einfach nur Frauen sein und vor allem ihre Attraktivität genießen.
So wird’s richtig blond
Die Möglichkeiten sich von dunkel auf blond zu verändern ist so alt wie die Geschichte der goldenen Haarfarbe selbst. Jetzt geht es aber noch eine Stufe weiter: BLONDME von Schwarzkopf Professional ermöglicht erstmals 40 individuelle Blondtöne und bietet mit speziellen Pflege- und Stylingprodukten für zu Hause eine umfassende Haarkosmetik für alle Farbfacetten – von kühlem über neutralem bis zu warmem Blond. Für einen perfekten Blond-Look.
Autor: Lisa Grüner
www.brightsolutions.at
Fotos : Schwarzkopf Professional

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