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Wiener Apfelstrudel: Rezept für Strudelteig und Füllung

Mit Rosinen oder ohne? Mit Bröseln oder ohne? Strudelteig oder Blätterteig? Dass über derartige Feinheiten leidenschaftlich diskutiert wird, beweist, was ohnehin alle wissen: Der Apfelstrudel ist eine der beliebtesten Süßspeisen des Landes. Erfahren Sie mehr über diesen köstlichen Klassiker der Wiener Küche: Woher kommt der Wiener Apfelstrudel? Wie wird der Strudelteig zubereitet? Welche Äpfel werden für die Füllung verwendet? Und: Wir haben ein Rezept für Sie. Backen Sie selbst Ihren Wiener Apfelstrudel. 

Apfelstrudel in Vanillesauce
© takeaway/ wikimedia.de | Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen – Klicken Sie sich durch unsere Gallerie und sehen Sie sich an, wie der fertige Apfelstrudel aussieht.

Wiener Apfelstrudel – Das Rezept zum Selbermachen

Das besondere am Apfelstrudel ist, dass der Teig von Hand gezogen wird. Aus Erfahrung – oder vielmehr aus Mangel an Erfahrung – weiß man, dass das Hantieren mit einem hauchdünnen Teig zwar keine leichte Arbeit ist. Hier heißt's: Früh übt sich, wer ein Meister werden will! 

Sehr wichtig ist auch die Auswahl der Apfelsorte. Jene, die zum Backen geeignet sind, bezeichnet man als „Strudler“ – also große Äpfel, die vor allem säuerlich schmecken. Dazu gehören etwa Boskop, Gravensteiner oder Cox Orange.

Wem inzwischen das Wasser im Mund zusammengelaufen ist, hat unser vollstes Verständnis – und: wir haben auch daran gedacht. Das unten stehende Rezept sollte Abhilfe schaffen. Gleich ausprobieren!

Zutaten für den Strudelteig

  • 250 g Mehl
  • 2 EL zerlassene Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei 
  • ca. 100 ml lauwarmes Wasser
  • etwas Öl 

Zutaten für die Füllung

  • ca. 1 kg Äpfel, geschält, entkernt und in Scheiben geschnitten
  • 50 g Butter
  • 100 g Brösel 
  • 140 g Zucker
  • ½ TL Zimt
  • 170 g Rosinen (je nach Geschmack durch Walnüsse ersetzen) 
  • abgeriebene Schale und Saft 1 Zitrone
  • etwas Rum
  • Butter zum Bestreichen 
  • Staubzucker zum Bestäuben 

Zubereitung 

Mehl auf Arbeitsfläche anhäufen, in der Mitte eine Mulde machen und Butter, Salz und Ei hineingeben. Alles nach und nach vermischen und dabei auch das Wasser in den Teig kneten, bis dieser weich ist. Eine Kugel formen, gründlich mit dem Öl bepinseln und ihn dann eine halbe Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.

Inzwischen die Semmelbrösel in einer Pfanne mit Butter goldbraun rösten und mit Zimt und Zucker vermischen. Rosinen (oder Nüsse), Zitronensaft und -schale, sowie Äpfel und Rum dazumischen.

Den Teig auf einem bemehlten Tuch ausrollen und ihn vorsichtig ausziehen. Wenn er dünn genug ist, mit flüssiger Butter bestreichen und die Fülle darauf geben. Um ihn leichter einrollen zu können, nimmt man das darunterliegende Tuch zu Hilfe. Ebenso verfährt man, wenn man den Teig auf das Backblech gibt. Dieses vorher mit Butter bestreichen!

Bei 190°C goldbraun backen und danach gleich mit Butter bestreichen. Etwas auskühlen lassen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Perfekt zum Wiener Apfelstrudel: Vanillesauce

Zutaten für die Vanillesauce

  • 1 Vanilleschote
  • ½ l Milch
  • 2 Eigelbe
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 30 g Zucker
Apfelstrudel mit Schlagobers auf weißem Teller vor schwarzem Hintergrund
© Annamartha/pixelio.de | Klassisch wird der Apfelstrudel entweder nur mit Schlagobers oder aber mit Vanillesauce serviert.

Zubereitung

Für die Vanillesauce die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit einem Messer herauskratzen.

Die Milch mit dem Mark und der Vanilleschote zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Danach die Vanilleschote aus dem Topf entfernen.

Die Eigelbe mit dem Vanillezucker verrühren. Die Vanillemilch und den Zucker nach und nach dazugeben und ständig über dem Herd weiterrühren.

Sobald die Sauce dickflüssig wird und nicht sofort vom Löffel abrinnt, kann sie vom Herd genommen und heiß zu dem Apfelstrudel serviert werden (die Sauce darf nicht aufgekocht werden!).

Falls die Sauce im heißen Zustand, noch nicht die gewünschte Konsistenz hat, kann mit einem Löffel Speisestärke nachgeholfen werden (die Speisestärke unbedingt zuerst in etwas kaltes Wasser einrühren, bevor es zur Sauce gegeben wird).

Wiener Apfelstrudel im Kochkurs zubereiten

Wer von Profis und in angenehmer Atmosphäre die Zubereitung des Apfelstrudels lernen möchte, hat die Möglichkeit an einem zweitstündigen Kochkurs im Wrenkh Wiener Kochsalon oder an einem einstündigen Apfelstrudelseminar in der Hofbackstube des Café Residenz teilzunehmen und jede Menge Tipps für den perfekten Apfelstrudel inklusive Verkostung zu bekommen.

Wrenkh Wiener Kochsalon
Bauernmarkt 10, 1010 Wien
Kochkurs Alt-Wiener Apfelstrudel

Café-Restaurant Residenz
Schloss Schönbrunn, Kavalierstrakt 52, 1130 Wien
Apfelstrudelseminar im Café-Restaurant Residenz

Den besten Apfelstrudel gibt's hier

Diese Restaurants und Cafés sind berühmt für ihre Mehlspeisen, auch den Apfelstrudel.

Restarurant Apfelstrudel
Favoritenstraße1, 1040 Wien

Café Landtmann
Universitätsring 4, 1010 Wien
www.landtmann.at

Café Mozart
Albertinaplatz 2, 1010 Wien
www.cafe-mozart.at

Café Diglas im Schottenstift
Schottengasse 2, 1010 Wien
www.diglas.at

Video

Wie kam der Wiener Apfelstrudel nach Österreich?  

Die Basis des Apfelstrudels, der Strudelteig, hat – so erzählt man sich – eine weite Reise hinter sich: Aus dem fernen Orient hat er es bis zu uns geschafft, wenn auch mit einigen Abwandlungen. Kennen wir den Strudel als zusammengerollte Speise, so bereitete man ihn in seinen Ursprungsländern in Schichten zu.

In Zeiten der Habsburgermonarchie kam der Strudel schließlich über Ungarn zu uns. Von nun an war der Siegeszug der feinen Backware nicht mehr zu stoppen. Auch Maria Theresia soll ihren Teil zur Verbreitung beigetragen haben.

Heute bekommt man den Apfelstrudel in beinahe jedem Kaffeehaus, egal, wie kurz die Speisekarte ist. Kein Wunder: Die Nachfrage ist groß! Die süße Mehlspeise wird nämlich nicht nur von Touristen zum Kaffee bestellt. Auch die Österreicher essen gerne Apfelstrudel zum Kaffee. 

Die Wiener sind besonders motiviert. Ihr Ziel: so viele Variationen kosten wie möglich. Dass das Familienrezept, das oft von Generation zu Generation weitergegeben wird, danach verändert wird, ist dennoch unwahrscheinlich.

Apfelstrudel in Getränkeform

Österreichs beliebter Apfelstrudel ist nicht nur gefragt, wenn es sich um die Nachspeise handelt, für Experimentierfreudige und große Fans vom Apfelstrudel gibt es mittlerweile auch einige Getränke, die den unverwechselbaren Geschmack unseres Strudels versprechen. Von einem steirischen Apfelstrudelsaft namens Omi‘s Apfelstrudel (Getränk Omi's Apfelstrudel) bis zu einem Shortdrink, der in der Clubszene beliebt ist, sind der Kreativität scheinbar keine Grenzen gesetzt.

Zutaten für den süßen Apfelstrudel-Shot

  • 2 cl Malibu 
  • 2 cl Apfelsaft (am besten Naturtrüben)
  • etwas Zimt

Zubereitung

Den kalten Malibu und den Apfelsaft in ein Glas geben, etwas Zimt darüber streuen und Ihr Apfelstrudel-Shot ist fertig.

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