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Rezepte Text: Anja Haidenschuster

Marillenknödel: Kartoffel-, Topfenteig & veganes Rezept

Ob mit Zwetschken, Erdbeeren oder Marillen – jeder hat seine eigene Lieblingsfrucht, wenn es um die Zubereitung von Knödeln geht. Doch auch beim Teig gibt es verschiedene Geschmäcker: während die einen Kartoffelteig bevorzugen, greifen andere lieber zum Topfenteig um die Knödel perfekt werden zu lassen. Hier finden Sie Marillenknödel-Rezepte beider Varianten und auch einen Tipp, wie Sie vegane Knödel zubereiten können.

Marillenknödel auf einem Teller angerichtet und mit Staubzucker bestäubt
© Peter Smola/ pixelio.de | Egal ob mit Kartoffelteig oder Topfenteig - Marillenknödel sind einfach köstlich!

Traditionelle Mehlspeise

Wenn man von den Wienern spricht, sind die Mehlspeisen einfach nicht wegzudenken. Auch zahlreiche Touristen suchen Tag für Tag die besten Wirtshäuser in Wien auf um sich durch die große Auswahl an Mehlspeisen durchzuprobieren. Eine sehr beliebte Speise dieser Art sind die Marillenknödel. Das typisch österreichische und böhmische Gericht kann zur Hauptspeise, als auch zur Nachspeise angeboten werden.

Traditionell werden aus einem Kartoffelteig kleine Knödel geformt, die mit einer Marille gefüllt werden, allerdings gibt es auch die Variante, die Knödel aus einem Topfenteig zu formen. Neben Teig und Marillen sind die Brösel und der Staubzucker wohl das Wichtigste für die perfekten Marillenknödel. 

Übrigens können Marillenknödel wunderbar eingefroren werden. Einfach die Knödel formen und statt sie zu kochen, gleich in das Gefrierfach geben. Die gefrorenen Knödel können bei Bedarf einfach im Wasser gekocht werden. Die Kochzeit dauert nur ein paar Minuten länger.

Rezept: Marillenknödel mit Kartoffelteig

Zutaten für ca. 12 Knödel

ca. 12 Marillen 

1 kg Kartoffeln

ca. 12 Stk Würfelzucker

30 g Butter

1 Prise Salz

1 EL Zucker

50 g Grieß

250 g glattes Mehl

3 EL Milch

etwas Staubzucker

Zubereitung

Die Kartoffeln kochen, schälen und zerstampfen oder durch eine Kartoffelpresse drücken.

In der Zwischenzeit die Marillen aufschneiden und entkernen. Jeweils einen Würfelzucker, anstelle des Kerns in die Höhlung stecken und die Marillen wieder zudrücken.

Die Butter fein zerkleinern, zu den Kartoffeln geben und abkühlen lassen. Sobald die Kartoffeln abgekühlt sind, den Zucker, das Salz, das Grieß, das Mehl und die Milch dazugeben und alles kurz zusammen kneten.

Nun den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche gut durchkneten und in ca. 12 gleich große Stücke teilen. Jedes Teigstück auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem runden flachen Fladen drücken und jeweils eine Marille in die Mitte setzen. Den Teig mit bemehlten Händen vorsichtig über die Marille ziehen und zum Knödel formen.

Reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Knödel hineingeben und bei mittlerer Hitze etwa 15 - 20 Minuten garen, dabei die Knödel öfter wenden und nicht zu viele auf einmal in dem Topf kochen, sonst kleben sie zusammen.

Währenddessen die Butter in einer Pfanne zerlassen, den Zucker unterrühren und schmelzen. Die Semmelbrösel in die Pfanne geben und hellbraun anrösten.

Die Knödel herausnehmen, sobald sie an der Oberfläche schwimmen. Etwas abtropfen lassen und in den Bröseln wenden. 

Die Knödel auf einem Teller anrichten, mit etwas Staubzucker bestäuben und fertig!

Vegane Marillenknödel

Marillenknödel lassen sich im Handumdrehen zu einer geeigneten Speise für Veganer machen. Einfach bei dem Kartoffelteig die Butter durch vegane Margarine und die Milch durch Sojamilch ersetzen. Außerdem das Ei und den Grieß weglassen. Fertig ist das Kartoffelteig-Rezept für vegane Marillenknödel!

Rezept: Marillenknödel mit Topfenteig

Wie bereits erwähnt, können die Marillenknödel auch mit Topfenteig zubereitet werden. Das Rezept bleibt das selbe, außer dass der Teig aus anderen Zutaten besteht und die Knödel anschließend kürzer gekocht werden, als die Knödel mit Kartoffelteig (ca. 10 Minuten).

Zutaten für den Topfenteig

1 Ei

260 g glattes Mehl

500 g Magertopfen

140 g Butter

1 Prise Salz

Zubereitung

Für den Topfenteig die Butter und das Ei in eine Schüssel geben und verrühren. Danach das Mehl, den Topfen und das Salz hinzugeben und so lange durchkneten bis ein Teig entsteht.

Eismarillenknödel auf einem Tablet angerichtet und mit Staubzucker bestäubt
© wikimedia commons/ Cha già José | Marillenknödel der anderen Art: Kurt Tichys Eismarillenknödel

Eismarillenknödel von Kurt Tichy

Eissalon Tichy
Reumannplatz 13
1100 Wien

Der Speiseerzeuger Kurt Tichy erfand 1967 in seinem Eissalon am Reumannplatz eine seiner bekanntesten Kreationen: die Eismarillenknödel. Tichy kreierte ein Eis, welches wie der Teig eines Marillenknödels schmeckt. Die Brösel des Knödels ahmte er mit einem Nuss-Zucker-Gemisch nach. Durch seine Eismarillenknödel wurde Kurt Tichy bekannt und bis heute, auch nach seinem Tod, besteht sein Eissalon und bietet die Eismarillenknödel an.

Weitere Wiener Rezepte:

 

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