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Jürgen Weber
Essen & Trinken Text: Jürgen Weber

U4 – Wiens legendärste Underground Disco

Die U4 Disco begeistert schon seit mehr als drei Jahrzehnten die Wiener Jugend und ist tatsächlich im Wiener Untergrund, gleich bei der U-Bahnlinie U4, zur Underground Legende geworden. Als Mitte der 80er ein behördlich verhängtes Tanzverbot dem "jugendgefährdenden" U4 beinahe den Garaus machte, stiegen die Betreiber kurzerhand auf Live-Konzerte um und wurden bald von Prince oder Nirvana bespielt. Heute ist das U4 wieder hauptsächlich eine Diskothek im Underground, denn den gibt es - nur in Wien - immer noch.

Das U4
© U4 | Der Undergroundclub im Untergrund Wiens: das U4

Von Punkern und Bankern

Anfang der 1980er Jahre gegründet avancierte die sich tatsächlich im Untergrund befindende Disco bei der U4-Station Meidlinger Hauptstraße zum Treffpunkt des – nomen est omen – Undergrounds und der damals aus London herüberschwappenden New Wave Szene. Mit der wöchentlich stattfindenden Clubbing Linie, dem Gay-Club Heaven Gay Night, setzte das U4 ab 1989 neue Akzente in der Nachtschwärmerszene Wiens und etablierte sich als Tanztempel eines promiskuitiven Publikums, das spätestens mit dem behördlich verordneten Tanzverbot auch zu einem Politikum wurde. Konservative Politiker, die im U4 eine Gefahr für die damals noch wohlbehütete Jugend sahen, hatten dem Lokal für volle vier Monate die Tanzkonzession entzogen.

Die Wiener jeunesse dorée 

Aus dieser Verlegenheit resultierte die bis ins Millenium gut gepflegte Tradition der Live-Auftritte, zu denen vor allem auch Musiker internationalen Formats geladen wurden. Der Meidlinger Keller wurde aber auch für heimische Größen zum Startschuss einer internationalen Karriere, etwa für Falco, der dem U4 in seinem Lied „Ganz Wien“ ein Denkmal setzte, das es auch über Österreichs Grenzen hinaus zum Lokal mit Kultcharakter etablierte: „Im U4 geigen wieder die Goldfisch“ ist eine Zeile aus dem Lied, die als Hommage an die jeunesse dorée der 80er auch heute noch gerne zitiert wird, wenn vom U4 die Rede ist.

Internationaler Erfolg und Neubeginn

Eine andere Anekdote über Wiens ersten Underground-Tempel erzählt von einem Gastauftritt von Prince, der nach seinem Konzert in der Wiener Stadthalle 1982 ein Da Capo im U4 gab. Zu anderen Gästen des U4 gehörten aber auch Marilyn Manson, Jean-Paul Gaultier, Kurt Cobain, Grace Jones, Divine, Rammstein, Die Ärzte und Die Toten Hosen. Als das Lokal im Jahr 1989 fast vollständig ausbrannte, wurde die Tanzfläche vergrößert und das U4 wieder vermehrt als Disco genutzt. Nach zwei Betreiberwechseln wurde das U4 nach Abschluss umfangreicher Umbauarbeiten 2006 wiedereröffnet.

Hochwasser für die Goldfisch'

Das Studenten-Clubbing Tuesday Club und die Montag Kultfilmschiene erfreuen sich beim Publikum großer Beliebheit und am Wochenende gibt es die neue BEHAVE Schiene, die unter dem Motto the funky disco club die Musik der 80er und 90er feiert. Die Cocktail Happy Hour bis Mitternacht, halber Eintritt mit der U4 Membercard bis 23:00 Uhr natürlich der 80er und Housesounds auf 2 Floors bringt auch die dritte Generation der Wiener „Goldfische“ zum Tanzen. 

Zum aktuellen Programm in der Kultdisko U4 geht's hier.

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Österreichs größtes alternatives Kultur- und Kommunikationszentrum

Was die Arena so einzigartig macht

Die Arena Wien ist bei Leuten jeden Alters beliebt. Jugendliche schätzen sie für die riesigen Drum 'n' Bass Veranstaltungen wie das allmonatliche "Mainframe", Ältere mögen die Blues oder Jazz Veranstaltungen, alle lieben die Open-air Konzerte im Sommer.

Doch nicht nur das breite Spektrum an Veranstaltungen macht diese Location so unvergleichbar. Die Arena Wien hat einiges zu bieten, was man in dieser Kombination nirgendwo findet: Eine große Outdoor-Bühne vor einer grünen Wiese, mehrere Hotdog- und Snackstände und ein immenser Innenbereich mit vielen Bars sind nur einige der Vorzüge dieser Location. Für alle denen es beim Feiern mal nicht so gut geht, steht das hauseigene Notfallzentrum bereit. Die Helfer dort sind sehr freundlich und sich nicht zu Schade, auch mal Fenistil auf einen Mückenstich zu schmieren.

Die Geschichte der Location

Vor über 30 Jahren begann die Geschichte der Arena, einem ehemaligen Fabrikgebäude. Die "Arena-Besetzung" fügte sich damals in einen internationalen Trend, hatten doch in vielen westeuropäischen Städten damals subkulturelle Gruppen dem Abriss preisgegebene Gebäude und Industriebrachen besetzt. Gefordert wurde die Rettung des Auslandsschlachthofes, der als architektonisch wertvoll und denkmalschutzwürdig galt.

Mehr als 200 000 Menschen sollen das Gelände während der Besetzung besucht haben und nicht nur Sänger Leonhard Cohen bezeichnete die Arena als „best place in vienna“, „best place in Europe“, oder „best place in the world“. In den darauf folgenden Jahren entstanden viele alternative Kultur- und Jugendzentren in ganz Österreich. Auch die Arena wurde zu einem solchen Verein zur Förderung und Verwirklichung von Kultur, Jugend und Kommunikation.

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