Neuerwerb eines Paganini-Manuskripts
Am Donnerstag wurde in den Loos-Räumen der Musiksammlung der Wienbibliothek der Neuerwerb einer eigenhändigen Notenhandschrift von Nicolo Paganini (1782 - 1840) vorgestellt.
Das erworbene Manuskript, ist eine Niederschrift des berühmten Glöckchen-Themas (ital. "La campanella", frz. "La clochette") aus dem Schlusssatz seines Zweiten Violinkonzerts. In schwungvoller, mitunter stark nach rechts geneigter Notenschrift notiert Paganini die Melodie des Rondothemas samt Harmonisierung, die jedoch teilweise nur angedeutet ist.
Der Geigenvirtuose Tibor Kovác spielte das Glöckchen-Motiv und andere Virtuosenstücke von Paganini, Otto Brusatti führte durch den Abend und Thomas Aigner, Leiter der Musiksammlung der Wienbibliothek, erläuterte den unmittelbaren Wienbezug des Autographs: Der Vermerk, "Handschrift des Paganini am 8ten May 1828 geschrieben für Carl Czerny", gibt Aufschluss darüber, dass die Entstehung des Manuskripts in den einzigen Aufenthalt Paganinis in Wien fällt: von 29. März bis 24. Juli 1828 errang er hier mit 14 Konzerten einen Sensationserfolg ohnegleichen. Es war dies sein erstes Gastspiel außerhalb des heutigen italienischen Staatsgebiets und zugleich der Ausgangspunkt seiner Weltkarriere.
Mit dem Autograph "La Campanella" wurde auch eine Rechnung der Wallishausser'schen Buchhandlung über gelieferte Plakate und Aushänge für eines der Wiener Konzerte Paganinis erworben.
Text + Bild: Rathauskorrespondenz

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